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Thema  | 14.07.2015  Finanztrickserei bei der FDP

Geschönte Bilanz 2013

Die FDP hat im Rechenschaftsbericht 2013 falsche Angaben über ihre Vermögensverhältnisse gemacht, das ergaben Recherchen von Frontal21. So seien laut einer Bilanz-Expertin zwei Firmen, an denen die Partei beteiligt war, falsch bewertet worden. 

Hermann Otto Solms

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(14.07.2015)
FDP-Bundesparteitag in Berlin  Aufnahme vom 15.05.2015

Abstimmung auf dem FDP-Bundesparteitag in Berlin am 17. Mai 2015

(Quelle: dpa)

von C. Esser, B. Meier, M. D. Rose und J. Sperling

In dem Bericht an den Bundestagspräsidenten zählt die Partei zwei Unternehmen auf, an denen sie beteiligt war: die "LO Lehrer Online GmbH" und die "ProLogo Gesellschaft für Veranstaltungsorganisation mbH“. Beide Firmen seien insgesamt rund 3,8 Millionen Euro wert. Diese Firmen wurden falsch bewertet, sagt Professor Regine Buchheim, Bilanz-Expertin von der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Damit verstoße die FDP gegen das Bewertungsgesetz. Nach Frontal21-Recherchen hat die "LO Lehrer Online GmbH“ keinen Gewinn gemacht und die "ProLogo Gesellschaft für Veranstaltungsorganisation mbH“ verfügte 2013 über ein Eigenkapital von lediglich rund 11.000 Euro.

FDPweist Kritik zurück

FDP-Bundesschatzmeister Hermann Otto Solms weist die Kritik am Rechenschaftsbericht 2013 dagegen zurück: "Wir haben nur richtige Angaben gemacht." Der FDP-Bundesverband steht nach mehreren verlorenen Wahlen finanziell unter Druck und war laut des aktuellen Rechenschaftsberichts mit rund 8,6 Millionen Euro hoch verschuldet.

Die Bundestagsverwaltung – zuständig für die Kontrolle der Rechenschaftsberichte - sieht auf Anfrage von Frontal21 "keine Handlungsnotwendigkeit“. Professor Michael Koß von der Ludwig-Maximilians-Universität München kritisiert diese Untätigkeit. Er sieht in dem Vorgang einen möglichen Verstoß gegen das Parteiengesetz und sagt gegenüber Frontal21: "So ein Anfangsverdacht sollte auf jeden Fall Ermittlungen der Bundestagsverwaltung nach sich ziehen, die dann, wenn der Verdacht sich erhärtet, zu Sanktionen führen sollten.“

LobbyControl fordert schärfere Kontrolle

Ulrich Müller, Vorstand von LobbyControl, fordert eine schärfere Kontrolle der Rechenschaftsberichte. "Es fehlt der Bundestagsverwaltung an Ausstattung und auch an Befugnissen, um eine effektive Kontrolle leisten zu können. Deswegen wäre es aus unserer Sicht sinnvoll, diese Kontrolle auf eine neue Instanz zu übertragen, die unabhängiger ist.“

14.07.2015, Quelle: ZDF/Frontal21

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