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Doku-Serie  Der Haustier-Check

Welches Tier passt zu mir?

Die Tierexpertin Kate Kitchenham begleitet Familien und Singles, Berufstätige und Rentner auf ihrem Weg zum neuen tierischen Mitbewohner. Nicht jeder ist als Halter für jedes Tier geeignet. Schließlich muss der neue Mitbewohner mit seinen speziellen Haltungsanforderungen zum Lebensstil und den Bedürfnissen des zukünftigen Besitzers passen. Kate Kitchenham stellt den Ratsuchenden unterschiedliche Tierarten und Rassen vor und bringt ihnen verschiedene Punkte der Tierhaltung näher. Am Ende jeder Folge steht meistens fest, welches Tier bei wem einzieht. Nach dem Erfolg der ersten sechs Teile der Doku-Serie 2014 sendet das ZDF zehn weitere Folgen ab 28. Juni 2015. 

Screenshot aus

Welches Tier passt bei Allergikern?

Aline, Klaus und ihr Sohn Jordi bitten Tierexpertin Kate Kitchenham um Hilfe. Jordi wünscht sich einen Hund, die Eltern haben aber eine Haustierallergie. Fische könnten ein Tier für Allergiker sein.

(27.07.2014)
Wohlfühl-Umgebung für Kaninchen

Wer kann's am besten mit Senioren

Ingrid arbeitet in einem Altenheim und möchte den Senioren mit einem Hund Freude bereiten. Aber welcher Hund eignet sich? Lisa und Hauke suchen ein kleines Tier. Tierexpertin Kate Kitchenham berät.

(20.07.2014)
Familie Rowlands lernt Hundewelpen kennen

Welche Rasse, welcher Welpe?

Familie Rowlands wendet sich an Tierexpertin Kitchenham: Töchterchen Jayda wünscht sich ein Hundewelpe. Auch Frank Bäumer lässt sich beraten: Er möchte einen Hund - aber welche Rasse passt zu ihm?

(13.07.2014)

Natalie Müller-Elmau

Wir lieben sie einfach, unsere tierischen Begleiter. In mehr als zwölf Millionen deutschen Haushalten teilen Menschen ihren Alltag mit rund 23 Millionen Vierbeinern, Vögeln, Insekten, Reptilien oder auch Fischen. Sie sind häufig vollintegrierte Familienmitglieder, sind unsere Spielpartner, Vertraute, spenden Trost. Sie bekämpfen unsere Einsamkeit, passen auf uns auf und geben vor allem ganz viel Lebensfreude.

Aber wie findet man diese perfekte tierische Ergänzung im Leben? Wie finde ich heraus, welches Haustier zu mir passt? Reicht die Liebe auf den ersten Blick? Was muss bedacht und vorbereitet werden? Die Entscheidung für Hund, Katze, Kaninchen oder Wellensittich will wohl überlegt sein, da viele Haustiere ein beachtliches Alter erreichen. Die Entscheidung für einen tierischen Hausgenossen ist oft eine Entscheidung mit viel Verantwortung für viele Jahre.

Vom Hausschwein zum Familienhund

Haustier-Expertin Kate Kitchenham hilft dabei. Sie weiß genau, was alles schief gehen kann im Verhältnis zwischen Tier und Mensch. In der ZDF-Reihe "Der Haustier-Check" hilft sie Familien und Singles, Berufstätigen und Rentnern ihre jeweiligen Bedürfnisse zu ergründen und den idealen Begleiter zu finden. Schnell wird klar, dass es oft gar nicht so einfach ist, den Wunsch nach einem Haustier zu erfüllen. Am Ende jeder Folge steht meistens fest, welches Tier bei wem einzieht. Möglicherweise wird aber auch aus dem ersehnten Hausschwein der passendere Familienhund. Und mancher muss durch Kate Kitchenhams Beratung lernen, dass der individuelle Haustierwunsch leider überhaupt nicht zu den aktuellen Lebensumständen passt.

Der "Der Haustier-Check" erzählt echte Geschichten von echten Menschen – kurzweilig, emotional und mit jeder Menge interessanter Informationen zum Umgang mit Haustieren. Alle diese Geschichten haben eines gemeinsam: Die Liebe zu Tieren.

Die sechs Folgen der ersten Staffel

Folge 1

Kate Kitchenham berät zum Thema

In der ersten Folge sucht Ursula Rat bei Kate Kitchenham. Die Schauspielerin aus Solingen wünscht sich einen Tibet Terrier. Was es bei dieser speziellen Rasse zu bedenken gibt, führt die Tierexpertin an einigen konkreten Beispielen deut­lich vor Augen. Ob der Wunsch schließlich in Erfüllung gehen kann, wird sich zeigen.

Ein Minischwein - das ist Christians großer Haustierwunsch. Im zweiten Fall besucht Kate Kitchenham ihn und seine Freundin Anja. Schnell wird deutlich, dass das junge Paar keine Vorstel­lungen hat, welche Anforderung die Haltung eines Minischweins an den Besitzer stellt. Kate nimmt die beiden mit zu einer Tier­schützerin des Vereins "Schweinefreunde e. V.". Ganz schnell wird Christian klar, dass die Idee, ein Minischwein in seiner Woh­nung zu halten, nicht zu realisieren ist. Aber Kate hat einen ande­ren Vorschlag.

Marleen aus Berlin möchte nicht länger alleine leben. Ihr Hund ist vor kurzem gestorben, jetzt möchte sie ihre Wohnung mit einer Katze teilen. Kate Kitchenham kann Marleen überzeugen, dass sich Wohnungskatzen in Gesellschaft eines Artgenossen sehr viel wohler fühlen als alleine, insbesondere wenn Marleen den ganzen Tag berufstätig ist. Was die spannende Beschäftigung der Stubentiger betrifft, hat Kate Kitchenham einen ganz besonderen Vorschlag.

Folge 2

Kate Kitchenham, Tanja Kaudasch und ein Mops

"Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos", sagte einst Vicco von Bülow alias Loriot. Dieser Meinung möchte sich Tanja gerne anschließen, doch noch ist sie "mopsfrei". Das soll sich nun ändern, und so sucht die Dortmunderin in der zwei­ten Folge von "Der Haustier-Check" Rat bei Kate Kitchenham. Die stellt der selbstständigen Ladenbesitzerin die kleine, kompakte und freundliche Hunderasse genauer vor. Dabei verschweigt die Tierexpertin nicht, dass manch überzüchteter Mops mit gesund­heitlichen Problemen zu kämpfen hat. Aber natürlich weiß Kate Rat: Durch neue Zuchtkriterien ist es durchaus möglich, gesunde, agile und sportlich-aktive Möpse zu züchten. Wird also schon bald ein solch kleiner Wonneproppen bei Tanja Kaudasch einziehen?

In Siegburg trifft sich Kate Kitchenham mit Alina. Die junge Frau träumt seit drei Jahren von einer Katze. Doch bei die­sem Thema hat ihr Vater Hansjörg noch ein Wörtchen mitzure­den. Die Verantwortung, möglicher Dreck, Kratzspuren im Sofa und Anschaffungskosten sind seine Hauptargumente gegen einen neuen Mitbewohner. Die Haustier-Expertin Kate macht den Check: Was kosten Katzenklo und Co wirklich, wie viel Zeit muss man für einen schnurrenden Hausbewohner einplanen, und wie bleibt das Mobiliar verschont? Doch nicht nur nüchterne Fak­ten sollen den Vater umstimmen: Kate organisiert ein Treffen mit schnurrenden Samtpfoten. Alinas Herz schmilzt dahin, doch können die sanften Katzen auch das des skeptischen Siegburgers gewinnen?

Noch einmal trifft sich Kate Kitchenham mit Christian und Anja. Nachdem dem jungen Paar klar geworden ist, dass ihr Wunsch nach einem Minischwein nicht zu realisieren ist, geht es jetzt um eine Alternative. Anja wünscht sich seit langem einen Hund. Zusammen mit der Tierexpertin wird vor allem das Zeitmanagement von Anja und Christian kritisch unter die Lupe genommen. Am Ende findet Kate Kitchenham eine Lösung, die perfekt zum Leben der jungen Leute passt.

Folge 3

Familie Rowlands lernt Hundewelpen kennen

In der dritten Folge von "Der Haustier-Check" wendet sich eine Familie aus Minden an Kate Kitchenham. Töchterchen Jayda fehlt eines zum Glück: ein Hundewelpe. Die Eltern des vierjähri­gen Mädchens bieten dazu mit Haus und Garten gute Vorausset­zungen für die Anschaffung. Doch Kate Kitchenham zeigt der Fa­milie beim Welpentraining, dass gerade die Erziehung des neuen Mitbewohners ein Hauptthema sein wird. Denn um einen perfekten Familienhund zu bekommen, reicht ein bisschen Gassigehen nicht aus. Was beim Welpenkurs wie ein lustiges Spiel aussieht, ist aufwändiges Training, zu dem man viel Geduld, Zeit und Disziplin braucht. Die Familie gerät ins Grübeln, ob sie Jayda den Wunsch nach einem kleinen Hund erfüllen können.

Im folgenden Fall sucht Frank Rat bei der Haustier-Expertin. Er möchte gerne einem Hund ein Zuhause geben, weiß aber noch nicht genau, welche Rasse ihm am besten gefällt. Wichtig ist ihm vor allem, dass der Vierbeiner sportlich, freundlich und bürotauglich ist. Um dem aktiven Frank verschiedene Hunderassen vorzustellen, besucht Kate mit ihm einen Agility-Kurs, wo sportliche Hunde ihre Beweglichkeit und Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Frank ist von den lebendigen Vierbeinern begeistert. Besonders ein Retriever hat es ihm angetan. Ob ein Hund dieser Rasse schon bald frischen Wind in sein Singleleben bringen kann, wird sich zeigen.

Folge 4

Wohlfühl-Umgebung für Kaninchen

In der vierten Folge wenden sich Lisa und Hauke an die Tierexpertin Kate Kitchenham. Das junge Paar wünscht sich ein Kleintier, ist aber unsicher, ob Meerschweinchen, Kaninchen oder aber vielleicht Chinchillas zu ihrem Leben passen. Kate stellt den beiden Ratsuchenden daher unterschiedliche Tierarten vor und bringt ihnen zudem verschiedene Punkte der Tierhaltung näher. Für welches Kleintier sich Lisa und Hauke dann letztendlich entscheiden, wird sich herausstellen.

Den Hund mit zur Arbeit zu nehmen, das wünschen sich viele Tierfreunde. So auch Ingrid und Jörg aus Köln, die gerade auf der Suche nach einem passenden Vierbeiner sind. Ingrid arbeitet in einem Altenheim und möchte den Senioren mit ihrem neuen tierischen Mitarbeiter Gesprächsthemen und Freude bereiten. Das Paar ist allerdings unsicher, welche Hunde­rasse sich für den Job und als privater Hausgenosse eignet. Kate Kitchenham weiß, welche Hunde dafür in Frage kommen und wie umfangreich eine Ausbildung für Besuchshunde ist. Sie lädt das Paar daher zu einem besonderen Training ein. Hier können Ingrid und Jörg hautnah die "dogs with jobs" erleben.

Folge 5

Screenshot aus

In der fünften Folge "Der Haustier-Check" bitten Aline, ihr Freund Klaus und ihr vierjähriger Sohn Jordi Tierexpertin Kate Kitchenham um Hilfe. Der Junge wünscht sich sehnlichst ein Haustier. Am liebsten hätte Jordi einen Hund, aber das Paar hat eine Haustierallergie. Reptilien oder Fische könnten ein Haustier für Allergiker sein. Doch das kommt für die kleine Familie nicht in Frage. Aber Kate weiß Rat: Sie stellt den dreien eine Alternative vor und hat am Ende sogar eine kuschelige Überraschung für Jordi.

Im zweiten Fall wenden sich Janita und Dennis an Kate Kitchenham. Ihr Zwergkaninchen "Sir Cedric" soll Gesellschaft bekommen. Doch welches Kaninchen passt zu dem dreijährigen Tier: ein zweiter Rammler, ein süßes Kaninchenbaby oder doch besser ein Weibchen? Sollte der zukünftige Partner älter oder jünger sein, und akzeptiert "Sir Cedric" als langjähriger Single überhaupt noch einen Artgenossen? All das sind Fragen, die die Haustierexpertin dem jungen Paar beantworten kann. Und am Ende findet sie ein Kaninchen, das von Alter, Geschlecht und Charakter zu "Sir Cedric" passen könnte.

Folge 6

In der sechsten und vorerst letzten Folge von "Der Haustier-Check" trifft Kate Kitchenham noch einmal Lisa und Hauke. Das junge Paar wünschte sich ein kleines, kuscheliges Tier. Dank Kates Beratung haben die beiden nicht nur ihre Traumtierart Kaninchen gefunden, sondern mit "Toska" und "Sven" gleich zwei Langohren, denen sie ein neues Zuhause geben wollen. Die zwei Widderkaninchen sind mittlerweile bei Lisa und Hauke eingezogen. Das Paar plant nun ein Außengehege, steht aber vor der Frage, wie das neue Langohr-Traumzuhause kaninchengerecht gestaltet werden kann. Mit dieser und anderen Fragen rund um ihre neuen Mitbewohner "Toska" und "Sven" wendet sich das Paar erneut an Kate.

Steffie wünscht sich seit vielen Jahren sehnlichst einen Hund. Ihr Freund Andreas ist zwar absoluter Hundeanfänger, kann sich aber das Zusammenleben mit einem Vierbeiner sehr gut vorstellen und möchte seiner Steffie diesen Wunsch gern erfüllen. Das Paar bittet deshalb Kate Kitchenham um Rat. Sie soll bei der Suche nach der richtigen Rasse helfen. Die zwei wünschen sich einen sportlichen, eleganten und schönen Hund, gern auch aus dem Tierheim. Die Hundefachfrau empfiehlt Steffie und Andreas die Rasse Dalmatiner und kann den beiden sogar einen vielversprechenden Kandidaten vorstellen: den Dalamatiner-Rüden Floyd. Er ist vier Jahre alt, ein absoluter Sonnenschein und wartet nur ein paar Kilometer von dem Paar entfernt in einer Pflegestelle auf ein neues Zuhause. Steffie und Andreas machen sich sofort auf den Weg, um den gepunkteten Hund kennen zu lernen.

Nachdem Tierexpertin Kate Kitchenham fünf Folgen lang vielen Menschen auf dem Weg zu ihrem Traumtier helfen konnte, steht sie in der sechsten Folge auch selbst im Mittelpunkt. Die Lüneburgerin sucht einen zweiten Hund, denn ihre Erna wird langsam älter und soll bald in Rente gehen. Die Mischlingshündin hat Kate jahrelang bei ihrer Arbeit als Hundetrainerin, als Schulbegleithund und bei Vorträgen begleitet. Doch nun ist Erna dienstmüde, und Kate respektiert das. Sie macht sich also auf die Suche nach einem Hund, der zukünftig Ernas Aufgaben übernehmen kann. Durch Zufall erfährt Kate Kitchenham in ihrem Bekanntenkreis von einem "Unfall": Zwergpudeldame "Lola" hatte ein Techtelmechtel mit dem Jack-Russel-Mix "Knut". Daraus entstanden sind entzückende Hundewelpen, kleine "Jackapoos", die jetzt abzugeben sind. Ob die Haustier-Expertin unter diesen Welpen die zukünftige Nachfolgerin von Erna findet, sehen Sie in dieser Folge.

29.06.2014

Mehr Haustiere

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Sendedaten der neuen zehn Folgen 2015

Sonntag, 28. Juni 2015, 13.15 Uhr
Sonntag, 05. Juli 2015, 13.15 Uhr
Sonntag, 12. Juli 2015, 13.20 Uhr
Sonntag, 19. Juli 2015, 13.20 Uhr
Sonntag, 26. Juli 2015, 13.15 Uhr
Sonntag, 02. August 2015, 13.10 Uhr
Sonntag, 09. August 2015, 13.20 Uhr
Sonntag, 16. August 2015, 13.15 Uhr
Sonntag, 23. August 2015, 13.15 Uhr
Sonntag, 06. September 2015, 13.15 Uhr

Interview mit Kate Kitchenham

Die Moderatorin der Sendung

Kate Kitchenham belohnt eine Katze

Kate Kitchenham hat in Hamburg Zoologie mit dem Schwerpunkt Verhaltensforschung sowie Kulturanthropologie studiert. Ihr Stu­dium hat sie sich durch einen Job im Hamburger Tierheim finan­ziert - hier konnte sie viel praktische Erfahrung zu Umgang, Ver­halten und Pflege verschiedener Tierarten sammeln.

Seit 1999 arbeitet sie als Fachjournalistin und Fachbuchautorin. Für Fachzeitschriften liefert sie als Expertin spannende Themen aus den Bereichen Verhaltensforschung, Zucht, Erziehung und Tiermedizin. In enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern, Feldforschern, Hundetrainern und Tierärzten bereitet sie wissenschaftliche Erkenntnisse allgemein verständlich auf.

Gleichzeitig unterrichtet sie Hundehalter als "Dog-Coach", wie die aktuellen Erkenntnisse im Alltag mit Hund umgesetzt werden kön­nen - für ein besseres Zusammenleben von Tier und Mensch. Sie hält Vorträge und Lesungen und gibt Seminare in ganz Deutschland zu verschiedenen Themen rund ums Hundeverhalten.

Das Besondere am Haustier-Check

Was hat "Der Haustier-Check", was andere Tier-Ratgeber-Sendungen nicht haben?

Fast alle Tiersendungen befassen sich mit Problemen, die Haustiere – meistens Hunde – verursachen. Viele Sorgen würden aber gar nicht auftreten, wenn Menschen sich vorher über die Be­dürfnisse einer Tierart oder einer besonderen Hunderasse infor­mieren würden. Genau hier setzt "Der Haustier-Check" an: Ich berate Menschen, die gerne ein Haustier hätten, fahre zu Züch­tern oder besuche die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung. Viele Menschen haben ja völlig falsche Vorstellungen vom Zusammen­leben mit ihren Wunschtieren und von deren Bedürfnissen. Ge­prägt wird das oft durch die Medien, denn die zeigen zum Bei­spiel, wie George Clooney sein Minischwein spazieren führt, und schon möchte man auch mit so einem süßen Tier auf dem Sofa kuscheln.

Hier setzen wir an - kommen vorbei, erklären und beraten, welche Bedürfnisse das Tier hat, ob es passt und was den zukünftigen Besitzer an Zeitaufwand und Lebensumstellung erwartet. Wir be­suchen die Tiere gemeinsam, klären über die Rasse auf, zeigen wie sie leben, wie man sie glücklich macht und ob der potenzielle Besitzer ihnen all das auch wirklich bieten kann. Ansonsten ist das Haustierhalten für alle nur Stress – und das wollen wir ver­hindern. Wir wollen, dass Tier und Mensch am Ende miteinander glücklich sind.

Die Tiere der Moderatorin

Wie viele und welche Haustiere haben Sie?

Erna, eine Husky-Dalmatiner-Schäferhund-Labrador-Mischlings-Hündin, begleitet und unterstützt mich bei meiner Arbeit seit vie­len Jahren. Aber da sie schon neun Jahre alt ist, bekommt sie bald Unterstützung von einem jungen "Assistenten" - einem etwa zehn Wochen alten Jack Russel-Pudel-Welpen, der "Johnny Knoxville" heißen wird.

Wie würden Sie Erna charakterisieren? Und warum haben Sie sich mit Johnny Knoxville für einen kleineren Hund entschie­den?

Erna ist meine beste Mitarbeiterin und gute Freundin, die mir im­mer verlässlich zur Seite steht, aber auch ihre eigene Meinung hat und mir das auch zeigt – das schätze ich sehr an ihr. Aber sie wird langsam alt und hat es verdient, dass ihr Leben ruhiger wird. Für die Mischung aus Pudel und Jack Russel Terrier habe ich mich entschieden, weil diese Hunde für jeden Spaß zu haben sind, schnell lernen und alles mitmachen. Aber das ist natürlich auch eine Frage der Persönlichkeit und Erziehung.

Bei der Größe muss ich mich tatsächlich umstellen, das wird mein erster kleiner Hund. Aber das ist einfach praktisch und fair für meinen vierbeinigen Mitarbeiter, denn er muss viel mit mir reisen und darf dann mit zu mir in die Kabine.

Häufige Fehler, beste Lösungen

Was sind die drei häufigsten Fehler beim Haustierkauf?

Zum einen, wenn man unüberlegt und schnell ein Tier kauft, ohne sich über die Bedürfnisse des Tieres zu informieren.

Dann wird das Zeitmanagement meist unterschätzt. Für jedes Tier muss man Zeit einplanen, für Hunde und Katzen, die geistige Auslastung und Erziehung brauchen, umso mehr.

Zum anderen mangelt es oft an "sozialer Passung", das heißt, die eigenen Lebensumstände passen nicht zum Tier. So kommt es dann, dass zum Beispiel ein "Couch-Potatoe", der die Sonntage gerne vorm Fernseher verbringt, sich einen Husky aussucht, weil er den so hübsch findet. Oder eine alte Dame, die nicht mehr gut zu Fuß ist, verliebt sich in einen Border Collie und kann ihm nicht gerecht werden. Die Probleme sind dann vorprogrammiert - der Hund ist unterfordert, der Mensch vom Hund gestresst.

Wie sieht DIE Checkliste für angehende Haustierbesitzer aus?

  • Habe ich genug Zeit für das Tier?
  • Kann und möchte ich viel Energie in eine gute Ausbildung und/ oder die Beschäftigung des Tieres stecken?
  • Werde ich den Bedürfnissen des Tieres in meiner Lebenssituation wirklich gerecht?
  • Habe ich mich ausreichend in Büchern und bei Experten über die Bedürfnisse des Tieres informiert?
  • Bietet mein Zuhause genug Möglichkeiten für das Tier, sich zu­rückzuziehen?
  • Wer versorgt das Tier im Urlaub oder bei Krankheit?
  • Sind alle Familienmitglieder/ der Vermieter mit der Haltung eines Haustieres einverstanden?
  • Habe ich ausreichende finanzielle Mittel für den Unterhalt des Tieres sowie für die medizinische Versorgung?

Schwierige Fälle

Welche Fälle sind für Sie die schwierigsten?

Das sind sehr oft Fälle beim Hundecoaching mit Familien, die kleine Kinder haben und die Arbeit und Zeit mit einem Welpen völlig unterschätzt haben, schnell überfordert sind und dann auf­geben möchten.

Diesen Hunden und ihren Menschen zu helfen, dass sie trotz der erschwerten Bedingungen zu einem tollen Team zusammenwach­sen, ist eine Herausforderung. Aber umso schöner ist es dann, wenn man diese Hundehalter nach Jahren wiedertrifft und sie stolz sind auf den tollen Hund an ihrer Seite. Dann hat sich für diese Menschen all die Arbeit vielfach gelohnt.

Welche Tiere eignen sich gar nicht als Haustiere?

Ein Tier, das man nur haben will, weil es "besonders" ist. Häufig werden dann exotische Tiere angeschafft, die nicht artgerecht gehalten werden können. Dann fristen Wasserschildkröten ihr Le­ben in zu kleinen Becken oder hochsoziale Papageien dürfen nicht fliegen und müssen ohne Partner leben – das sind leider die Klassiker.

Ein Tier aus dem Tierheim oder lieber vom Züchter – wie sehen Sie das?

Das kann man nicht pauschal sagen. Man muss sich zunächst die Lebensumstände und Bedürfnisse der Menschen anschauen. Mit einem Ehepaar, das große Kinder hat, würde ich ins Tierheim ge­hen, wenn sie das möchten. Mit einer Familie mit kleinen Kindern, die genaue Vorstellungen hat und einen Welpen möchte, würde ich gezielter suchen.

Die Kinder wollen einen Hund. Und jetzt?

Wie reagiert man am besten, wenn die Kinder einen Haustier­wunsch haben?

Wichtig ist es, die Kinder mit ihrem Wunsch ernst zu nehmen. Das Bedürfnis, mit Tieren zusammenzuleben, ist ein natürliches Be­dürfnis des Menschen, und das ist gut, denn es kann dafür sor­gen, dass wir anderen Lebewesen respektvoll begegnen und ihre Sprache verstehen lernen.

Dann sollte man mit dem Kind zusammen das machen, was wir im "Haustier-Check" tun: die Bedürfnisse des Tieres aufzeigen und erklären, dass das Wohl des Tieres erfüllt werden muss.

Gegebenenfalls muss man auch Alternativen prüfen und Erfah­rungen sammeln, in dem man zum Beispiel erstmal den Nachbarshund ausführt und zu einem späteren Zeitpunkt ein eigenes Haustier anschafft.

Kinder können enorm von Tieren profitieren. Voraussetzung dafür ist aber, dass sie eine enge Bindung zu dem Tier haben, und die entsteht nur durch Wissen über den richtigen Umgang. Das be­deutet, dass die Verantwortung für das Tier immer bei den Eltern liegt – sie müssen die Tierhaltung so gestalten, dass sie für alle zu einer Bereicherung werden kann.

Braucht man wirklich Hundesitter?

Was halten Sie von Hundesittern? Sollte man nicht selbst die Zeit für einen Hund haben?

Auch das kann man nicht pauschal beantworten. Generell ist es gut, dass es dieses Angebot gibt, denn jeder weiß, dass sich Le­bensverhältnisse schnell ändern können und wir plötzlich auf Hilfe angewiesen sind, um den Hund behalten zu können. In dieser Situation ist es sehr hilfreich, wenn jemand sich um den Hund kümmern kann.

Aber der Markt blüht, und nicht alle Angebote sind gut, denn zur Führung mehrerer Hunde in der Öffentlichkeit ist viel Fachwissen und ein gutes Händchen nötig. Deshalb sollte man immer nach qualifizierten Hundesittern suchen. Es gibt mittlerweile eine her­vorragende Ausbildung für Dogsitter, darauf sollte geachtet wer­den. Abgesehen von der Qualität des Dogsitters kommt es aber auch auf den einzelnen Hund an. Für manche Exemplare ist es großer Stress, in einer bunt gemischten Truppe unterwegs zu sein. Für den anderen Kandidaten ist der Ausgang mit vielen Kumpels dagegen eine große Party, auf die er sich täglich riesig freut – das muss ausprobiert werden.

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