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Methodik   FAQ zum ZDF-Politbarometer

Antworten auf häufige Fragen

Das Politbarometer ermittelt in einer repräsentativen Umfrage seit 1977 regelmäßig Einstellungen zu Parteien, zur politischen Agenda und zu Spitzenpolitikern. Gleichzeitig werden Meinungen zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen erfragt. Wie die Ergebnisse zustandekommen, wie genau die Umfragen sind und weitere Details zur Methodik finden sie in den FAQ zum ZDF-Politbarometer. 

Passanten in Stuttgart

Politbarometer zeigt Wählermeinungen

(Quelle: dpa)

FAQ zum Politbarometer

Wann sind Umfragen repräsentativ?

Umfragen sind repräsentativ, wenn jeder Wahlberechtigte die gleiche Chance hat, befragt zu werden. Dies wird durch eine zufällige Auswahl gewährleistet. Für jede Umfrage wählt die Forschungsgruppe Wahlen zufällig Telefonnummern aus den eingetragenen privaten Telefonanschlüssen aus. Damit auch Haushalte, die nicht im Telefonbuch stehen, in die Auswahl gelangen können, werden die drei letzten Ziffern der Telefonnummern durch Zufallszahlen ersetzt. Innerhalb eines Haushalts wird für die Befragung ausgewählt, wer zuletzt Geburtstag hatte. Dadurch sind die Ergebnisse repräsentativ für alle Wahlberechtigten.

Wie kommen die Politbarometer-Ergebnisse zustande?

Für jedes Politbarometer befragen Mitarbeiter der Forschungsgruppe Wahlen telefonisch etwa 1.250 Wahlberechtigte in ganz Deutschland. Die Umfragen dauern von Dienstag bis Donnerstag vor der Sendung, die am Freitag ausgestrahlt wird. Etwa 40 Fragen werden gestellt. Diese sind teilweise mit, teilweise ohne Antwortvorgabe zu beantworten.

Was ist die politische Stimmung?

Die politische Stimmung gibt die Umfrageergebnisse auf folgende Frage wieder: "Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre?". Die Ergebnisse werden deshalb als politische Stimmung bezeichnet, weil sie stark durch aktuelle Themen beeinflusst werden. Bei einem tatsächlichen Urnengang allerdings spielen auch längerfristige Einflüsse eine Rolle.

Was ist die Projektion?

Die Projektion basiert auf der politischen Stimmung und bezieht zusätzlich in einem Modell längerfristig verhaltensrelevante Faktoren wie politische Grundüberzeugungen und Bindungen an Parteien aber auch taktische Überlegungen der Befragten ein. Die Projektion liefert somit eine Aussage, welches Wahlergebnis nach Auffassung der Forschungsgruppe Wahlen zustande käme, wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre.

Wie werden die zehn wichtigsten Politiker bestimmt?

Die Ermittlung erfolgt in zwei Schritten. Zunächst fragt die Forschungsgruppe Wahlen ohne Namen vorzugeben etwa alle zwei Monate: "Wer sind Ihrer Meinung nach zurzeit die wichtigsten Politiker und Politikerinnen in Deutschland?" Die zehn am häufigsten genannten Politikernamen werden in einem zweiten Schritt den Befragten zur Bewertung auf einer Skala von minus fünf bis plus fünf vorgelegt. Die dabei entstehenden Durchschnittswerte liefern dann die Rangfolge der zehn wichtigsten Politiker und Politikerinnen nach Sympathie und Leistung.

Wie genau sind die Umfragen?

Auch repräsentative Umfragen sind immer Wahrscheinlichkeitsaussagen. Sie können nie 100-prozentig genau sein. Ein Beispiel: Von 1.250 Befragten entscheiden sich auf die Frage, wen sie am nächsten Sonntag wählen wollen, 40 Prozent für eine Partei. Die Fehlertoleranz liegt hier bei rund +/- 3 Prozentpunkten. Das heißt, der Anteil dieser Partei bei allen Wahlberechtigten liegt zwischen 37 und 43 Prozent. Bei einem Parteianteil von 10 Prozent liegt die Fehlertoleranz bei rund +/- 2 Prozentpunkten. Die Wahrscheinlichkeitsaussage bedeutet aber auch, dass nicht alle Werte innerhalb des Fehlertoleranzintervalls mit gleicher Wahrscheinlichkeit zutreffen. So ist die Wahrscheinlichkeit, dass der wahre Wert im Zentrum des Fehlerintervalls liegt wesentlich größer als dass er am Rand des Fehlerintervalls liegt.

Wie komme ich zu weiteren Informationen über Umfrageergebnisse?

Alle von der Forschungsgruppe Wahlen erhobenen Daten stehen der wissenschaftlichen Öffentlichkeit mit zeitlichem Verzug über das Institut GESIS zu Analysezwecken zur Verfügung. URL: http://www.gesis.org/wahlen/politbarometer. Postanschrift: GESIS Datenarchiv für Sozialwissenschaften, Postfach 41 09 60, D-50869 Köln.

30.06.2014

ZDFmediathek: Politbarometer

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