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Doku-Reihe  | 31.07.2014  Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Elefanten

Krieg ums Elfenbein

Nach Orang-Utans, Eisbären, Gorillas und anderen gefährdeten Tierarten widmet sich der prominente Naturschützer Hannes Jaenicke den Elefanten und dem blutigen Krieg um ihre Stoßzähne, der jährlich 40.000 Dickhäutern das Leben kostet. Wenn die massive Wilderei nicht gestoppt wird, wird es in weniger als zehn Jahren keine Elefanten mehr auf dem afrikanischen Kontinent geben. Im Anschluss an die bewegende Dokumentation war der engagierte Schauspieler einer der Talkgäste in der "log in"-Sendung live aus Berlin zu dem Thema "Kein Herz für Tiere: Mehr Rechte für Elefanten, Küken & Co.?" 

Unterwegs in den Nationalparks von Kenia

Hannes Jaenicke trifft engagierte Menschen, die alles daran setzten, um die Ausrottung der Elefanten zu verhindern.

(31.07.2014)

Hannes Jaenicke & Birgit Braun zu Gast

In seinem aktuellen Projekt engagiert sich Hannes Jaenicke für Elefanten. Artenschützerin Birgit Braun setzt sich schon seit langem für die Rechte der Dickhäuter ein.

(28.07.2014)
Elefant

Dickhäuter in Gefahr

Elefanten sind die größten an Land lebenden Säugetiere. Ihr Körper weist eine Reihe von Besonderheiten auf, mit denen sie sich im Laufe der Jahrhunderte an ihre Umwelt angepasst haben.

(31.07.2014)
Elefantengruppe

Vom Aussterben bedroht

Durch die zunehmende Wilderei könnten Elefanten bald ganz von der Erde verschwinden. Dr. Daphne Sheldrick kümmert sich in ihrem Elefantenwaisenhaus um die kleinen Elefanten, die ihre Eltern verloren haben.

(31.07.2014)

Schauspieler Hannes Jaenicke macht sich auf die Reise nach Kenia mit vielen Fragen im Gepäck: Warum hat die Wilderei ein so beispielloses Ausmaß erreicht, wie konnte es so weit kommen? Und – was können wir dagegen tun?

Gier nach Elfenbein

Jaenickes erste Station ist eine einmalige Einrichtung: das Waisenhaus des "David Sheldrick Wildlife Trust". Diese Stif­tung ist die weltweit erfolgreichste Rettungs- und Auswilderungs­station für Elefantenwaisen. In der Auf­fangstation werden die Kleinen wieder aufgepäppelt und auf ein Leben in der Wildnis vorbereitet. Doch welche Zukunft wird sie nach ihrer Auswilderung erwarten? Wird auch ihnen die Gier nach Elfenbein zum Verhängnis?

Interviews mit den Tierschützern (eng.)

Wie es heute um die Elefanten steht

Krimineller Elfenbeinhandel

Ian Douglas-Hamilton ist einer der angesehensten Elefantenforscher der Welt. Mit Hannes Jaenicke spricht er über die Wilderei, den Elfenbeinhandel und über die Erhaltung der Elefanten.

Traumatisierte Elefantenwaisen

Dr. Daphne Sheldrick betreibt ein Elefantenwaisenhaus am Stadtrand von Nairobi. Mit Hannes Jaenicke spricht sie über das schwierige Aufziehen von verwaisten, traumatisierten Elefantenkindern, die ihre Eltern durch Wilderer verloren haben.

Über die Gefühle von Elefanten

Ein beeindruckendes Erlebnis

Wie Elefanten miteinander kommunizieren

Kauft kein Elfenbein!


Die Stoßzähne der Dickhäuter haben schon sein Menschenge­denken Begehrlichkeiten geweckt, doch noch nie war die Gewinn­spanne so hoch wie heute. In China gilt Elfenbein als Statussym­bol, und die wachsende Kaufkraft der chinesischen Mittelschicht blättert nur zu gerne Tausende von Euro für kleine Elfenbein-Schnitzereien hin. An einem geheimen Ort in Kenia trifft Hannes Jaenicke einen, der den Markt beliefert: ein Wilderer, der unum­wunden zugibt, an die 100 Elefanten getötet zu haben. Von ihm will Jaenicke mehr über die Strukturen des Marktes wissen. Wo kommen die Waffen her? Wer sind seine Auftraggeber? Wie wer­den die Stoßzähne außer Landes geschafft? Schnell wird klar, dass dieses Geschäft ähnlich brutal und skrupellos wie der glo­bale Drogen- oder Waffenhandel ist.

Hoffnung für die Grauen Riesen

Solange es eine so immense Nachfrage für Elfenbein gibt, wird auch Jagd auf Elefanten gemacht werden. Doch noch gibt es Hoffnung für die Grauen Riesen. Auf seiner Reise durch Kenia trifft Hannes Jaenicke engagierte Tierschützer, Wissenschaftler und Wildhüter. Er spricht mit lokalen Bauern, deren Felder von Elefanten geplündert werden, und lernt in einem einmaligen Pro­jekt, wie kleine Honigbienen die größten Landsäugetiere der Welt von der Ernte fernhalten.

Auf der Suche nach Antworten trifft Hannes Jaenicke auch den renom­mierten Elefantenforscher Iain Douglas-Hamilton. Seit Jahrzehn­ten widmet er sein Leben der Erforschung und damit dem Schutz der Dickhäuter. Ausgestattet mit Spezialkameras wird Jaenicke im Samburu Nationalpark außergewöhnliche und span­nende Einblicke in das Familienleben und die Sozialstrukturen von Elefanten bekommen. Die faszinierenden Kameraaufnahmen beweisen einmal mehr die enorme Intelligenz der grauen Riesen.

Eigenwillig, brisant und informativ

Interview und Drehbericht

"Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Elefanten" ist mehr als nur eine Tierdokumentation: Sie ist eigenwillig, brisant und informativ. Mit Hilfe hochwertiger 3D-Computeranimationen wird unter anderem erklärt, auf welch ungewöhnliche Art Elefanten kommunizieren, warum die Dickhäuter ohne Stoßzahn nicht überleben können und warum Elfenbein mit Plastik vergleichbar ist.


Zusätzlich kommen Kamera-Techniken zum Einsatz, die außer­gewöhnliches Bildmaterial liefern: Ob ferngesteuerte Minikameras oder fliegende Oktokopter – die atemberaubenden Aufnahmen rücken Elefanten in ein völlig neues Licht. Doch am Ende geht es um mehr als das perfekte Bild, sondern den Erhalt einer einmali­gen Spezies. Die Botschaft des Films ist klar: Uns muss das Leben eines Elefanten mehr wert sein als sein Tod.

Preisgekrönte Tierdoku

Am 26. Juli wurde die aufwändige Dokumentation in Ludwigsburg mit dem "NaturVision Sonderpreis" ausgezeichnet. "Eine Sendung, die aufrüttelt, berührt und auch die Hoffnung gibt, dass jeder von uns etwas dazu beitragen kann, die Schätze dieser Erde zu bewahren", so begründen die beiden Leiter des "NaturVision Filmfestivals" Dr. Kay Hoffmann und Ralph Thoms die Vergabe dieses Sonderpreises.

Im Anschluss an die Ausstrahlung der Dokumentation war Hannes Jaenicke im ZDF zu Gast in der interaktiven Talkrunde "log in – Kein Herz für Tiere: Mehr Rechte für Elefanten, Küken & Co.?", die von Wolf-Christian Ulrich und Sandra Rieß moderiert wird. An der Diskussion live aus dem ZDF-Hauptstadtstudio nahmen auch der Kulturjournalist und leidenschaftliche Jäger Eckhard Fuhr, Autorin und Tierrechtlerin Hilal Sezgin, Heiko Terno, Vizepräsident des Bauernverbandes Brandenburg, sowie ZDF-Moderatorin Dunja Hayali teil.

31.07.2014

Sendungsinformationen

Donnerstag 31.07.2014, 22:15 - 23:00 Uhr

VPS 31.07.2014, 22:15 Uhr


Länge: 45 min.

Dokumentation, Deutschland, 2014

Wiederholung 

Do: 31.07.2014, 03:15 Uhr Nachtprogramm (VPS 01.08.2014, 03:15 Uhr)

Über die Doku und ihre Protagonisten

Saba Douglas-Hamilton

Saba Douglas-Hamilton

Saba Douglas-Hamilton ist Biologin, Umweltschützerin, Fern­sehmoderatorin, Dokumentarfilmerin, Ehefrau und Mutter. In Kenia ist sie geboren und aufgewachsen. Schon seit ihrer frü­hesten Kindheit hat sie ein besonderes Verhältnis zu Elefanten. Sie ist mit ihnen groß geworden. Nach ihrem Studium in Großbri­tannien setzt die charismatische Biologin ihr Wissen gezielt zum Schutz der Umwelt und der Tiere Afrikas ein.

Iain Douglas-Hamilton

Iain Douglas-Hamilton und Hannes Jaenicke

Der 1942 in Schottland geborene Iain Douglas-Hamilton ist einer der angesehensten Elefantenforscher der Welt. Schon in seiner Jugend weiß er, dass er in Afrika wohnen will. Seinen Studien­gang – Zoologie – hat er entsprechend ausgewählt. Und sein Traum ist in Erfüllung gegangen. In den 60er Jahren reist er nach Afrika, lebt jahrelang unter wilden Elefanten, schreibt Bücher und dreht Dokumentarfilme über die Grauen Riesen. Douglas-Hamil­ton ist der Pionier der Elefantenforschung. Erst durch seine Stu­dien ist bekannt, dass Elefantenherden weibliche Gesellschaften sind und von einer Leitkuh und keinem Bullen angeführt werden. Außerdem trugen seine gesammelten Daten wesentlich dazu bei, dass das Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen CITES 1989 den Handel von Elfenbein verbot.

Bis heute erforscht Iain Douglas-Hamilton mit seiner Organisation "Save the Elephants" das Verhalten von Elefanten und ist eine der gewichtigsten Stimmen im globalen Kampf für die Erhaltung dieser Spezies. Die gemeinnützige Organisation wurde 1993 von Douglas-Hamilton gegründet. Mit Hilfe von Spendengeldern erforscht sie die Wanderwege, Sozialstrukturen und Verhaltens­weisen der Tiere. Durch ihre erhobenen Daten ist es möglich, effektiven Elefantenschutz zu planen und zu betreiben. Das For­scherteam von "Save the Elephants" engagiert sich auf internatio­naler aber auch auf lokaler Ebene.

Dr. Daphne Sheldrick

Dr. Daphne Sheldrick und Hannes Jaenicke

Dr. Daphne Sheldrick wurde 1934 als Tochter eines Farmers in Kenia geboren. Im Alter von drei Jahren brachten ihr Farmarbei­tern ein verwaistes Wildtier. Daphne zog es groß.

Seit 1977 engagiert sie sich mit dem "David Sheldrick Wildlife Trust" für verwaiste Jungtiere in Kenia. Die gemeinnützige Orga­nisation trägt den Namen ihres verstorbenen Mannes, dem berühmten Naturschützer David Sheldrick. Sie betreibt das Ele­fantenwaisenhaus am Stadtrand von Nairobi. Die meisten der verwaisten Tierbabys haben ihre Mütter an die Wilderei verloren. Ohne die Fürsorge der Pfleger könnten die Kleinen nicht überle­ben. Hier werden sie gefüttert und aufgezogen – bis sie nach etwa fünf bis zehn Jahren in die Wildnis zurückkehren können.

Neben dem Waisenhaus in Nairobi betreibt der "David Sheldrick Wildlife Trust" noch zwei Auswilderungsstationen im Tsavo Natio­nalpark, verfügt über vier mobile Tierarzt-Teams und acht Anti-Wilderer-Einheiten. Insgesamt beschäftigt die Stiftung über 200 Leute in ganz Kenia. All das wird ausschließlich durch privaten Spenden und Tier-Patenschaften finanziert. Die Elefantenbabys im Nairobi Waisenhaus spielen dabei eine wichtige Rolle. Täglich dürfen Touristen das Camp für eine Stunde besuchen. Die umge­rechnet drei Euro Eintritt und die Patenschaften, die viele Besu­cher anschließend übernehmen, sichern das Futter für die Ele­fanten, die Instandhaltung der Bauten und die Gehälter der Mitar­beiter.

In ihrer Aufzuchtstation vor den Toren Nairobis werden nicht nur Elefantenwaisen rund um die Uhr von Pflegern betreut, auch Antilopen, Zebras oder kleine Nashörner bekommen hier eine zweite Chance.

Doch berühmt geworden ist Daphne Sheldrick als "Mutter der Elefanten". Sie und ihre Mitarbeiter konnten über 300 Elefanten­babys das Leben retten und sie auf ein Leben in der Wildnis vor­bereiten.

Redaktionsleiter Georg Graffe über die Doku

Wir alle kennen Reportagen und Dokumentationen, die sich kri­tisch bezüglich unserem Umgang mit der Natur, mit Pflanzen und Tieren auseinandersetzen. Es ist die Rede von Zerstörung, Arten­verlust und Leid. Diese Filme sind wichtig und notwendig in einer Welt, die von rücksichtsloser Gewinnmaximierung und Wachstum regiert wird.

Mit der Dokumentation "Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Elefan­ten" versuchen wir, einen anderen Weg zu beschreiten. Im Vor­dergrund steht die Faszination für die beeindruckenden Lebewe­sen, die in ihrem Bestand heute ernsthaft bedroht sind. Stellver­tretend für die Zuschauer reist Hannes Jaenicke nach Kenia. Der Schauspieler, der einem breiten Publikum als engagierter Umweltschützer bekannt ist, besucht zusammen mit den weltweit bekanntesten Elefantenschützern und Wissenschaftlern die Grauen Riesen in der Savanne Samburus. Und er trifft die kenia­nischen Tierpfleger bei ihrer Arbeit im Elefantenwaisenhaus von Nairobi. Vor allem aber begegnet Hannes Jaenicke Elefanten. In schönen und anrührenden Bildern erzählt der Film von ihren engen Familienbanden, von ihrer Fähigkeit, Freude und Trauer zu empfinden, von ihren unglaublichen Sinnes- und kognitiven Leistungen.

Aber noch nie war das Überleben der großen Säugetiere so gefährdet wie heute. Die Gier nach Elfenbein vor allem in Asien, die hohen Gewinnspannen auf dem Schwarzmarkt und die Armut in Afrika werden den Elefanten zum Verhängnis. Wir begleiten Hannes Jaenicke, wenn er auf dem Flughafen Nairobi den Weg des Elfenbeinschmuggels in die Welt verfolgt, mit einer Anti-Wil­derer-Brigade unterwegs ist oder einen ehemaligen Wilderer interviewt.

Sendung am 31.07.2014; 23:00 Uhr |

"Kein Herz für Tiere: Mehr Rechte für Elefanten, Küken & Co.?"

Der interaktive Politiktalk [mehr]

Weitere Links zum Thema

  • Save the Elephants

    Die Zukunft von Elefanten zu sichern, hat sich Save the Elephants (STE) zur Aufgabe gemacht. LINK

  • David Sheldrick Wildlife Trust

    Im Elefantenwaisenhaus des David Sheldrick Wildlife Trust finden Elefantenbabys ein neues Zuhause. LINK

  • The Elephants and Bees Project

    Wie mit Hilfe von Bienen Elefanten und Menschen konfliktfrei miteinander leben können. LINK

  • Das ZDF ist für Inhalte externer Internetseiten nicht verantwortlich

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