außendienst vom 17. Oktober 2012
Kühe melken, Käse machen und das Vieh durch die Alm treiben. So stellt sich Reporterin Anja Heyde ihren außendienst vor. Alles Alpenromantik?
Almtrieb in der Schweiz
Wo kann ich mich informieren?
Interessieren Sie sich für einen Einsatz als Bergbauer? Die folgenden Webseiten vermitteln zwischen Freiwilligen und Bergbauern in der Schweiz:
www.bergeinsatz.ch
www.berghilfe.ch
Arbeitseinsätze à la Bergbauerngehilfe haben in den letzten Jahren an Beliebtheit zugenommen. Voluntourism nennt sich das Konzept, das Urlaub mit Freiwilligendienst verbindet. Diese Webseite informiert über alternative Urlaubsabenteuer:
www.voluntourism.org
Arbeitskleidung
Anstatt Alpenromantik ist auf dem Bergbauernhof Schuften angesagt. Anja Heydes Dirndl ist da fehl am Platz. Wer also einen Alternativurlaub auf einem Bauernhof in der Schweiz in Erwägung zieht, sollte auf die richtige Kleidung achten.
Almtrieb
Damit die Kühe des Senners gute Milch geben, werden sie während der Sommermonate jeden Tag auf die hoch gelegenen Weiden getrieben. Am Abend geht es im Alpenglühen wieder zur Alm zurück. Der traditionelle Almabtrieb schließlich markiert das Ende des Sommers und der Almsaison - bis es im nächsten Frühjahr wieder bergauf geht.
Melken
Während die großen Milchproduzenten heutzutage mit Melkmaschinen arbeiten, ist auf dem Bergbauernhof noch Hand anlegen angesagt. Anja Heyde tut sich anfänglich etwas schwer, doch schon bald hält sie ihr erstes Glas selbst gemolkene Milch in der Hand. Auf ihrer Alm werden etwa 80.000 Liter Milch produziert. Bei diesen Mengen kann dann doch nicht ganz auf mechanische Hilfe verzichtet werden.
Sennen
Das Käsen – auch Sennen genannt - ist ein traditionelles Handwerk in der Schweiz. Im Sommer, während die Kühe die frischen Alpenkräuter fressen, wird aus der frischen, größtenteils unpasteurisierten Milch Käse gesennt. Für ein Kilo Alpkäse benötigt man 10 Liter Milch.
Zunächst wird die Milch in einem großen Kessel erwärmt. Durch weitere Zugaben gerinnt sie. Mit der so genannten Käseharfe wird die geronnene Milch geschnitten und gerührt. Nach mehrmaligem Wiederholen erhält man „Käsekörner“. Diese werden in ein kreisrundes Gefäß gepresst und nach einem Tag in ein Salzbad gelegt. So bildet sich die käsetypische Rinde. Im Reifekeller bilden die Käselaibe dann ihren typischen Geschmack aus. Wichtig sind dabei eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine konstante Temperatur.


