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auslandsjournal  |  Sendung vom 25.04.2012 [Archiv]

Die Themen der Sendung

Berichte aus aller Welt

Das auslandsjournal berichtet diese Woche über Skandale in der Ukraine kurz vor der Fußball-EM, Frankreich vor der Stichwahl um das Präsidentenamt, den Erfolg von deutschem Kamelshampoo in der arabischen Welt sowie polnische Milchbars im außendienst.  

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Zu Gast in der Diktatur

Wenn die Fußballfans kommen, müssen die Studenten raus. So soll es jedenfalls diesen Sommer in den Wohnheimen der ukrainischen Universitäten laufen. Rund 800.000 Touristen werden zur Fußball-Europameisterschaft allein in der Ukraine erwartet, und die müssen irgendwo unterkommen. Gefragt werden die Studenten nicht. Manche sollen ihr Zimmer vorher sogar noch auf eigene Kosten renovieren. Danach stehen sie auf der Straße, weil sie sich die horrenden Wohnungs-Preise zu EM-Zeiten nicht leisten können. Doch die Universitäten sind nicht die einzigen, die sich mit zweifelhaften Methoden den großen Reibach von dem Großereignis im Juni versprechen. Kriminelle Banden "beschlagnahmen" ganze Hotels und heimsen die saftigen Übernachtungskosten einfach selbst ein.

All diese Vorfälle werfen ein noch schlechteres Licht auf ein Land, in dem andersdenkende Politiker wie Julia Timoschenko im Gefängnis landen. Für das auslandsjournal hat sich ZDF-Korrespondent Roland Strumpf im Gastgeberland der Fußball-Europameisterschaft umgesehen.

Wochen der Wahrheit

Die Umfragen haben Recht behalten: Im ersten Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahlen hatte Herausforderer François Hollande die Nase vorn. Doch Amtsinhaber Nicolas Sarkozy will sich vor den Stichwahlen am 6. Mai nicht geschlagen geben. Noch sind einige Tage Zeit, das Ruder herumzureißen, verlorene Stimmen zurück zu gewinnen. Beide Kandidaten fischen auch in den extremen Lagern nach Stimmen. Sarkozy hofft auf die Wähler der rechtsnationalen Marine Le Pen, die fast 18 Prozent ausmachen. Sozialist Hollande will die Stimmen von Linksaußen Jean-Luc Mélenchon, der immerhin auf rund elf Prozent kam.

Das Ergebnis ist ein Wahlkampf, der vor allem von populistischen Kampagnen und Versprechungen geprägt ist. Und Angela Merkel zittert mit Sarkozy um ihren wichtigsten Verbündeten im Ringen um Europas Finanzdisziplin. Denn der Sozialist Hollande hat bereits angekündigt, er wolle den vom Zweiergespann Merkel und Sarkozy mühsam geschnürten EU-Fiskalpakt neu verhandeln. Für das auslandsjournal berichtet ZDF-Korrespondent Alexander von Sobeck aus Paris.

Waschen und Striegeln

Man nehme: einen Holzunternehmer, einen Scheich, Kiefernholz und ein Kamel - und man erhält ein Produkt, das die Kamelzucht in der arabischen Welt revolutioniert. Das hat der Westfale Heinrich Wilms mit seinem Kamelshampoo geschafft. Kamelzüchter in den Vereinigten Arabischen Emiraten wissen sein natürliches Pflegeprodukt aus dem Extrakt von Kiefernholz, Kokusnussöl, Kamille und deutschem Kristallsalz sehr zu schätzen - ist es doch schwer, ein passendes und verträgliches Shampoo für die empfindliche Kamelhaut zu finden.

Vor allem die antibakterielle Wirkung sei wichtig, da Sand im empfindlichen Fell eine ähnliche Wirkung wie Schmirgelpapier habe. Und mit einem sauberen, glänzenden Kamelfell steigt nicht nur die Freude bei Besitzer und Tier, sondern auch der Erfolg bei Schönheitswettbewerben oder Kamelrennen. Die ZDF-Reporterinnen Barbara Lueg und Martina Morawietz erzählen, wie der norddeutsche Erfinder in der Wüste gefeiert wird.

Borschtsch und Piroggen

Warschau 1896: In der damals drittgrößten Stadt des Zarenreiches hatte der Gutsbesitzer und Landwirt Stanislaw Dluzewski eine Idee, die bis heute die polnische Kultur beeinflussen sollte. Er gründete die erste "Bar Mleczny" - zu Deutsch "Milchbar" - in der ausschließlich frische, vegetarische Gerichte auf Basis von Milch, Eiern und Mehl angeboten wurden. Fleisch war damals einfach zu teuer. Bis heute hat die Milchbar überlebt und ist immer noch sehr beliebt bei den Polen, doch hat sie sich im Wandel der Zeit verändert.

Heute ist es in den Bars wie in einem normalen Lokal, modern und sauber. Fleisch wurde in das Angebot aufgenommen und Gäste werden von dem leckeren Geruch in das Lokal gelockt. Von Gemüsesuppen über gefüllte Teigtaschen bis hin zum Schweinekotelett, es gibt alles, was das Herz begehrt. Beliebt sind die Bars vor allem bei Studenten und Rentnern, da das Essen frisch zubereitet und trotzdem günstig ist - so wie vor 100 Jahren. ZDF-Reporterin Anja Roth ist im außendienst in Warschau inmitten polnischer Köche.

25.04.2012, Quelle: ZDF

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