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Tage des Zorns

Ägyptens zweite Revolution

Es war ein Triumph des Volkes, als Husni Mubarak am 11. Februar 2011 zurückgetreten ist. Hunderttausende bejubelten auf dem Tahrir-Platz in Kairo ihren Sieg und das Versprechen von Freiheit. Keine zwei Jahre später herrschen die Muslimbrüder in Ägypten. Der neue Präsident Mohammed Mursi hat einen Verfassungsentwurf vorgelegt, über den in wenigen Tagen abgestimmt werden soll. In den Augen der Opposition käme die neue Verfassung einer Islamisierung der Gesetzgebung gleich. Wohin treibt Ägypten – das Land mit der vielleicht wichtigsten Rolle im Nahen Osten? 

Soldaten in Kairo / Quelle: dpa
auslandsjournal spezial vom 12. Dezember 2012 (Quelle: dpa)

Zwar hat der neu gewählte Präsident Mursi ein Dekret zurückgezogen, mit dem er die Gewaltenteilung außer Kraft setzen wollte. Doch das geplante Referendum möchte er durchsetzen. Die Opposition hält dagegen und ruft zu neuen erneuten Protesten auf, um Errungenschaften der Revolution zu bewahren. Mursi hat das Militär beauftragt, für Sicherheit zu sorgen. Katrin Eigendorf zeigt die letzten Entwicklungen auf und fasst zusammen, wie sehr die ägyptische Gesellschaft in liberal-säkulare und konservativ-islamische Kräfte gespalten ist.

Wer sind die Muslimbrüder?

ZDF-Korrespondent Dietmar Ossenberg stellt die Muslimbrüder vor: Wer steckt hinter der Muslimbruderschaft – für welche Werte stehen sie und welche Ziele verfolgen sie? Wie viel Rückhalt haben sie in der jungen und wirtschaftlich angeschlagenen Gesellschaft Ägyptens? Und welche Folgen kann das Verfassungsreferendum für den Staat Ägypten und die Region im Nahen Osten haben? Kamran Safiarian beobachtet die Stimmung im Libanon. Denn auch dieses Land droht in den Strudel eines Bürgerkriegs gezogen zu werden, sollten sich die innenpolitischen Spannungen nicht lösen. Mit den Gesprächspartnern Elias Khoury und Joumanna Haddad beschreiben zwei renommierte Persönlichkeiten des Landes die aktuelle Situation.

Im Gespräch mit Hamed Abdel-Samad

auslandsjournal spezial

 "Tage des Zorns – Ägyptens zweite Revolution" am Mittwoch, 12. Dezember 2012, um 22.15 Uhr.

Theo Koll diskutiert unter anderen mit Hamed Abdel-Samad, der als deutsch-ägyptischer Politikwissenschaftler schon den Arabischen Frühling beobachtet hat und jetzt vor Ort miterlebt, wie Ägypten um seine politische Zukunft kämpft. „Wir sind mitten im Zusammenprall der Kulturen. Das könnte sehr gesund sein, daraus könnte eine neue Debattenkultur entstehen. Es könnte aber sehr gefährlich sein, wenn die Muslimbrüder Ernst machen mit dieser Diktatur“, sagt Abdel-Samad im Gespräch mit Theo Koll.

11.12.2012

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