Alles Bio oder was? – Kartoffelkampf zwischen Wüste und WendlandBio boomt. Das haben nicht nur die hiesigen Bauern begriffen, sondern längst auch die Konkurrenz – und das weltweit. Deutsche Bio-Kartoffeln etwa haben es in den heimischen Supermärkten und Discountern besonders im Frühjahr schwer. Bereits im Februar stehen die Mitbewerber aus Ägypten in den Läden. Weil sie keine Abnehmer mehr finden, müssen deutsche Erzeuger daher teilweise ihre Bio-Ware verfüttern oder verheizen. Für sie ist der in der Wüste getriebene Aufwand unverständlich. Nur große Mengen des knappen Grundwassers lassen dort die Triebe aus dem Sandboden sprießen. Zudem müssen die Frühkartoffeln noch mehrere tausend Kilometer verschifft werden, bis sie den Verbraucher erreichen. Für die Vergabe des Bio-Siegels ist das jedoch unerheblich. Ressourcenverschwendung, schimpfen die deutschen Biobauern - ein Segen für Ägyptens schwache Wirtschaft, sagen die Exporteure, deren Produkt Arbeitsplätze sichert. Katrin Eigendorf geht der Frage nach, wie sinnvoll es ist, Kartoffeln von weit her zu importieren.Pizza, Pasta, Plauze – Dicke Kinder und Diätwahn in ItalienMediterrane Küche ist gesund. So gesund, dass sie 2010 sogar zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Und trotzdem leben in Italien laut einer neuen Studie die dicksten Kinder Europas. Fast die Hälfte der Zwei- bis Zehnjährigen leidet an Übergewicht oder Fettleibigkeit – mit teilweise fatalen Folgen für die Gesundheit. Auch andere Mittelmeerstaaten wie Griechenland und Spanien haben mit diesem Problem zu kämpfen. Fastfood und Softdrinks haben Gemüse, Fisch und Olivenöl längst vom Speiseplan verdrängt. Zum schlechten Essen kommt Bewegungs- und Schlafmangel hinzu. Wirklich mediterran gegessen und somit auch gesünder gelebt wird paradoxerweise inzwischen vor allem in Nordeuropa. „Die Daten, die wir gesammelt haben, deuten darauf hin, dass das Mittelmeer nach Norden wandert“, resümiert der Leiter der europaweiten Studie. Zeitgleich ist Italien im Griff eines Diätwahns, für den sich vor allem Frauen per Infusion herunterhungern.Sennerin in der Schweiz – Alpenromantik oder harte Arbeit?Alpenromantik, Dirndl und Heidifeeling - so stellte sich Reporterin Anja Heyde ihren außendienst auf der Alm vor. Doch das Leben auf dem Bergbauernhof ist mit viel Schuften verbunden. Die ZDF-Reporterin lernt, was es bedeutet, nachts um vier zur Arbeit anzutreten, Kühe zu melken und erfährt, warum genau die Milch von den Kühen hier oben so lecker ist. Auch das sogenannte Sennen – der Prozess des Käsemachens - ist ein Abenteuer für sich. Senner Andreas weiht sie in das Handwerk ein, mit den Hirten treibt sie die Kuhherde die Alm hinauf und am Ende muss sie auch noch den Stall ausmisten. Erst nach 14 Stunden harter Arbeit hat die Reporterin den Selbstversuch in den Bergen gemeistert.
auslandsjournal vom 17.10.2012


