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Dokumentation  | 21.04.2014  Strafsache Jesus

Der Faktencheck mit Petra Gerster

Es ist das dramatische Finale eines einzigartigen Lebens. Im April des Jahres 30 kommt der Wanderprediger Jesus von Nazareth nach Jerusalem. Dort wird ihm der Prozess gemacht und er wird gekreuzigt. Wer war schuld am Tod Jesu? In einem "Faktencheck" rollt ZDF-Moderatorin Petra Gerster die "Strafsache Jesus von Nazareth" neu auf. 

Petra Gerster in Jerusalem auf den Spuren der Kreuzigung von Jesus

Die ganze Sendung

Die Doku in voller Länge in der Mediathek

(21.04.2014)
Einzug in Jerusalem (Spielszene)
Honorarfrei - nur für diese Sendung bei Nennung ZDF und Roland Breitschuh

Bilderserie

Erste Eindrücke aus Strafsache Jesus

(21.04.2014)

Der Mann aus Galiläa steht auf dem Höhepunkt seiner Popularität, als er in Jerusalem ankommt. Bereits beim Einzug in die Stadt feiert ihn das Volk als "Messias". Mit seiner spektakulären Vertreibung der Geldwechsler aus dem Tempelbezirk sorgt der selbsternannte Reformator für weiteres Aufsehen. Eine kalkulierte Provokation gegen den Hohen Rat der Juden? Jesus hatte die Sabbatruhe verletzt, die Speisetabus bestritten und das Gesetz Mose in Frage gestellt. Zu viel für die frommen Männer um den Hohen Priester Kaiphas. Jetzt soll kurzer Prozess mit dem "Unruhestifter" gemacht werden.

Lässt sich der Prozess rekonstruieren?

Wer war schuld am Tod Jesu? In einem "Faktencheck" rollt ZDF-Moderatorin Petra Gerster die "Strafsache Jesus von Nazareth" neu auf.
Seit Jahrhunderten besuchen fromme Pilger die angeblichen Schauplätze des Prozesses Jesu. Doch Archäologen und Historiker weisen auf zahlreiche Unstimmigkeiten hin, deuten die Widersprüche in der biblischen Überlieferung. Was ist Wahrheit, was fromme Legende? Und mit welcher Absicht erzählen die Evangelisten vom dramatischen Ende des Jesus aus Nazareth?

In Jerusalem, am historischen Tatort, geht Petra Gerster auf Spurensuche, trifft Experten, prüft Indizien im wohl bekanntesten Kriminalfall der Geschichte. "Gelitten unter Pontius Pilatus", so spricht das Glaubensbekenntnis der Christen. Welche Leiden, welche Folter hatte der Mann aus Nazareth zu ertragen vor seiner Kreuzigung? Hatte Jesus überhaupt einen ordentlichen Strafprozess? Und konnte sich der römische Statthalter Pilatus zu Recht die Hände in Unschuld waschen, wie es der Evangelist Matthäus schreibt?

Viel Hintergrundwissen über den Prozess, die Kreuzigung und die Auferstehung bieten Ihnen in der Box unten die Professorin für Sytematische Theologie Elisabeth Gräb-Schmidt, der Kirchenhistoriker Prof. Christoph Markschies, der Althistoriker Prof. Alexander Demandt und der Professor für Rechtsmedizin Michael Tsokos.

Kreuzigung und Auferstehung

Der Befreier kommt!

Prof. Gräb-Schmidt

Jesus reitet auf einem Esel nach Jerusalem. Das Bild ist den Menschen als Prophezeiung sehr bekannt - und mit höchsten Erwartungen verknüpft. Antwort von Theologin Prof. Elisabeth Gräb-Schmidt.

Auftritt im Zentrum der Macht

Prof. Demandt

Was hat Jesus dazu bewogen, ins Zentrum der Macht, Jerusalem, zu gehen? Wieso ist er nicht im friedlicheren Galiläa geblieben? Antwort von Althistoriker Prof. Alexander Demandt.

Prozess und Kreuz, eine bunte Geschichte

Prof. Markschies

Vieles von dem, was in der Bibel über die Kreuzigung berichtet wird, ist nicht historisch so geschehen. Die junge Gemeinde hat die Geschichte spannend weitererzählt. Antwort von Kirchenhistoriker Prof. Christoph Markschies.

Das Problem der toten Zeugen

Prof. Gräb-Schmidt

Als die Evangelien der Bibel aufgeschrieben wurden, waren die meisten der Zeitzeugen schon alt oder gar gestorben - und es gab viel Hörensagen. Antwort von Theologin Prof. Elisabeth Gräb-Schmidt.

Erwartungen an einen Messias

Prof. Gräb-Schmidt

Welche Erwartungen hatten Juden damals an einen Messias? Was musste der können, woran sollte man ihn erkennen? Antwort von Theologin Prof. Elisabeth Gräb-Schmidt.

Jesus - ein politischer Führer?

Prof. Gräb-Schmidt

Jesus wurde von vielen als der erwartete Messias verehrt. War das eine bloß religiöse Sache - oder verband sich damit eine politische Macht? Antwort von Theologin Prof. Elisabeth Gräb-Schmidt.

War Jesus ein Aufrührer?

Prof. Markschies

Für das römische Recht war nur wichtig: Handelt es sich bei Jesus um einen Aufständischen: Ja oder Nein. Antwort von Kirchenhistoriker Prof. Christoph Markschies

War Jesus ein Revolutionär?

Prof. Demandt

Es gibt einige Bibelstellen, die ein weit weniger friedliches Bild von Jesus zeichnen, als wir es heute meist haben. Wie ein Pazifist klingt Jesus teilweise nicht. Antwort von Althistoriker Prof. Alexander Demandt.

Die Provokation: „Ihr Otterngezücht!“

Prof. Demandt

Jesus hatte sich mit den Autoritäten seiner Zeit angelegt, sie regelrecht beschimpft und provoziert. Das berichtet auch die Bibel. Antwort von Althistoriker Prof. Alexander Demandt.

Jesus und das Handgemenge

Prof. Markschies

Was passierte bei der Verhaftung von Jesus? Antwort von Kirchenhistoriker Prof. Christoph Markschies

Ein absurdes Verhör

Prof. Demandt

Kann das Verhör, so wie es in der Bibel geschildert wird, stattgefunden haben? Und wäre Jesus mit einem einfachen "Nein!" lebend davon gekommen? Antwort von Althistoriker Prof. Alexander Demandt.

Das "Redesign" der Anklage

Prof. Markschies

Die jüdischen Autoritäten wollten den religiösen Unruhestifter Jesus loswerden. Um bei den Römern ein Urteil zu erreichen, mussten sie die Anklage klug formulieren. Antwort von Kirchenhistoriker Prof. Christoph Markschies.

Die Rolle des Pontius Pilatus

Prof. Markschies

Welche Rolle spielte der römische Statthalter Pontius Pilatus tatsächlich in der Geschichte der Kreuzigung? Antwort von Kirchenhistoriker Prof. Christoph Markschies.

Einziger Ausweg Kreuzigung?

Prof. Demandt

War die Kreuzigung zwangsläufige Folge des kurzen Prozesses? Hätte es nicht auch andere römische Strafen gegeben? Antwort von Althistoriker Prof. Alexander Demandt.

Amnestie auf Zuruf

Prof. Demandt

Die Bibel berichtet von einer Volksmasse, die per Zuruf über die Freilassung eines Häftlings befindet. Was ist an dieser Geschichte dran? Antwort von Althistoriker Prof. Alexander Demandt.

Die Wurzel des Antisemitismus

Prof. Markschies

Die Autoren der Bibel waren sehr römerfreundlich gesinnt. Deswegen erscheinen vordergründig - zu Unrecht - Juden als Schuldige der Kreuzigung. Warum? Antwort von Kirchenhistoriker Prof. Christoph Markschies.

INRI - Jesus als König der Juden

Prof. Demandt

Was hat es mit dem Täfelchen auf sich, von dem berichtet wird: Die Aufschrift hieß "Jesus - König der Juden". Antwort von Althistoriker Prof. Alexander Demandt.

Wie lief eine Kreuzigung ab?

Prof. Tsokos

Die Kreuzigung war eine sehr brutale Strafe, die nur bei Nicht-Römern angewandt wurde. Aber bei diesen massenhaft. Wie lief eine Kreuzigung ab? Antwort von Rechtsmediziner Prof. Michael Tsokos.

Kreuzigung - der maximale Schmerz

Prof. Tsokos

Bei Kreuzigungen statuierten Römer abschreckende Exempel. Das Ziel war der maximale Schmerz der Verurteilten. Antwort von Rechtsmediziner Prof. Michael Tsokos.

Todesursache Ersticken

Prof. Tsokos

Die Gekreuzigten starben langsam und qualvoll. Am Ende eines Todeskampfes stand zumeist der Erstickungstod. Antwort von Rechtsmediziner Prof. Michael Tsokos.

Kann man eine Kreuzigung überleben?

Prof. Tsokos

Die meisten Gekreuzigten sterben in der Folge ihrer Schmerzen, sie ersticken. Kann man eine solche Qual theoretisch überleben? Antwort von Rechtsmediziner Prof. Michael Tsokos.

Die Geschichte vom leeren Grab

Prof. Gräb-Schmidt

In der Bibel wird von der Auferstehung Jesu berichtet - Frauen fanden sein Grab leer vor. Kann die Geschichte etwa stimmen? Antwort von Theologin Prof. Elisabeth Gräb-Schmidt.

Gab es die Auferstehung?

Prof. Markschies

Die Ostergeschichte erzählt vom leeren Grab Jesu, das Frauen so vorgefunden hätten. Gab es diese Auferstehung? Antwort von Kirchenhistoriker Prof. Christoph Markschies.

Das Christentum entsteht

Prof. Demandt

Wie durch ein Wunder entsteht das Christentum - nach dem kurzen Prozess und dem Tod am Kreuz war das nicht vorhersehbar, vielleicht sogar unwahrscheinlich. Antwort von Althistoriker Prof. Alexander Demandt.

21.04.2014

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