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Theo Koll im Gespräch mit Louis Gallois
Interview: Ziemlich beste Freunde
Die deutsch-französische Freundschaft
Theo Koll im Gespräch mit Louis Gallois
von Janine Pietrek und Martin Franke
Der Film „Ziemlich beste Freunde“ (Frankreich, 2011) basiert auf einer wahren Begebenheit und dokumentiert die Entstehung der Freundschaft zwischen dem arbeitslosen Driss (Omar Sy) und dem wohlhabenden, aber pflegebedürftigen Philippe (Francois Cluzet). Auch die ehemaligen Erzfeinde Deutschland und Frankreich haben Freundschaft geschlossen. In diesen Tagen wird der 50-jährige Geburtstag des Elysée-Vertrags gefeiert.Die Beziehung zwischen Berlin und Paris wird seit dem 22. Januar 1963 vor allem durch das gute Verhältnis zwischen dem französischen Staatspräsidenten und dem deutschen Bundeskanzler symbolisiert – wer kennt nicht die Polit-Paare: die Mitbegründer des Elysée-Vertrags Charles de Gaulle und Konrad Adenauer oder François Mitterrand und Helmut Kohl, die durch ihren Handschlag von Verdun die Verbundenheit der beiden Länder vertieften. Genau ein halbes Jahrhundert währten nun die deutsch-französische Freundschaft, die mittlerweile so stabil geworden ist, dass kleine Irritationen und Meinungsverschiedenheiten die feste Partnerschaft kaum erschüttern können.Eine Freundschaft besteht auch zwischen den Drehbuchautoren des Films „Ziemlich beste Freunde“ Eric Toledano und Oliver Nakache. „Wir sind zwei Stoffe, die man zusammenmischt und die dann etwas Neues ergeben“, sagt Nakache. Ihre Freundschaft hilft den beiden dabei Misserfolge zu verkraften und Erfolge zu genießen. Ohne den jeweils anderen zu arbeiten ist für beide unvorstellbar. „Wir haben uns eingestanden, dass wir zwei nicht perfekt sind. Wir brauchen einander“, meint Toledano.Das gilt auch für Deutschland und Frankreich. Unzählige Organisationen, Projekte, Städtepartnerschaften und Austauschprogramme tragen zu der deutsch-französischen Freundschaft bei. Denn Freundschaften – ob zwischen einzelnen Personen oder zwischen ganzen Staaten – muss man pflegen, nur so können sie weiterhin den Grundbaustein für gegenseitiges Verständnis und Akzeptanz bilden.

