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Die Deutschen (2. Staffel)  | 14.11.2010  Karl der Große und die Sachsen

Der große Frankenkaiser schafft wichtige Voraussetzungen

Er galt schon bei seinen Zeitgenossen als "Vater Europas": Karl der Große (vermutlich 748-814). Viele europäische Völker haben ihre Wurzeln in der Zeit des großen Frankenkaisers. Karl der Große hat wichtige Voraussetzungen späterer Entwicklungen auf deutschem Boden geschaffen. 

Karl der Große steht in einem Lichtkegel und schaut zum Himmel.

Die Sendung

Er galt schon bei seinen Zeitgenossen als "Vater Europas": Karl der Große (vermutlich 748-814). Er schuf ein Fundament, das den Kontinent prägte.

(20.12.2010)
Professor Matthias Becher

Experten über Karl den Großen

Historiker sprechen über die Persönlichkeit Karls des Großen.

(21.05.2012)

Karls Imperium reichte von der Nordsee bis nach Mittelitalien, von Ungarn bis nach Spanien. Der Umriss erinnert an die Ausdehnung der europäischen "Sechsergemeinschaft", bestehend aus den Mitgliedsstaaten Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande, 1200 Jahre später. Der Frankenherrscher schuf nicht nur ein Imperium, er gab ihm auch eine Ordnung, setzte Ankerpunkte für eine gemeinsame religiöse und kulturelle Identität. Er wollte nicht nur Herrscher der Franken sein, sondern der gesamten römischen Christenheit. Wo er regierte, sollte auch ein Glaube die Teile seines europäischen Reiches miteinander verbinden.

Krieg gegen die Sachsen

Am Weihnachtstag im Jahr 800 wurde er in Rom zum Kaiser gekrönt. Die römische Kaiserwürde und Reichsidee gingen damit auf das fränkische Herrscherhaus über. Daran konnten später die ostfränkischen und dann die deutschen Könige anknüpfen.

Die Grundlage für ein späteres Reich der Deutschen schuf Karl auch durch seine Eroberungen in der Mitte Europas. Dreißig Jahre lang hatte er Krieg gegen die Sachsen geführt, bis er sie schließlich blutig unterwarf und zwang, Christen zu werden. Mit ihrer Eingliederung verschob sich der Schwerpunkt des Frankenreichs nach Osten.

Otto erhält die Kaiserkrone

Nachdem sich das Imperium Karls ein Jahrhundert später endgültig in ein West- und in ein Ostreich geteilt hatte, waren es ausgerechnet die Nachfahren der einst heidnischen Sachsen, die Macht, Willen und Einfluss genug besaßen, um in die Fußstapfen des großen Karolingers zu treten. So erwarb Otto der Große als von den deutschen Stämmen gewählter "ostfränkischer" König die Kaiserkrone und legte damit den Grundstock zur Entwicklung der römisch-deutschen Tradition.

Sendungsinformationen

Film von Werner Biermann

Wissenschaftl. Beratung: Prof. Dr. Stefan Weinfurter
Hauptdarsteller: Jens Schäfer (Karl der Große)
Zoltan Butuc (Widukind)

14.11.2010

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