Chaos in LaosFreiheit, Abenteuer, keine Kontrolle – Wer solche Sehnsüchte hegt, der ist in Vang Vieng, im Herzen von Laos, am Ziel seiner Träume. Für die jungen Weltenbummler aus dem Westen, die es hierher verschlägt, bedeutet die Reise in erster Linie ein Leben in Exzessen fernab des behüteten Elternhauses. Hemmungslose Feiern zwischen Alkohol, Sex und billigen Drogen sind Programm. Dabei stoßen sie auf ein Land, das sich gerade erst dem Westen öffnet und von dem rücksichtslosen Treiben völlig überrumpelt ist.Denn Laoten sind fromm. Ihr Alltag ist geprägt vom Buddhismus und dem Glauben an mächtige Geister. Im Zusammenleben sind sie besonders konservativ und eher bescheiden. Mit volltrunkenen und leicht bekleideten Touristen in Shorts und Bikinis können die Einwohner wenig anfangen, sie finden das anstößig. Doch ihre Mentalität verbietet es ihnen, sich bei den Gästen darüber zu beschweren. Und so entsteht das Missverständnis, die Laoten erfreuten sich am freizügigen, aber lukrativen Partyspaß der Touristen. Für das auslandsjournal berichtet ZDF-Reporterin Annette Hilsenbeck über die Kontroversen zwischen Buddha und Touris.Falsche HeimatSie sind in Deutschland geboren und hier aufgewachsen, ihre Muttersprache ist Deutsch – und trotzdem dürfen sie nicht bleiben: Viele Jugendliche, deren Eltern kosovarischen Minderheiten angehörten und in den Neunzigerjahren vor den Bürgerkriegswirren auf dem Balkan nach Deutschland flohen, müssen jetzt zurück in ein Land, das ihnen nie ein Zuhause war. In der Heimat ihrer Eltern fremdeln sie. Sie sprechen die Sprache kaum, werden als "Zigeuner" von der Gesellschaft ausgegrenzt und leben in Armut und Perspektivlosigkeit. Die Folgen für die Kinder sind fatal. Wie das Kinderhilfswerk UNICEF berichtet, leidet fast die Hälfte der aus Deutschland und Österreich ins Kosovo abgeschobenen Jugendlichen an Depressionen, ein Viertel hat Selbstmordgedanken.Dabei gehören sie eigentlich einer hoffnungsvollen Generation an, die Deutschland auch gerade angesichts der ständig alternden Gesellschaft dringend brauchen könnte. So wie Nermina. Die 18-jährige stand kurz vor dem Realschulabschluss, hatte den Ausbildungsplatz als Krankenschwester bereits in der Tasche. Doch dann kam der Bescheid von der Ausländerbehörde. Jetzt lebt sie im Kosovo und wartet darauf, verheiratet zu werden. Für das auslandsjournal berichtet ZDF-Korrespondentin Tonja Pölitz.Der mächtige Freund
Seit Wochen ringt die internationale Gemeinschaft um eine gemeinsame Position im Syrien-Konflikt. Längst wollen die westlichen Staaten eine härtere Gangart im Umgang mit Präsident Bashar al-Assad durchsetzen. Doch ein UN-Beschluss scheitert immer wieder an den Vetomächten China und Russland. Die russische Regierung stellt sich vor Assad, unterstreicht gar dessen Vorwurf, der Westen schüre den Bürgerkrieg im Land. Angesichts der festgefahrenen Situation werden Erinnerungen an den Kalten Krieg wach. Welche Interessen verfolgt Russland und welche Rolle spielt es in dem Machtpoker um Syrien? Die ZDF-Korrespondenten Bernhard Lichte und Cornelia Schiemenz werfen einen Blick auf die russisch-syrischen Beziehungen, bei denen oft auch die Liebe eine Rolle spielt.Das achte Weltwunder
Die Reisterassen von Banaue zählen zum Weltkulturerbe. Die Einheimischen nennen sie das achte Weltwunder oder "Stufen zu den Himmelswelten". Sie sind die ältesten Reisterassen der Welt, wurden einst von den Ureinwohnern erschaffen. Doch nun droht ihnen der Verfall. Denn der Reisanbau dort ist mühsame Arbeit und bringt oft wenig ein. Viele Ifugao, so heißen die Ureinwohner, wenden sich lukrativeren Geschäften zu. Mit ihrer Kultur droht so auch der Reisanbau auszusterben.
Für das auslandsjournal ist ZDF-Reporter Benjamin Daniel zum "außendienst" auf die Philippinen gegangen, um dort die Jahrtausende alte Tradition der Ifugao kennenzulernen. Ein schweißtreibendes Erlebnis.


