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Abenteuer Forschung am 02.10.2012  Die Zähmung der Zeit

Eine Reise durch unser Zeitempfinden

Wie schön wäre es, die Zeit zu beherrschen. Sie kinderleicht in den Turbo-Modus zu versetzen oder auf Wunsch auch so stark zu verlangsamen, dass die Welt wie in Zeitlupe abläuft. Angetrieben von dieser Vision haben Forscher schon Erstaunliches erfunden. Sogar der letzte große Traum scheint greifbar: eine Reise durch die Zeit. 

Übrigens ... Zur Sendung vom 02.10.2012

Hier sehen Sie einen ausfürlichen Kommentar zum Thema der Sendung.

(01.10.2012)

Der Weg des Lichts

Jeder kennt die Relativitätstheorie, aber können Sie sie auch erläutern? Nach dieser Erklärung von Harald Lesch klappt das bestimmt.

(02.10.2012)
Der Turm von Babel

Die Zeitrechnung der Babylonier

Wie die Gelehrten des Altertums die Zeit zählten

(28.09.2012)

Wir können die Zeit weder anhalten noch sparen noch sie in irgendeiner Weise an ihrem Lauf hindern. In der Folge von Abenteuer Forschung „Die Zähmung der Zeit“ sucht Harald Lesch nach „Schlupflöchern“, um den Menschen aus den Zwängen der Zeit zu befreien.

Der Mond galt den Babylonier als Taktgeber.

Die Zeitrechnung der Babylonier

Angespornt von dem Traum, die Zeit zu beherrschen, bauten die Babylonier bereits vor rund 5000 Jahren riesige Türme, um dem Himmel näher zu kommen und die Vorgänge am Firmament besser beobachten zu können. Sie suchten im Himmel nach wiederkehrenden Zyklen, damit sie ihre Zeit besser einteilen und berechnen konnten.

Zum wichtigsten Taktgeber wurde der Mondgott Sin. Die Babylonier beobachteten, dass er ihnen immer wieder ein neues Gesicht zeigte. Mal sah er aus wie eine Sichel, dann war er wieder so voll und rund wie eine Königsmütze. Die Zeit, bis er wieder seine ursprüngliche Form annahm, machten sie zu ihrem wichtigsten Maß: zum Monat.

Mann rennt vor Auro
Gefährliche Situationen erleben wir oft in Zeitlupe. (Quelle: BBC)

Die Tücken der Zeitwahrnehmung

Manchmal vergeht die Zeit für uns wie im Flug und manchmal scheint sie sich in die Länge zu ziehen. In großer Gefahr etwa erscheint uns das Geschehen wie in Zeitlupe. Wie ist das möglich? Sind wir in der Lage, in Extremsituationen ein Spezialprogramm abzurufen, vielleicht um unsere Reaktionsfähigkeit zu verbessern?

Menschen können pro Sekunde circa 13 Bilder unterscheiden. Informationen einer schnelleren Bildfolge bleiben damit für uns unsichtbar. Was bedeutet dies für die Zeitwahrnehmung in Gefahr? Tickt der Mensch dann anders und ist er genau dann vielleicht fähig, mehr Bilder pro Sekunde zu sehen? Um das herauszufinden, haben Forscher einen extremen Test entwickelt. ... mehr zum Thema  Die Tücken der Zeitwahrnehmung

Als die Bilöder laufen lernten
Eadweard Muybridge erforschte den Lauf der Pferde. (Quelle: BBC)

Wie Forscher das Unsichtbare sichtbar machen

Vögel tun es, Bienen tun es, sogar manche Säugetiere tun es: fliegen. Aber können Pferde fliegen? Die Frage klingt absurd, ist aber ein Meilenstein der Wissenschaftsgeschichte. Ende des 19. Jahrhunderts hat Eadweard Muybridge eine völlig neue Technologie entwickelt, um herauszufinden, ob Pferde im Galopp den Bodenkontakt völlig verlieren. Er stellte zwei Kameras so hintereinander auf, dass er eine Fotoserie aufnehmen konnte. Es entstand der erste Film der Welt, der Beginn einer rasanten Entwicklung.

Mit modernen Kameras eröffnen sich uns heute noch ganz andere Blicke in eine unbekannte Welt. Wieso etwa kann eine Hummel fliegen? Ihr Körper ist pummelig, die Flügel im Verhältnis winzig. Die Zeit zu dehnen, in der ein Prozess abläuft, eröffnet uns erstaunliche Blicke in eine Welt, die uns normalerweise verborgen ist. ... mehr zum Thema Wie Forscher das Unsichtbare sichtbar machen

Grafische Darstellung: Zeitreise
Uhren in Flugzeugen ticken - je nach Flugrichtung - unterschiedlich.

Die Relativität der Zeit

Dass Zeit „relativ“ ist, ist eine verbreitete Erfahrung: „Wenn man mit dem Mädchen, das man liebt, zwei Stunden zusammensitzt, denkt man, es ist nur eine Minute; wenn man aber nur eine Minute auf einem heißen Ofen sitzt, denkt man, es sind zwei Stunden – das ist die Relativität.“ So soll Albert Einstein einmal die Relativität von Zeit beschrieben haben. Albert Einstein hat aber nicht das relative Zeitempfinden des Menschen studiert. Er hat vor 100 Jahren tatsächlich „an der Uhr gedreht“.

Die Zeit, wie die Physiker sie verstehen, ist seither nicht mehr dieselbe. Uhren laufen nicht an jedem Ort des Universums im gleichen Takt: Je nachdem, wer sie betrachtet, ticken sie schneller oder langsamer. Und genau diese Erkenntnis liefert den Schlüssel zu einem der wahnwitzigsten Träume der Menschheit: der Zeitmaschine. Wie steht es um die Möglichkeit, vom Jetzt in die Vergangenheit oder in die Zukunft zu reisen? Seltsame Phänomene und Widersprüche würden uns dabei begegnen: eine fantastische Welt. ... mehr zum Thema Die Relativität der Zeit

 

02.10.2012

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Harald Lesch nimmt Sie mit auf eine Reise durchs Universum |

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