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Terra X  | 09.08.2009  Das Monster von Spitzbergen

Eine riesige Meeresechse entdeckt: Predator X

Es ist ein Sensationsfund, der den Paläontologen unter widrigsten Bedingungen am Rande der Arktis gelingt: ein gigantisches Monster mit Rückenwirbeln so groß wie Teller und mit Zähnen so lang wie Salatgurken, der Körper fast 17 Meter lang, 45 Tonnen schwer - und uralt.  

Digitale Rekonstruktion des großen Pliosaurier-Skeletts

Digitale Rekonstruktion des Skeletts

(18.06.2012 Quelle: ZDF)

Jens Monath/Harald Grimm

Vor 147 Millionen Jahren kontrollieren Pliosaurier, die wahrscheinlich größten Meeresräuber aller Zeiten, die Ozeane der Welt. Als ein Forscherteam um den norwegischen Paläontologen Jörn Hurum vom Nationalen Historischen Museum Oslo auf der Eismeerinsel Spitzbergen die Entdeckung macht, wollen die Wissenschaftler ihren Augen nicht trauen. Einen solchen Giganten hat man weltweit bisher nicht gefunden. Da es für ein Raubtier seiner Größe keinen anderen Gegner gibt als die eigenen Artgenossen, wird er zum uneingeschränkten Herrscher der Tiefe, zum T-Rex der Meere.

Gebiss eines Pliosauriers (Computeranimation)
Gebiss eines Pliosauriers (Computeranimation) (Quelle: ZDF)

Gigantische Kräfte

"Terra X" folgt den Wissenschaftlern auf ihrer Expedition in den hohen Norden. In dichtem Schnee- und Eisregen, bei Temperaturen, die bis auf minus 10 Grad fallen, und Winden, die ihre Zelte zu zerreißen drohen, arbeiten die Forscher tagtäglich bis zu 18 Stunden, um nach zwei Wochen endlich ihren spektakulären Fund bergen zu können. Neben den extremen Wetterbedingungen, denen sie ausgesetzt sind, müssen sie ständig vor Eisbären auf der Hut sein, die noch zu Hunderten in dieser Gegend zu Hause sind. Es ist ein risikoreiches Abenteuer, auf das sich die Forscher eingelassen haben.

Schädel eines Pliosauriers (Computersimulation)
Schädel eines Pliosauriers (Computersimulation) (Quelle: ZDF)
Eingebettet in die sensationelle Entdeckung, Bergung und Untersuchung zeigt "Terra X", wie dieses Monster gelebt hat, wie sein Verhalten und seine Jagdstrategien waren. Sein Aussehen - der Körper walähnlich und mit vier Flossen, sein Gebiss mit der Kraft, ein Auto zu zermalmen - wird mit modernster, dreidimensionaler Computergrafik rekonstruiert, ebenso seine maritime Lebenswelt. Wahrscheinlich werden die von Hurum entdeckten, höchst fragilen Knochen des Pliosauriers niemals zu einem kompletten Skelett zusammengefügt werden können - doch bereits die Computeranimationen verdeutlichen die unglaublichen Ausmaße dieses frühzeitlichen Meeresungeheuers.

09.08.2009

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