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maybrit illner  Sendung vom 19.06.2015 [Archiv] Geduld am Ende

Großer Knall um Griechenland?

Ist der Austritt der Griechen aus dem Euro noch zu verhindern? Scheitert Merkels Euro-Rettungs-Sparpolitik? Haben die Deutschen versagt in der Krise? Welche Folgen hätte der so genannte Grexit- für die Griechen, die Deutschen, für Europa? Darüber diskutierte Maybrit Illner mit ihren Gästen. 

Im Vorfeld des für Montag geplanten Gipfels der europäischen Staats- und Regierungschefs zur Griechenland-Krise hat der Hannoveraner Wirtschaftswissenschaftler Stefan Homburg eindringlich vor einem Schuldenerlass gewarnt. "Unter allen Fehlern, die man überhaupt machen könnte, wäre das der größte", sagte Homburg am Donnerstag in der ZDF-Sendung "maybrit illner".

"Schuldenschnitt wäre größter Fehler"

Ein solcher Schritt würde sofort zu neuen Kreditangeboten von internationalen Banken, darunter auch der Deutschen Bank, führen. Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras könnte dann "sein ganzes Paradies" finanzieren. Dann beginne die "zweite Runde des Spiels": Nach vier, fünf Jahren müssten wieder Banken vom Steuerzahler gerettet werden.

So lief die Sendung!

Maybrit Illner im Second Screen

"maybrit illner" 2nd Screen 18. Juni 2015 - hier bekommen Sie noch mehr Infos zu Thema und Gästen – sowie den "Talk im Netz".

"Es ist wichtig, dass diese Schuld so stehen bleibt, wie sie steht und in mäßigen, kleinen Raten bedient wird", sagte Homburg. Das sei auch "eine Drohung gegenüber den Banken, nicht wieder dieses Spiel mit Griechenland zu beginnen".

Der stellvertretende Unions-Fraktionschef Michael Fuchs (CDU) sieht für den Fall eines Ausstiegs Griechenlands aus dem Euro keine Ansteckungsgefahr in Europa. "Das wird nicht passieren." Ebenso wenig würde die Gemeinschaft Griechenland nach einem Grexit fallen lassen. Vor allem humanitäre Hilfe wäre dann "selbstverständlich".

Führungsrolle Deutschlands bei Lösung der Griechenland-Krise

Die Lösung der Griechenland-Krise muss nach Auffassung des früheren griechischen Sonderbotschafters Georgios Chatzimarkakis in den Händen Deutschlands liegen. Sie werde "natürlich von der Führungsmacht" und deren Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet, sagte der ehemalige FDP-Politiker am Donnerstag in der ZDF-Sendung "maybrit illner". In der Krise 2010 habe sich Berlin noch um klare Entscheidungen herummogeln können, jetzt müssten sie getroffen werden. Investoren seien bereit, in Griechenland zu investieren, wenn das Land zur Drachme zurückkehre. Andere bevorzugten den Verbleib im Euro. Aber niemand investiere im Schwebezustand. "Das schadet uns allen, das muss jetzt aufhören, damit muss Schluss sein."

Die Gefahr, dass Merkel mit ihrer Griechenland-Strategie in der eigenen Fraktion gegen Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) den Kürzeren ziehen könnte, ist nach Einschätzung Chatzimarkakis "ziemlich groß". Der Finanzminister erfreue sich in der Union und in der Fraktion "großer Beliebtheit". Ginge Schäuble in der Griechenland-Frage "einen eigenen Weg", hätte "die Kanzlerin Probleme", sagte er.

Die Gäste am 18. Juni

Michael Fuchs

Michael Fuchs

• Michael Fuchs (CDU), stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion, Schwerpunkt Wirtschaft

Gregor Gysi

Gregor Gysi

• Gregor Gysi (Die Linke), Fraktionsvorsitzender

Georgios Chatzimarkakis

Georgios Chatzimarkakis

• Georgios Chatzimarkakis, ehemaliger FDP-Politiker und Europaabgeordneter, beendete Anfang Mai sein Engagement als "Sonderbotschafter" Griechenlands

Zanny Minton Beddoes

Zanny Minton Beddoes

• Zanny Minton Beddoes, Chefredakteurin des britischen Wirtschaftsmagazin "The Economist"

Stefan Homburg

Stefan Homburg

• Stefan Homburg, Wirtschaftsprofessor an der Leibniz Universität Hannover und Direktor des Instituts für Öffentliche Finanzen

19.06.2015

Kommentare zur Sendung am 18. Juni

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Sendetermine


26. Mai 2016 22:15


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