Arne Friedrich in Chicago
von Lina Rusch
Chicago ist nicht nur die neue Heimat des ehemaligen Hertha- und Wolfsburg-Spielers, sondern vor allen der Ort, in dem die politische Karriere des amtierenden Präsidenten der USA begann. „Obamaville“ nennen sie die Stadt bereits in den USA, denn neben dem üblichen Sightseeing kann man dort auch die Spuren des Präsidenten verfolgen. 1989 lernte er hier seine Frau Michelle kennen. Bis 2004 lehrte er über ein Jahrzehnt an der University of Chicago, bevor er sich ganz der Politik widmete. Auch Obamas Frisör Zariff profitiert von der Popularität seines berühmtesten Kunden. Den „Obama Cut“ gibt es hier für 21$. Arne Friedrich und Leo Spors können sich ganz in Ruhe auf die Spuren Obamas machen. Denn anders als in Deutschland kann der Ex-Kapitän der Nationalmannschaft in den USA leben, ohne erkannt zu werden. Sein Gesicht kennen die Wenigsten, die richtigen Stars spielen hier Football, Basketball oder Baseball. Obwohl Fußball in den USA eher eine Randsportart ist, fühlt sich Arne Friedrich wohl in der neuen Heimat – und überlegt zu bleiben, auch nach der Karriere: "Ich habe eine neue Kultur kennen gelernt mit unglaublich netten Menschen. Ich konnte meine Englisch-kenntnisse aufbessern und habe Städte bereist, die ich wohl sonst nicht ins Auge gefasst hätte. Auch der Fussball ist besser als ich es erwartet hatte. Ich würde jederzeit wieder so entscheiden."Barack Obamas Chicago
Obamas Haus
Im schicken Villenviertel Kenwood wohnten die Obamas bevor Daddys Job sie nach Washington führte. Das Haus liegt unweit der University of Chicago, wo Obama bis 2004 Rechtswissenschaften lehrte. Da das Grundstück stets von neugierigen Obama-Fans belagert ist, wird es rund um die Uhr bewacht.
Der erste Kuss
Für viele sind die Obamas ein Traumpaar. Es ist also kein Wunder, dass das Interesse an ihrer Liebesgeschichte groß ist. Im Sommer 1989 lernten sie sich während der Arbeit in der Rechtsanwaltskanzlei Sidley & Austin kennen. Sie war eine junge Rechtsanwältin, er machte ein Praktikum. Zu der Zeit studierte er noch Jura in Harvard. Bei einem Besuch des Eiscafés Baskin-Robbins – ebenfalls in Hyde Park – küssten sie sich dann zum ersten Mal. Daran erinnert nun diese Gedenkplatte.
University of Chicago
Bevor er Senator wurde, lehrte Obama über zehn Jahre lang an der University of Chicago Verfassungsrecht. Selbst studiert hat er jedoch an der Columbia University in New York und später an der Harvard Law School. Chicago kannte er trotzdem bereits gut: In den Achtzigerjahren arbeitete Obama dort einige Jahre als Sozialarbeiter und setzte sich für Unterprivilegierte ein.
Obamas alter Friseur
Zugegeben – Barack Obamas Frisur ist nicht besonders einfallsreich. Und doch ist der „Obama Cut“ ein Hit. Obamas ehemaliger Friseur Zariff bietet ihn in seinem „Hyde Park Hair Salon“ für 21$ an – so viel hat auch der Präsident damals dafür bezahlt. In dem kleinen Barbershop im Chicagoer Stadtteil Hyde Park war Obama früher Stammkunde. Heute kommen Scharen von Touristen, um seinen Friseur zu sehen - und sich selbst von ihm die Haare schneiden zu lassen.
Burger und Pommes im Diner
Ob mit dem russischen Ex-Präsidenten Medwedew oder mit der Familie unterwegs – Obama liebt Burger. Heute bestellt er aus Zeitgründen meistens „to go“, doch zu Chicagoer Zeiten war Obama gerngesehener Stammgast in diversen Diners und Restaurants im Stadtteil Hyde Park. Auch Leo Spors und Arne Friedrich besuchen diese Woche im auslandsjournal eines davon.


