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Ein festliches Konzert aus Mainz  | 24.12.2015  Weihnachten mit dem Bundespräsidenten

Das festliche Weihnachtskonzert blickt auf eine lange Tradition zurück. 1995 wurde sie auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog und seiner Frau Christiane ins Leben gerufen und stimmt seit nunmehr 20 Jahren auf den musikalischen Heiligabend im ZDF ein. Im Jubiläumsjahr hat sich Bundespräsident Joachim Gauck St. Stephan in Mainz als Ort des festlichen Weihnachtskonzerts gewählt. Die Pfarrkirche wurde 990 von Erzbischof Willigis gegründet. Einzigartig in Deutschland sind die Fenster in St. Stephan, die von Marc Chagall gestaltet wurden. 

St. Stephan in Mainz

Weihnachten mit dem Bundespräsidenten

In der Kirche St. Stephan mit den berühmten Chagall-Fenstern begrüßt Johannes B. Kerner  zahlreiche Künstler.

(Quelle: Alwin Bertram)
Johannes B. Kerner

Stimmungsvolle Bilder vom Festkonzert

Sehen Sie hier Impressionen von dem festlichen Konzert mit dem Bundespräsidenten aus Mainz!

(24.12.2015)

Herausragende Solisten sind der Einladung in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt gefolgt, unter ihnen die argentinische Cellistin Sol Gabetta, die südafrikanische Sopranistin Pretty Yende und Albrecht Mayer, Solo-Oboist der Berliner Philharmoniker. Mit dem Mainzer Domchor und der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz gestalten zwei führende Ensembles des Bundeslandes das Programm. Das Orchester steht unter der Leitung von Generalmusikdirektor Karl-Heinz Steffens und wurde gerade erst mit dem ECHO Klassik als Orchester des Jahres ausgezeichnet.

 

Musikalische Botschaft des Friedens

Die Sängerin und Schauspielerin Yvonne Catterfeld wird mit John Lennons Klassiker „Imagine“ eine musikalische Botschaft des Friedens entsenden und auch die Weihnachtsgeschichte, die Schauspielerin Natalia Wörner vortragen wird, kündet von der Hoffnung auf ein friedvolles Fest.

 

Die Künstler der Sendung

Yvonne Catterfeld

Yvonne Catterfeld

Mit 15 Jahren nahm Yvonne Catterfeld erstmals Gesangs-, Klavier-, Schauspiel- und Tanzunterricht.
Nach dem Abitur studierte sie Jazz- und Popularmusik an der Musikhochschule Leipzig. Im Jahr 2000 wurde sie bei einem Gesangswettbewerb entdeckt und erhielt ihren ersten Plattenvertrag. Der musikalische Durchbruch gelang ihr 2003 mit ihrem ersten Nummer-eins-Hit in den Deutschen Singlecharts. Weitere erfolgreiche Chart-Platzierungen sowie Auszeichnungen mit dem Bambi, dem ECHO und der Goldenen Stimmgabel folgten. Als Sängerin durfte sie für UN-Generalsekretär Kofi Annan auftreten und auch als Moderatorin und Schauspielerin bei internationalen Filmproduktionen war und ist sie gefragt. Trotz ihrer großen Erfolge hat sich Yvonne Catterfeld künstlerisch stets weiterentwickelt, wie sie in diesem Jahr bei der zweiten Staffel des Tauschkonzertes „Sing meinen Song“ mehrfach unter Beweis stellen konnte, für die sie erneut mit einem Bambi ausgezeichnet wurde.

Sol Gabetta

Sol Gabetta

Schon als Kind verblüffte Sol Gabetta mit ungeheurem musikalischen Talent: Mit zehn Jahren gewann die Ausnahmekünstlerin ihren ersten Wettbewerb, mit elf war sie Stipendiatin an der „Escuela Superior de Música Reina Sofía“ in Madrid. Spätestens seit dem Gewinn des „Crédit Suisse Young Artists-Award“ 2004 stehen der in Argentinien geborenen Instrumentalistin sämtliche Türen der Musikwelt offen. Mit traumwandlerischer Sicherheit beherrscht sie dabei ein Repertoire, das sämtliche wichtigen Werke für Cello umfasst. Egal ob Haydn, Beethoven oder zeitgenössische Moderne, der Cellistin reichen wenige Takte, um mit ihrem Instrument eine eigene Gefühlswelt zu erzeugen und die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen. Die Grammy-nominierte Künstlerin arbeitet weltweit mit den renommiertesten Orchestern und Dirigenten zusammen. Ihrer kammermusikalischen Leidenschaft geht sie intensiv im Rahmen ihres eigenen Festivals „Solsberg“ nach. Viele ihrer CD-Aufnahmen wurden mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet.

Albrecht Mayer

Albrecht Mayer

Albrecht Mayer hatte seine erste intensive Begegnung mit Musik in seiner Kindheit als Mitglied des Domchors seiner Heimatstadt Bamberg. Vielleicht ist diesem frühen Erlebnis der warme, sangliche Charakter seines Oboenspiels zu verdanken, der Publikum und Kritiker gleichermaßen ins Schwärmen bringt. Seine berufliche Laufbahn begann er als Solo-Oboist der Bamberger Symphoniker. Seit 1992 hat er die gleiche Position bei den Berliner Philharmonikern inne, während er sich zunehmend einen Namen als Konzertsolist machte. Inzwischen gehört er zu den gefragtesten Oboisten unserer Zeit und hat als Solist mit Claudio Abbado, Sir Simon Rattle und Nikolaus Harnoncourt gearbeitet. 2007 gab er sein Debüt in der Carnegie Hall. Auch Kammermusik ist für Albrecht Mayer sehr wichtig und regelmäßig Teil seines Konzertkalenders. Er wurde dreimal mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet, darunter zweimal als Instrumentalist des Jahres.

Pretty Yende

Pretty  Yende

Pretty Yende begann ihr Gesangsstudium am „South African College of Music“ der Universität
Kapstadt. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie erstmals 2009, als sie in allen Kategorien des renommierten Belvedere-Gesangswettbewerbs in Wien den 1. Platz belegte. Im selben Jahr gewann sie zudem den Internationalen Gesangswettbewerb „Montserrat Caballé“, und 2010 den 1. Preis beim „Vincenzo Bellini International Competition“. Als erste Künstlerin überhaupt gewann sie 2011 bei Plácido Domingos Operalia-Wettbewerb drei erste Preise. Es folgten umjubelte Auftritte u.a. an der Mailänder Scala. 2013 debütierte Pretty Yende mit sensationellem Erfolg an der Metropolitan Opera in New York. Inzwischen ist sie regelmäßiger Gast an bedeutenden Opernhäusern weltweit, in kommenden Spielzeiten u.a. in London, Paris und München. „Die Musik hat mir so viele Türen geöffnet, von denen ich zuvor in meinem kleinen Township Thandukukhanya in Piet Retief nicht wusste, dass sie existieren“, sagt Pretty Yende. „Jeder einzelne Schritt war ein Wunder für mich.“

Mainzer Domchor

Mainzer Domchor

Der Mainzer Domchor wurde 1866 von Bischof Emanuel von Ketteler gegründet. Seine Hauptaufgabe ist die musikalische Gestaltung der Gottesdienste am Hohen Dom zu Mainz. Neben diesem liturgischen Dienst an Sonn- und Feiertagen hat der Knabenchor in den letzten 25 Jahren eine rege Konzerttätigkeit entwickelt. Reisen in alle Welt und Auftritte in großen deutschen Kathedralen und Konzertsälen zeugen von seinem hohen Bekanntheitsgrad. Zahlreiche CD- und Rundfunk-Einspielungen sowie Fernsehauftritte ergänzen das Tätigkeitsfeld. Das musikalische Repertoire reicht im a cappella-Bereich von der Gregorianik bis zur Gegenwart und auch in der orchesterbegleiteten Literatur gibt es beinahe keine Grenzen. Regelmäßig treten die jungen Sänger bei Opernproduktionen im Rhein-Main-Gebiet auf. Seit seiner Berufung zum Domkapellmeister im August 2012 ist Karsten Storck künstlerischer Leiter des Chores. 2016 feiert der Mainzer Domchor sein 150-jähriges Bestehen.

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

Die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz mit Sitz in Ludwigshafen ist das größte und bedeutendste Orchester des Bundeslandes und versteht sich gleichzeitig als Sinfonieorchester der Metropolregion Rhein-Neckar. Doch auch international hat sie sich seit ihrer Gründung im Jahr 1919 einen Namen gemacht. Als Kulturbotschafter des Landes reiste sie zu Auslandsgastspielen in Europa, nach China, Nord- und Südamerika sowie ins Königreich Bahrain. In den vergangenen Jahren arbeitete das rheinland-pfälzische Orchester mit zahlreichen international bekannten Solisten zusammen, darunter Anne-Sophie Mutter, Elina Garanca, Jonas Kaufmann, Rolando Villazón und Plácido Domingo. Die stilistische Bandbreite reicht von der großen Sinfonik über Musiktheaterproduktionen bis hin zu Filmmusik. Regelmäßige Konzertmitschnitte durch Funk und Fernsehen sowie eine Vielzahl von CD-Produktionen runden das umfangreiche Tätigkeitsspektrum ab. Im Oktober wurde die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz mit dem ECHO Klassik als Orchester des Jahres ausgezeichnet.

Karl-Heinz Steffens

Generalmusikdirektor Karl-Heinz Steffens

Karl-Heinz Steffens kann auf eine besondere Karriere als Dirigent zurückblicken: Nachdem er 2007 seine Tätigkeit als Solo-Klarinettist der Berliner Philharmoniker beendet hatte, wurde er in Halle an der Saale Generalmusikdirektor der Staatskapelle und künstlerischer Direktor des Opernhauses. Zwei Jahre später übernahm er zu Beginn der Saison 2009/2010 als Chefdirigent die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Er erhielt Einladungen von renommierten Orchestern wie den Berliner und Münchner Philharmonikern, dem Orchestre Philharmonique de Radio France in Paris und dem Tonhalle-Orchester Zürich. Beethovens „Fidelio“ stand bei seinem ersten Engagement an der Berliner Staatsoper auf dem Programm, was unmittelbar zu Wiedereinladungen führte. Im Januar 2012 gab Steffens sein gefeiertes Debüt an der Mailänder Scala und dirigierte im Herbst desselben Jahres auch am Bolschoi-Theater in Moskau. Mit Wagners „Götterdämmerung“ und Mozarts „Cosí fan tutte“ kehrte Steffens in den folgenden Jahren an die Scala zurück. In der laufenden Spielzeit wird er am Opernhaus Zürich und der Staatsoper Berlin zu Gast sein.

Natalia Wörner

Natalia Wörner

Natalia Wörner ist eine der bekanntesten Deutschen Schauspielerinnen unserer Zeit. Die gebürtige Stuttgarterin absolvierte ihr Studium an Lee Strasbergs „Actors Studio“ in New York. Ihre Karriere begann mit Theaterproduktionen in Hamburg. Sehr schnell folgten erste Kinorollen. Mit ihrem Auftritt in Dominik Grafs Kinofilm „Die Sieger“ gelang ihr der große Durchbruch, auch international. Sie stand unter anderem mit Gérard Depardieu, Christoph Waltz und Rupert Everett vor der Kamera. Regelmäßig arbeitet sie mit den renommiertesten Film- und Fernseh-Regisseuren zusammen und überzeugt mit ihrem darstellerischen Können in Kino- und TV-Produktionen. Ihre Filme wurden mit internationalen und nationalen Preisen ausgezeichnet. Im Jahr 2000 erhielt sie den Deutschen Fernsehpreis als beste Hauptdarstellerin. Für das ZDF moderierte sie an der Seite von Götz Alsmann die ECHO Klassik-Gala. Inzwischen ist sie auch als Buchautorin tätig und präsentierte in diesem Jahr ihr Erstlingswerk „Heimat-Lust“.

 

Gemeinsam mit dem Bundespräsidenten blickt Moderator Johannes B. Kerner außerdem auf ein bewegtes und bewegendes Jahr 2015 zurück, das geprägt war von der Flüchtlingskrise in Europa. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen auch die beeindruckenden Kirchenfenster von Marc Chagall. Der französische Maler russisch-jüdischer Herkunft hat durch sein Wirken im katholischen Gotteshaus nicht nur ein weltberühmtes Kunstwerk, sondern auch ein besonderes Zeichen der jüdisch-christlichen Verständigung und Versöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen.

 

24.12.2015

Das Programm des Konzerts

Felix Mendelssohn Bartholdy

Choralkantate über Luthers Weihnachtslied

Vom Himmel hoch

Mainzer Domchor, Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

César Franck

Panis angelicus

Pretty Yende, Mainzer Domchor, Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

Ernest Bloch

From Jewish Life

Prayer

Sol Gabetta, Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

Weihnachtsgeschichte von Christa Spilling-Nöker

Der verspätete Engel

Natalia Wörner

Andreas Hammerschmidt

Machet die Tore weit

Mainzer Domchor

Leitung: Domkapellmeister Karsten Storck

Traditional

Amazing Grace

John Lennon

Imagine

Yvonne Catterfeld, Mathias Grosch (Klavier), Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

Johann Sebastian Bach

Orchestersuite Nr. 3 in D-Dur

Gigue

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

Leitung: Generalmusikdirektor Karl-Heinz Steffens

Weihnachtsevangelium

Lukas 2, 1 - 20

Bundespräsident Joachim Gauck

Alessandro Marcello

Oboenkonzert in d-Moll

Adagio

Albrecht Mayer, Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

Franz Xaver Gruber / Joseph Mohr

Stille Nacht

Alle Mitwirkenden und Gäste

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