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Sendung vom 11.11.2014 [Archiv] HUNGER und DURST

Zwei Dokumentationen von Angela Andersen und Claus Kleber

Auf unserem Planeten müsste kein Kind verhungern oder verdursten, wenn wir alles richtig machen würden. Eigentlich. Und warum dann doch? Antworten darauf sucht die zweiteilige Dokumentation weniger in Zahlen und wissenschaftlichen Analysen als in einer sehr persönlichen Betrachtung mit einer optimistischen Vision. Sie führt Claus Kleber auf eine Reise zu den Brennpunkten des Hungers und der Wasserknappheit. 

Bilderserie: HUNGER und DURST

Analytisch und emotional zugleich begegnet Claus Kleber Menschen, die etwas über Hunger und Durst zu erzählen haben, als Betroffene, als Handelnde oder als Visionäre. Und er blickt in die Augen von Kindern, deren Leben oft schon mit ein paar Cent oder einer klugen Idee zu retten wäre.

(05.11.2014)

In „HUNGER“, dem ersten Teil der zweiteiligen Dokumentation, geht es darum, wie trotz der weltweiten Bevölkerungsexplosion alle Menschen satt werden sollen. Ein unrealistisches Ziel? Teil 2 „DURST!“ betrachtet unseren wichtigsten Rohstoff in all seinen Facetten: das Wasser.

Lebensbedrohung für Hunderte von Millionen Menschen

Mit herausragenden Bildern hat Kameramann Thorsten Thielow Momente eingefangen, die berühren und erstaunen. Der Mangel an sauberem Wasser zum Trinken und für die Hygiene ist lebensbedrohlich für Hunderte von Millionen Menschen – nicht nur in den wachsenden Wüstenregionen der Welt, sondern auch in den neureichen chinesischen Megacitys. Und ohne Bewässerung gibt es nichts zu ernten – und keine Viehhaltung. Wasser ist unverzichtbar für Industrie und Energie, ein wirtschaftlicher und politischer Machtfaktor.

Der Kampf um eine bessere Zukunft

Claus Kleber und Co-Autorin Angela Andersen interessieren sich bei ihrer Bestandsaufnahme vor Ort weniger für die Mächtigen und Regierenden, mit denen Kleber sonst als News-Anchorman des ZDF zu tun hat. Hier geht er vor allem zu den Menschen, die von Hunger und Durst betroffen sind und tapfer für eine bessere Zukunft kämpfen. Ihre Fragen sind es, die ihm in Indien, Mexiko, Sierra Leone, Spanien oder Palästina gestellt werden. Warum kommen so viele Lebensmittel nie bei den Hungernden an? Wie können wir dem Land und den Ozeanen noch mehr abgewinnen, ohne die Böden auszulaugen und Fischbestände zu zerstören? Dürfen Nahrung und Trinkwasser weiterhin als Spekulationsobjekte an Börsen missbraucht oder als Machtinstrumente eingesetzt werden?

Bis vor wenigen Jahren schienen wir tatsächlich auf einem guten Weg. Die Zahl der Hungernden nahm ab. Doch seit 2008 wächst die Weltbevölkerung dreimal schneller als die Agrarproduktion. Politik, Wirtschaft und Forschung sind gefordert, denn schon 2050 wird sich die Weltbevölkerung der Zehn-Milliarden-Marke nähern. Kann Gentechnik eine ernsthafte Lösung sein? Muss Afrika zu einer Mega-Plantage werden, dirigiert von neuen Kolonialmächten, die nach Börsenkursen entscheiden, ob auf dem Acker Biosprit für Devisen oder Nahrung für Kinder wächst? Reicht es vielleicht schon, das Vorhandene besser zu verteilen, Lebensgewohnheiten zu ändern und Verschwendung einzudämmen?

HUNGER und DURST

Zweiteilige Dokumentation

Teil 1 "HUNGER!": Mittwoch, 05. November 2014, 23.15 Uhr

Teil 2 "DURST!": Dienstag, 11. November 2014, 20.15 Uhr

Film von Angela Andersen und Claus Kleber

Kamera: Thorsten Thielow, Axel Lischke

Schnitt: Ramin Sabeti

Redaktion ZDF: Christian Deick, Michael Gries

Ein globales Problem

Während im Westen immer mehr zu Vegetariern werden, essen die Chinesen inzwischen so viel Fleisch, dass täglich zigtausende Rinder importiert werden müssen. Längst wird im Reich der Mitte mehr Fleisch verzehrt als in den USA. Gleichzeitig zeigt China der Welt eindrucksvoll, wie man politisch zentral gesteuert gegen Wassermangel und das Vordringen der Wüsten kämpft. Probleme, unter denen die mächtigen USA ebenfalls leiden. Die reichste Nation der Welt ist auch ein gigantischer Agrarstaat, doch Klimawandel, lange Dürreperioden und erschöpfte Grundwasser-Reserven zwingen den Riesen in die Knie. Ein gefundenes Fressen für Spekulanten an den Rohstoffbörsen der Welt, die wie im Casino Wetten auf Missernten und Überproduktion von Agrargütern abschließen. In Australien wächst deshalb fast nur Weizen für den Weltmarkt. Bauer und Börsianer in einer Person zu sein, ist in Down-Under das Erfolgsrezept.

Analytisch und emotional zugleich begegnet Claus Kleber Menschen, die etwas über Hunger und Durst zu erzählen haben, als Betroffene, als Handelnde oder als Visionäre. Und er blickt in die Augen von Kindern, deren Leben oft schon mit ein paar Cent oder einer klugen Idee zu retten wäre. Ein Doku-Highlight im ZDF, getragen von beeindruckenden und berührenden Bildern – und solchen, die Mut machen.

11.11.2014

HUNGER! und DURST! - ...

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