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Feiertage  | 18.04.2014  Alter (er-)leben!

Dietrich Grönemeyer - Leben ist mehr! am Karfreitag

Die Freunde sind fast alle gestorben, der Alltag wird immer mühsamer. Doch auch mit ihren 100 Jahren lässt sie sich den Optimismus nicht nehmen: "Ich gebe nicht auf, und wenn der Rücken noch so weh tut", sagt Hildegard B.. Auch vor dem  Tod hat sie keine Angst, soll er doch kommen: "Ich sage mir immer: Es kommt doch jeder durch. Andere schaffen es auch, dann wirst du es ebenfalls schaffen", erzählt die vor Leben sprühende 100-Jährige Dietrich Grönemeyer. 

Charles E.

"Leben ist mehr!" am Karfreitag

Sehen Sie den Film in voller Länge in der Mediathek!

(18.04.2014)
Dietrich Grönemeyer besucht die 100-jährige Hildegard B.

Bilderserie zur Doku

(18.04.2014)

Dietrich Grönemeyer möchte am Karfreitag erfahren, wie alt gewordene Menschen ihr Leben meistern - und dem Tod mutig und versöhnlich entgegentreten. Dabei begegnet er auch dem Schweizer Charles E.. Der darf sich nicht nur "fittester 94-Jähriger der Welt" nennen - er lebt auch so sportlich und gesund, dass mancher junge Bursche gegen so viel Motivation und Power schnell alt aussieht. "Die meisten in meinem Alter sollten so gesund sein. Dass sie es nicht sind, ist doch grotesk."

Im Alter ganz bewusst leben

Wie bewältigen alte Menschen ihr Leben? Was ist unwichtig, was wichtig für sie geworden? Wie kann man die letzten Jahre lebensfroh gestalten? Fragen wie diesen geht Dietrich Grönemeyer zum Karfreitag nach. Er besucht zwei alte Menschen, die die späten Jahre nicht nur hinnehmen, sondern ganz bewusst nutzen. Jeder auf seine Art: Hildegard B. lebt noch immer in ihrer kleinen Wohnung, doch ihre Möglichkeiten sind mit den Jahren nicht gerade gewachsen: "Die Kraft geht einfach weg", sagt sie. Aber

Hildegart B. und Charles E. im Interview

Hildegard B. über Glauben und Hoffen

zdf.de

Charles E. zum Potenzial alter Menschen

Charles E.
die ältere Dame lässt sich nicht unterkriegen. Selbstständigkeit ist ihr wichtig. Optimismus ihr Antrieb. Selbst, wenn nur noch kleine Ausflüge drin sind: Auch wenig kann schön sein. "Abends denke ich oft: Ja, es ist ein schöner Tag gewesen. Und ich freue mich einfach, dass ich ihn erleben durfte."

Ganz anders geht Charles E. das Leben im Alter an. Dietrich Grönemeyer begegnet dem superrüstigen Rentner in dessen Heimat bei Zürich. Und zwar da, wo der 94-Jährige am häufigsten zu finden ist: im Fitnessstudio. Der 1919 geborene Charles E. hat erst mit 85 mit dem Bodybuilding begonnen. "Ich jage nicht der Jugend nach", die sei Geschichte. "Was ich erstrebe, ist Gesundheit", sagt der ehemalige Zahnarzt, der ganz bewusst gegen den Strom schwimmt. Oft kann er nur mit dem Kopf schütteln: "Menschen werden glauben gemacht, dass das Leben nach 65 durch ist." Charles E. beweist das Gegenteil: Mit 78 gewann er sein erstes internationales Ruderrennen, mehr als 100 Titel sollten folgen. Und, keine Frage, noch heute geht er regelmäßig auf den Zürichsee, um zu trainieren. Mit 85 spürte er es - der Körper, wollte nicht mehr so wir früher. Doch Charles E. nahm es nicht einfach hin, sondern ließ die Muskeln spielen. Zeit fürs Fitnessstudio! "Wenn man in hohem Alter Bodybuilding beginnt, hat man nicht nur mehr Jahre Leben vor sich, sondern auch mehr Leben in den verbleibenden Jahren", eine nicht gerade alltägliche Einstellung.

Zwei Wege, zwei Menschen

Dietrich Grönemeyer begleitet die beiden, fragt und hört zu. Am Ende wird der neue Anfang gesucht. Ob mit Gelassenheit oder scheinbar grenzenloser Energie - es gibt viele Möglichkeiten, das Leben im hohen Alter zu meistern. Auch der christliche Feiertag Karfreitag, an dem es um Leben und Tod geht, bekommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung.

18.04.2014

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Stichwort: Karfreitag

Hoher Feiertag für Protestanten

Für evangelische Christen ist der Karfreitag einer der wichtigsten Feiertage des Jahres. An diesem Tag denken sie an das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz. Der sogenannte Kummer-Feiertag beendet die Karwoche. Die Karwoche beginnt bereits nach dem Palmsonntag, also eine Woche vor dem eigentlichen Osterfest, und schließt den Gründonnerstag wie den Karsamstag mit ein.

Erinnerung ans letzte Abendmahl

Dabei erinnert der Gründonnerstag an das letzte Abendmahl, das Jesus mit seinen zwölf Jüngern gefeiert hat. In der Nacht zum Sonntag warten die Christen bis zum frühen Morgen auf Ostern. Das ist für die Gläubigen der Tag, an dem Jesus von den Toten auferstanden ist. Zu Ostern endet die sogenannte Fastenzeit, die 40 Tage vor Ostern, am Aschermittwoch begonnen hat.

Fasten und keine Kirchenglocken

Viele Christen fasten am Karfreitag oder nehmen keine Fleischprodukte zu sich. In der katholischen Kirche gibt es die Tradition, nur einmal am Tag zu essen, um für den ganzen Tag gesättigt zu sein. Nach christlicher Lehre sollte an diesem Tag sogar weder gegessen, noch getrunken werden. Generell läuten am Karfreitag auch keine Kirchenglocken. In manchen Regionen werden Holzklappern oder Altarschellen verwendet.

Passionsgeschichte im Mittelpunkt

Die Karfreitagsgottesdienste haben traditionell einen traurigen Charakter, bei der die Passionsgeschichte im Mittelpunkt steht. Aus diesem Grund verzichtet man auch auf das "Halleluja". Erst am Ostersonntag kehrt die feierliche und festliche Stimmung in die Gotteshäuser zurück. Die Karfreitagliturgie gehört zu den ältesten, die überliefert sind. Dazu gehört auch, dass ein Kreuz in die Kirche getragen wird.

Leidensweg bis heute ein Thema

Neben Ostern ist der Karfreitag der bekannteste Feiertag. Bedeutende Künstler und Schriftsteller haben das Thema aufgegriffen. Der Leidensweg Jesu wurde auch mehrfach verfilmt. Von daher ist er in der Kultur des christlichen Abendlandes sehr präsent, so dass selbst nicht religiöse Menschen die Geschichte der Kreuzigung Jesu kennen und wissen dass er verurteilt, ans Kreuz genagelt und ins Grab gelegt wurde. Der Karfreitag ist in allen deutschen Bundesländern ein Feiertag, an dem die Geschäfte geschlossen bleiben.

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