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UN-Klimagipfel in Paris  | 07.12.2015  Zehn Milliarden Dollar für "grüne Energie" in Afrika

Dem Kohlestrom das Wasser abgraben – diese Strategie wird auf der Klimakonferenz immer deutlicher. Länder, die jetzt und in den nächsten Jahren ihre Energieerzeugungssysteme ausbauen oder erneuern wollen, sollen Brücken gebaut werden, um dann konsequent auf erneuerbare Energien wie Windkraft oder Photovoltaik zu setzen. Heute wurde ein 10-Milliarden-Dollar-Projekt für Afrika bekannt. 

Klimagipfel

Minister und Regierungschefs ringen um die Inhalte des Klimaabkommens. Viele afrikanische Länder wollen bei den Beschlüssen vorankommen. die ölfördernden Staaten versuchen dagegen zu retten, was zu retten ist.

(07.12.2015)
Klimakonferenz in Paris

Aus Heute Journal vom 05.12.2015

Die Unterhändler haben in Paris einen Vertragsentwurf vorgelegt, über den die Minister kommende Woche beraten sollen. Zentrale Fragen bleiben darin jedoch weiter ungeklärt.

(05.12.2015)
Grafik Baum

Heuteplus vom 02.12.2015

Mit modernster Technik will der Wüstenstaat bis 2030 die Hälfte seines Energiebedarfs mit Sonnenenergie decken und sind Teil einer Initiative, die den Stromfluss in Afrika verdoppeln will. Ein Beitrag von Volker Angres.

(02.12.2015)
Volker Angres, Leiter der ZDF-Umweltredaktion, auf dem UN-Klimagipfel in Paris, 30.11.2015

Heute Journal vom 30.11.2015

Video und Schaltgespräch: Volker Angres berichtet über Tag eins der Weltklimakonferenz

(30.11.2015)

von Volker Angres, Paris

Es ist der afrikanische Kontinent, der immer mehr in den Fokus der Schlacht um künftige Energieversorgungssysteme rückt. Denn das Ausbaupotential in Afrika ist enorm. „Rund 600 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu Strom“, so der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller. Das Ringen um künftige Aufträge im Energiesektor ist in vollem Gange. Die klassischen Kraftwerksbauer auf Basis fossiler Energieträger konkurrieren mit Windparkplanern oder Photovoltaikanlagenbetreibern.

 

Energie-Situation in Afrika

Zugang zu elektrischem Strom

Arbeiten an einem Strommasten

In Afrika haben nur etwa zehn Prozent der Bevölkerung Zugang zu elektrischem Strom. Etwa 75 Prozent des produzierten Stroms werden dabei in nur fünf Ländern verbraucht (Südafrika, Ägypten, Algerien, Libyen, Marokko - Stand 2008).

Pro-Kopf-Verbrauch

Fröhliche Kinder aus Angola

Der Pro-Kopf-Verbrauch auf dem afrikanischen Kontinent ist weltweit der niedrigste. Dies gilt entsprechend auch für den CO2-Ausstoß: Ein Einwohner eines Industrielandes verursacht zwölfmal so viele CO2-Emissionen wie ein Afrikaner. Der Mangel an Energie gehört jedoch zu den gößten Hemmnissen wirtschaftlicher Entwicklung.

Energiegewinnung

Arbeiter in Afrika

Streng genommen spielen Erneuerbare Energien jetzt schon in Afrika eine große Rolle. Rund die Hälfte der gesamten Energie Afrikas wird aus eigentlich erneuerbaren Energiequellen gewonnen. Dabei stellt aber Biomasse (Holz, pflanzlicher Abfall, Dung) mit über 90 Prozent augenblicklich noch den wichtigsten Energieträger dar.

Zur Gewinnung der brennbaren Rohstoffe werden aber häufig Wälder abgeholzt, ohne auf die Regenerationsphase der Bäume zu achten.

Nur 2,5 Prozent stammt aus Wasserkraft und knapp ein halbes Prozent aus Solar - oder Windenergie (Stand 2008).

Potential erneuerbarer Energien

Solaranlage

Allerdings wird das Potential für Erneuerbare Energien in Afrika allgemein als sehr hoch eingeschätzt: Der Norden, besonders an den Küsten, könnte Windenergie, die Sahara umfangreich Solarstrom liefern. Wasserkraft würde sich an den großen Flüssen lohnen und Biomasse besonders im tropischen Gürtel.

 
Erneuerbare Energien bessere Lösung

Welche Energiesysteme zum Einsatz kommen, ist entscheidend für das Vorankommen im globalen Klimaschutz. Denn steht ein neues Kohlekraftwerk erst einmal, dann läuft es mindestens 30 Jahre – verschenke Zeit. Außerdem würde das Ziel der sogenannten Dekarbonisierung verfehlt, also Energie- und Wirtschaftssysteme so umzubauen, dass sie ohne Kohlenstoff, also ohne den Einsatz fossiler Energieträger funktionieren. „Diese Initiative ist enorm wichtig für den weltweiten Klimaschutz“, betonte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks heute auf der Klimakonferenz in Paris. „Afrika hat einen großen Energiehunger. Wir müssen jetzt verhindern, dass dieser Hunger mit Kohle, Öl und Gas gestillt wird. Erneuerbare Energien sind die bessere Lösung.“

Weitere Artikel zur Konferenz

Deutschland sagt 3 Milliarden Euro zu

Deswegen hat heute eine Gruppe von Industrieländern rund 10 Milliarden US-Dollar für erneuerbare Energien in Afrika zugesagt. Zurück geht das auf eine afrikanische Initiative, die schon der G7-Gipfel in Elmau aufgegriffen hatte. Bis 2020 sollen zusätzlich 10 Gigawatt erneuerbare Energie installiert werden. Deutschland stellt mit 3 Milliarden Euro den höchsten Beitrag für die Initiative zur Verfügung. Weitere Geber sind Frankreich, die USA, Großbritannien, die EU-Kommission, Kanada, Japan, Italien, Schweden und auch die Niederlande. Als Gesamtausbauziel in Afrika werden 300 Gigawatt an erneuerbaren Energien bis 2030 angestrebt. Darauf wies der ägyptischen Umweltminister Fahmy als Vorsitzender der afrikanischen Konferenz der Umweltminister hin. Auch nach der Pariser Klimakonferenz soll die Initiative offen für weitere Geberländer bleiben.

 

Für den Verlauf der Konferenz ist die Bekanntgabe der Energie-Initiative ein weiteres positives Signal. Derartige Projekte, bei denen Länder direkt unterstützt werden, rücken immer mehr in den Mittelpunkt der neuen Klimaschutzstrategien, für die
das angestrebte Abkommen von Paris die Basis bilden soll.

 

Blog zur UN-Klimakonferenz

Aktuelle News zur Klimakonferenz in Paris finden Sie hier: Blog Weltklimakonferenz

 

Klima-Tagebuch: Videos zur Konferenz

Montag, 30.11.2015

Klimaretter des Tages

Heuteplus kürt den "Klimaretter des Tages": 148 Reden zum Auftakt.

Dienstag, 01.12.2015

Vertreter von Südamerika auf der Weltklimakonferenz.

"Waldtag" bei der Weltklimakonferenz.

Mittwoch, 02.12.2015

Grafik Baum

"Klimaretter des Tages" bei heuteplus: Marokko
Bis 2030 will der Wüstenstaat die Hälfte seines Energiebedarfs mit Sonnenenergie decken.

Donnerstag, 03.12.2015

Brandalism-Aktivist in Paris.

"Klimaretter des Tages" bei heuteplus: Anti-Werbe-Aktivisten in Paris

Freitag, 04.12.2015

Noch zu retten

Halbzeit auf dem Klimagipfel: Eine Zwischenbilanz von Volker Angres

Samstag, 05.12.2015

Klimakonferenz in Paris

Erste Fortschritte beim Klimawandel: Ein Beitrag aus dem Heute Journal.

Montag, 07.12.2015

Klimagipfel

Beitrag aus Heuteplus: Klimagipfel - Spätes Abkommen?

Dienstag, 08.12.2015

Arnold Schwarzenegger beim Pariser Klimagipfel

Beitrag auf Heuteplus: Terminator auf dem Klimagipfel

Mittwoch, 09.12.2015

US-Außenminister John Kerry redet auf der Klimakonferenz in Paris.

Schaltgespräch mit Volker Angres aus Paris

Donnerstag, 10.12.2015

Volker Angres

Schaltgespräch mit Volker Angres aus Paris

Freitag, 11.12.2015

Klimagipfel

Laurent Fabius verkündet die Verlängerung des Klimagipfels bis Samstag.

Samstag, 12.12.2015

Frankreichs Präsident Francois Hollande und Konferenzpräsident Laurent Fabius jubeln über den beschlossenen Vertrag

Das weltweit gültige Klima-Abkommen wird beschlossen.

 

UN-Klimagipfel: Fragen und Antworten

Maximal zwei Grad - die Ausgangslage

Kohlekraftwerk in Gelsenkirchen

Zwei Grad Celsius seit dem Beginn des Industriezeitalters - stärker darf sich die Erdatmosphäre nicht erwärmen, wenn die Folgen beherrschbar bleiben sollen. Darauf hat sich die Weltgemeinschaft verständigt. Die Staaten ringen beim UN-Klimagipfel in Paris um ein verbindliches Abkommen, um die Erderwärmung in Schach zu halten. Hauptverursacher der Aufheizung sind die fossilen Brennstoffe Kohle, Öl und Gas. Sie müssten zu großen Teilen im Boden bleiben und dürften nicht mehr verbrannt werden.

Das ist die Ausgangslage: Gegenwärtig leben rund 7,3 Milliarden Menschen auf der Erde. Sie verbrauchten im vergangenen Jahr fast so viel Energie, wie umgerechnet in 13 Milliarden Tonnen Öl steckt. Der Verbrauch solcher Primärenergie aus fossilen Quellen erhöhte sich um 0,9 Prozent - ein relativ geringer Anstieg. In den letzten zehn Jahren lag die Zunahme des globalen Energieverbrauchs im Schnitt bei 2,1 Prozent pro Jahr.

Der wichtigste Energieträger weltweit ist dabei das Erdöl mit einem Anteil von einem Drittel. Zusammengenommen decken die fossilen Energien 87 Prozent des weltweiten Bedarfs. Wasserkraft trägt sieben Prozent bei, die erneuerbaren Energien inzwischen zwei Prozent.

Wird der Energieverbrauch steigen oder sinken?

Es gibt keine Indizien für einen sinkenden Energieverbrauch, wenn man den Vorhersagen multinationaler Organisationen und großer Konzerne folgt. Die Internationale Energieagentur IEA rechnet zum Beispiel mit einem Wachstum des globalen Verbrauchs um ein Drittel bis 2040, BP mit einem Plus von 37 Prozent von 2013 bis 2035. Das sind 1,4 Prozent in jedem Jahr. Sparmöglichkeiten in Industrieländern und mehr Energieeffizienz sind in den Prognosen schon berücksichtigt.

Warum verbraucht die Welt immer mehr Energie?

Mumbai

In den Industriestaaten nimmt der Energieverbrauch nicht mehr zu, aber außerhalb der OECD-Länder vor allem in den Schwellenländern. Wichtiger Treiber ist die wachsende Weltbevölkerung. Sie soll von heute 7,3 Milliarden bis 2040 auf rund neun Milliarden Menschen steigen. Jeder benötigt Nahrung und Energie. Verstädterung ist ein mächtiger Trend und Städter verbrauchen mehr Energie als Landbewohner.

Die Menschen werden zudem wohlhabender: Während die Weltbevölkerung um 30 Prozent zunimmt, erhöht sich die Wirtschaftsleistung bis 2040 um 140 Prozent. Die globale Mittelklasse könnte sich bis 2030 auf 4,7 Milliarden Menschen mehr als verdoppeln - ebenso die Zahl der Autos bis 2040 auf 1,8 Milliarden. Das bedeutet rechnerisch ein zusätzliches Auto pro Sekunde, 25 Jahre lang. Dies alles treibt den Energieverbrauch nach oben: In 20 Jahren sollen es 17,5 Milliarden Tonnen Öleinheiten sein.

Ist das Energiewachstum klimaneutral möglich?

Stahlindustrie - Arbeiter am Hochofen

Aus derzeitiger Sicht kaum. Es gibt zwar durchaus Anzeichen für eine globale Energiewende. Die Förderung von Öl und Gas wird teurer, erneuerbare Energie billiger. Aber das ist nicht durchgreifend. Nach dem Szenario der IEA werden bis 2040 rund 7,4 Billionen US-Dollar in regenerative Energien investiert. Das sind aber nur 15 Prozent der gesamten Investitionen in die globale Energieversorgung. Erneuerbare Energien werden vor allem für die Stromerzeugung eingesetzt. In der Industrie aber - zum Heizen sowie als Treibstoff für Autos, Schiffe und Flugzeuge - sind fossile Brennstoffe dagegen schwer zu ersetzen.

Wie entwickelt sich der Einsatz fossiler Energie?

Ölpumpe

Erdöl ist der wichtigste und auch der tendenziell knappste unter den fossilen Energieträgern. Sein Anteil am Energiemix wird sinken, weil der Ölverbrauch langsamer wächst als der gesamte Energieverbrauch. Gegenwärtig verbraucht der Planet 91 Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl am Tag, im Jahr 2040 werden es "erst" 108 Millionen Barrel sein. Vereinbar mit dem Klimaziel wären aber nur 80 Millionen Barrel - und langfristig gar kein Öl mehr.

Auch der Verbrauch von Gas und Kohle wird weiter zunehmen. Jeder der drei fossilen Träger wird in 20 Jahren 26 bis 28 Prozent zur globalen Versorgung beitragen, zusammen ungefähr 82 Prozent. Erneuerbare Energien kommen auf acht Prozent.

Ist damit das Zwei-Grad-Ziel erreichbar?

Die CO2-Emissionen aus Energiekonsum dürften bis 2035 um ein Viertel steigen - trotz höherer Energieeffizienz, technischen Fortschritts und klimapolitischer Maßnahmen der Staaten. Der globale CO2-Ausstoß aus Energie dürfte dann bei rund 40 Milliarden Tonnen jährlich liegen, der deutsche Anteil daran bei geschätzten zwei Prozent.

Für das von der Weltgemeinschaft angepeilte Zwei-Grad-Ziel bedeutet das: Es ist so nicht zu erreichen. Dazu müssten bis 2050 rund 80 Prozent der förderbaren Kohle, die Hälfte der Gasvorkommen und 30 Prozent des Erdöls im Boden bleiben. Und auch dann läge die Chance nur bei 50 Prozent.

Sind derlei Prognosen nicht interessengeleitet?

Eine Bohrinsel des Konzerns Shell wird die Küste der USA entlang nach Norden geschleppt

Greenpeace wirft Shell und BP vor, sie unterschätzten das Wachstum erneuerbarer Energien und überschätzten die Möglichkeiten von CO2-Abscheidung und -Deponierung. Nun sind Prognosen über mehrere Jahrzehnte immer von Unwägbarkeiten und Risiken begleitet und treten kaum einmal ganz genau ein. Energiekonzerne analysieren die Märkte, um wahrscheinliche Entwicklungen vorherzusagen - und richten an diesen Analysen dann ihre Strategien und Investitionsentscheidungen aus. Sie dürften daher kein Eigeninteresse an falschen Prognosen haben, weil diese falsche Entscheidungen und damit Fehlinvestitionen nach sich ziehen könnten.

(Quelle: dpa)

 

Grafik zum UN-Klimabericht

Grafik: " UN-Klimabericht bestätigt fortschreitenden Klimawandel - Arbeitsweise und Ergebnisse es Weltklimarats (IPCC)"

Eine Übersicht über den UN-Klimabericht, die Arbeitsweise und Ergebnisse des Weltklimarats (ICPP) finden Sie in der Grafik, die Sie über diesen Link öffnen können: Deutsches Klima Konsortium: Grafik zum UN-Klimabericht

Zu den offiziellen Seiten des Weltklimarats gelangen Sie hier:

Deutsche Koordinierungsstelle des Weltklimarats (IPCC)

Website des Weltklimarates IPCC (engl.)

 

Klima-ABC

Ausgetrocknete Mangrovensümpfe in Cancún, Mexiko

Von A wie Arbeitsplätze bis Z wie Zwei-Grad-Ziel - hier finden Sie kurze Erklärungen zu den wichtigsten Begriffen:

 

 

Klimaszenarien für Deutschland

Hitzestau

Hitze

Der Klimawandel geht auch an Deutschland nicht spurlos vorbei: Modellrechnungen gehen davon aus, dass Wetterextreme häufiger und heftiger werden. Bis zur Mitte des Jahrhunderts dürfte der Temperaturanstieg je nach Region und Saison 1,5 bis 3,7 Grad betragen.

In einigen deutschen Großstädten ist es schon heute punktuell bis zu zehn Grad wärmer als im Umland, befördert auch von gespeicherter Hitze in dichter Bebauung. In den heimischen Metropolen - außer Hamburg - drohen mittelfristig mehr Gesundheitsbeeinträchtigungen bis hin zu deutlich mehr Hitzetoten. Vor allem ältere Menschen werden unter der wachsenden Zahl heißer Tage leiden, heißt es in einer Analyse des Umweltbundesamts.

Im Jahr 2015 lag der Temperaturrekord bei 40,3 Grad, gemessen in Kitzingen. "Das ist hochbelastend", sagt Paul Becker, Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes. "Und wenn sie 40,3 ein paar Tage hintereinander haben, dann fühlen Sie sich nicht mehr wohl." Das seien zwar Einzelheiten, aber sie gäben einen Vorgeschmack auf das, was Deutschland erwartet, mahnt der Experte.

Viel Wasser

Gewitterregen in Köln

Nordrhein-Westfalen ist schon jetzt Spitzenreiter beim Niederschlag - infolge des Klimawandels dürfte es dort noch nasser werden, erwarten Experten. Deutschlandweit sind im Sommer mehr und heftigere Niederschläge als derzeit zu erwarten und im Winter weniger.

Zugleich werden voraussichtlich Überflutungen zunehmen. Besonders schlimm treffen dürfte es Hamburg, Bremen und auch wieder das Rhein-Ruhr-Gebiet, wegen der Gletscherschmelze in den Alpen könnte der Rheinpegel steigen. Straßen und Schienen, Gebäude und Brücken seien gefährdet, heißt es in einer Studie des Deutsche Wetterdienstes und des Umweltbundesamtes. Das Elbhochwasser 2013 hat das bereits schmerzlich spüren lassen. "Wenn Schäden an Deichen auftreten, dann steigt natürlich auch die Wahrscheinlichkeit von Schäden im Hinterland", sagt Inke Schauser vom Umweltbundesamt.

Schneemangel im Süden

In den Alpen steigen die Temperaturen fast doppelt so stark wie im deutschen Durchschnitt. Wintertourismus wird hierzulande mittelfristig nur noch in einer Hand voll Hochlagen möglich sein - langfristig nur noch an der Zugspitze.

Stress für die Natur

Waldsterben

Besonders das Thüringer Becken und die Thüringer Wälder mit ihren vielen Fichten sind anfällig für Dürren, Hitzebelastungen, Krankheiten sowie Schädlingsbefall und Stürme. Im Hallertau, einem der größten Hopfenanbaugebiete der Welt, registrieren die Landwirte schon jetzt mehr Ernteausfälle durch Hagel und Starkregen.

Andere Pflanzen begünstigt der Klimawandel. So breiten sich hoch allergene Arten wie die Beifuß-Ambrosie aus. In Seen könnten sich toxische Blaualgen ansiedeln, ausbreiten könnten sich auch Schädlinge oder Überträger von Krankheitserregern wie Mücken, Zecken oder Nager.

Kosten

Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser

Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) würde Sachsen-Anhalt, gemessen an seiner Wirtschaftsleistung, am meisten für Klimaschäden zahlen müssen. Den volkswirtschaftlichen Gesamtschaden bis 2050 beziffert das DIW auf 800 Milliarden Euro bundesweit.

Einige Folgen für Industrie und Gewerbe seien indes beherrschbar, auch im Tourismus, sagt Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamts. "Mit Ausnahme des Wintersports, da wird es in der Tat schwierig." Kein Schnee, kein Skihang.

(Quelle: dpa)

07.12.2015, Quelle: PM BMUB

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Links zum Weltklimagipfel in Paris

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