zurück Startseite

ZDFneo TVLab 2014  JETZT IST SENSE

Der Tod gehört zum Leben einfach dazu

Das ist spätestens seit der Sitcom "JETZT IST SENSE" mehr als klar. Denn hier hat der Tod seinen großen Auftritt - unfreiwillig begleitet vom Schlüsseldienstler Andi Hartmann. 

Der Tod hat noch einen gut bei Andi, der eigentlich schon lange tot sein müsste. Nur durch einen dummen Zufall und die Schusseligkeit des Todes lebt Andi eben noch - mit dem kleinen Unterschied, dass er jetzt als einziger Mensch den Tod sehen kann. Und das passt dem Tod natürlich prima in den Kram. Dem geht neben seiner Einsamkeit vor allem der steigende Unwille der Menschen auf den Geist, sich mit dem Tod einfach abzufinden. Hier kommt Andi ins Spiel, der quasi als "Sterbebegleiter wider Willen" bei besonders hartnäckigen Todeskandidaten den Weg ebnet. Und im Gegenzug dafür lässt der Tod Andis immer wieder auftauchende Akte nach unten wandern. Eine Win-Win-Win-Situation eben … sogar für die Sterbenden.

Der Tod (Antoine Monot) mit seinem "Assi" (Alexander Schubert) auf Dienstreise
Der Tod und sein "Assi" Andi auf Dienstreise (Quelle: ZDF, aquafilm)


Der Pilot: „Ein Herztod ist kein Beinbruch“

Andi ist fertig mit der Welt. Seit einiger Zeit hat er ständig den Tod vor Augen. Und das ist wörtlich zu nehmen, denn der Schlüsseldienstler Andi Hartmann kann als einziger Mensch den Tod sehen.


Auf der Suche nach Hilfe besucht er einen Psychiater. Dummerweise hat für den aber genau jetzt das letzte Stündlein geschlagen. Und so entwickelt sich Andis Psychiater-Besuch zu einer absurden Gruppentherapie, bei der sogar der Tod zum Weinen gebracht wird.


Der Tod als Hauptfigur

Atoine Monot spielt den Td im ZDFneo TVLab 2014 Pioten "JETZT IST SENSE"
Antoine Monot ist: Der Tod (Quelle: ZDFneo, aquafilm)

Der Tod (ca. 200.000 Jahre alt): „Bei mir bleibt die Arbeit immer liegen … außer es erhängt sich mal jemand.” Der Tod (Antoine Monot, Jr.) ist keine Dunkelgestalt mit Kapuzenumhang und Knochenhand. Nein, der Tod ist einfach ein Typ, der seit Jahrtausenden stoisch seinen Job macht. Einer muss ihn schließlich machen. Der Tod kann durch die vierte Dimension und übers Wasser gehen, hat nie Schnupfen, schläft nie, kann sich nicht verletzen, aber: Der Tod ist ziemlich überarbeitet. Er hat schließlich alle Hände voll zu tun, hatte noch nie Urlaub, und es gibt niemanden der ihm hilft. Niemanden, der seine Leistung wertschätzt. Im Gegenteil: Keiner will etwas mit ihm zu tun haben. Überall stößt er auf Ablehnung. Man redet nur schlecht über ihn. Niemand hat ihn lieb. Das hat ihn über die Jahre dünnhäutig und streckenweise zynisch werden lassen. Die Menschen ignorieren den Tod - solange, bis er kommt um sie zu holen. Und dann wird er auch noch angefeindet …

Der Tod kann und will nicht verstehen, warum die Menschen so an ihrem Leben hängen und nicht einsehen wollen, dass er nur die logische Konsequenz ihres Daseins ist. Wer lebt, muss auch sterben, basta. Wer A sagt, muss auch B sagen. Dabei mag der Tod die Menschen eigentlich. Bis auf diejenigen, die seine Arbeit aktiv behindern. Ärzte! Sie verkomplizieren mit ihren sinnlosen Bemühungen nur alles. Fitness- und Gesundheitsfanatiker kann der Tod nur müde belächeln. Jeder Mensch steht irgendwann auf seiner Liste. Was seine "Klienten" angeht, hat Herr Tod zwar Vorgaben, kann aber im Einzelfall umdisponieren. Häufig muss er das auch, denn der Tod ist angesichts seiner Überarbeitung etwas schusselig geworden. Entsprechend bringt er schon mal was durcheinander, verliert eine Akte, verwechselt Krebs mit Aids oder Müller mit Möller. Naja: Der Tod ist eben "auch nur ein Mensch" und der Tod ist einsam. Er hat niemanden, mit dem er auch mal quatschen kann.


Sterbebegleiter wider Willen


Alexander Schubert ist der Assisent des Todes, wider Willen im ZDFneo TVLab 2014 Pilot "JETZT IST SENSE"
Alexander Schubert ist Andi, der unfreiwillige Freund des Todes (Quelle: ZDFneo, aquafilm)

Andi Hartmann (40, Schlüsseldienstler): "Ich bin gerade in der Midlife-Crises, da kann ich mir unmöglich auch noch Gedanken um den Sinn des Lebens machen!" Andi (Alexander Schubert) ist ein hagerer Typ, Single und Pragmatiker. Er stammt aus einer Handwerker-Familie. Schon sein Vater war Schlosser, sowie dessen Vater und dessen Vater. Doch Andi ist aus dieser bodenständigen Art geschlagen. In seiner Familie geht die Legende um, er sei als Baby mal vom Wickeltisch auf den Kopf gefallen. Ob er deshalb in einigen Punkten besonders einfältig ist, oder darauf seine immer wieder aufblitzenden, genialen Ideen zurückzuführen sind, wird wohl für immer ungeklärt bleiben.


Andi arbeitet bei einem Schlüsseldienst. Darin ist er unumstritten ein Ass. Es gibt keine Tür, die er nicht im Handumdrehen öffnen kann. Hobbymäßig beschäftigt er sich darüber hinaus mit dem Löten von computergesteuerten Schlössern. Zu allem Überfluss hat er auch noch ein Händchen für's Soziologische. Er hat etwas von Dostojewskis "Idiot". Bei einem Typen wie ihm hat keiner Angst, sein Innerstes nach außen zu kehren. Andi ist genervt davon, dass jeder glaubt, er könne seinen seelischen Müll bei ihm abladen. Er hat schließlich genug eigene Probleme. Die meisten Menschen halten ihn für einen Spinner, einen Nerd. Dabei können sie einfach nur nicht mit seiner entwaffnenden Offenheit und Ehrlichkeit umgehen. Andi befindet sich in einer seelischen Sackgasse. Er hat es satt, das Leben eines einsamen Sonderlings zu führen. Er will nicht mehr alleine sein und wünscht sich nichts mehr, als sein Leben mit jemand anderen teilen zu können.


Manchmal werden Wünsche wahr… doch Andi hat nicht damit gerechnet, dass er sein Leben ausgerechnet mit dem Tod teilen soll.

22.07.2014, Quelle: ZDFneo, aquafilm

Versenden

Artikel versenden

Versenden Sie den Beitrag an Freunde.

Datenschutz
Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
schließen Beitrag versenden

Versenden

Hinweis

Der Beitrag wurde erfolgreich versendet.

schließen

Merkliste

Papierkorb Bild
Merkliste versenden Merkliste schließen

Merkliste

Merkliste versenden

Versenden Sie Ihr Merkliste an Freunde.

Datenschutz
Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
Zurück zur Merkliste Absenden Button

Merkliste

Hinweis

Die Merkliste wurde erfolgreich versendet.

Zurück zur Merkliste Merkliste schließen