auslandsjournal vom 09. Januar 2013
Eizellenspende als Einkommensquelle
Eizellen an andere Personen spenden? Das klingt befremdlich. Doch genau das machen immer mehr junge Spanierinnen um an Geld zu kommen. Susana ist eine von ihnen. Sie erhält für ihre Spende 900 Euro. Doch gesundheitlich zehrt die Behandlung an ihr: Nebenwirkungen sind Hormongaben, Übelkeit und die Strapaze einer Vollnarkose. Von dem Geld will sie einen Deutschkurs bezahlen, um hier Arbeit zu suchen. ZDF-Korrespondentin Susanne Freitag berichtet aus Barcelona.Die neue Generation Koreas
Gangnam Style, der Überraschungshit des Jahres 2012. Mit seiner Mischung aus koreanischer Tradition und amerikanischem Einfluss vermittelt der Rapper Psy aus Seoul das Gefühl seiner Heimat, zerrissen zwischen Ost und West, aber auch im Konflikt zwischen Nord und Süd. Doch das könnte sich jetzt ändern, denn aus dem autoritären Nordkorea sind ganz neue Töne zu hören. Diktator Kim Jong Un spricht in seiner Neujahrsansprache von einem radikalen Kurswechsel und einer Annäherung mit dem Süden. Ein Versöhnungsversuch oder ein Propagandatrick? ZDF-Korrespondentin Nicola Albrecht war vor Ort.Das schmutzige Geschäft mit Crystal Meth in Südafrika
In den Townships der Urlaubsmetropole Kapstadt liegt eine scheinbar ganz andere Welt: die Armenviertel mit überfüllten Wohnblöcken und Hütten. Vor ihnen lungern die Gangs, nehmen Drogen oder verkaufen sie. Die beliebteste Droge in Kapstadt ist Tik, in Deutschland bekannt als Crystal Meth. Die Abhängigen sind zu vielem bereit, um an ihren Rausch zu kommen. Deswegen nimmt die Kriminalität in der südafrikanischen Stadt weiter zu. Neben Diebstählen steigt auch die Zahl der Vergewaltigungen. Ariane Vuckovic begleitet Südafrikaner bei ihrem Weg, der Spirale aus Drogen, Gewalt und Perspektivlosigkeit zu entkommen.außendienst: Fischer in Island
Der außendienst führt unseren wagemutigen Reporter Andreas Stamm diese Woche ins kalte Island. Dort ist die Fischerei nicht nur ein reiner Broterwerb, sondern eine lang gepflegte und wohlbehütete Tradition. In drei Kabeljaukriegen in den Jahren von 1958 bis 1975 erweiterten die Inselbewohner ihre Fischereizone von vier auf 200 Meilen und zogen so den Groll des mächtigen Nachbarn Großbritannien auf sich. Die isländischen Fischer verkaufen ihre Ware gerne nach Europa, dazugehören wollen viele von ihnen aber nicht. Ihre Fischfangprivilegien sind ihnen zu wertvoll. Bei Sturm und eisiger Kälte begleitet Andreas Stamm die Fischer für einen Tag auf hoher See.

