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Computer & Technik  | 19.08.2015  Google und der Datenschutz

Welche Änderungen bringt "Alphabet" für Nutzer?

Google steht vor dem größten Umbau seiner Geschichte: Der Internetriese zieht eine Trennlinie zwischen dem lukrativen Web-Geschäft mit seiner Suchmaschine samt Online-Werbung und neuen Projekten wie Roboter-Autos oder der Internetversorgung per Ballon und Drohne. Für Nutzer von Google-Diensten ändert sich dadurch vorerst nichts. Sie haben auch weiterhin dieselben Möglichkeiten, über die Erfassung und Verwendung ihrer Nutzerdaten zu bestimmen wie bisher. 

Alphabet - Organigramm

Konzernumbau

Aus Google wird Alphabet - aber für die Nutzer der zahlreichen Dienste des Konzerns ändert sich vorerst nichts.

(19.08.2015)
Google-Startseite

Google stellt sich neu auf - Nutzer sollten weiterhin genau schauen, welche Daten sie dem Konzern anvertrauen.

(Quelle: imago/MiS)

Wenn man etwas im Internet suchen möchte, dann googelt man es. Der Name der Suchmaschine ist weltweit in den normalen Sprachgebrauch übergegangen. Doch vom reinen Suchmaschinenbetreiber hat sich Google längst zu einem diversifizierten Konzern entwickelt: Zwar verdient Google heute noch immer am meisten Geld mit Werbung im Umfeld seiner Internet-Suchmaschine, jedoch stießen die Firmengründer Sergey Brin und Larry Page immer wieder neue Projekte an, die teilweise fernab des Kerngeschäfts liegen.

So umfasst die Google-Produktpalette heute nicht nur Marken wie die Videoplattform YouTube, das Betriebssystem Android oder die klassische Suchmaschine samt Google Maps, Google Earth oder Google Translate, sondern auch Projekte wie beispielsweise Loon, mit dem Google den Internetempfang mithilfe großer Ballons in entlegenen Gebieten ermöglichen will. Trotz der Umstrukturierung soll die Kernfirma weiterhin Google heißen. Sie wandert aber unter das Dach eines neu geschaffenen Mutterkonzerns namens Alphabet. Andere Unternehmenssparten wie Nest (Spezialist für die Heimvernetzung) oder das Innovationslabor Google X sollen zu eigenständigen Firmen in der Alphabet-Holding werden, die damit mehr Entwicklungsspielraum bekommen.

Übersicht über Einstellungen

Jeder, der sich einmal bei YouTube angemeldet hat, Gmail als E-Malprovider nutzt oder über Google Plus mit seinen Freunden vernetzt ist, hat ein Google-Nutzerkonto. Für die Nutzer von Google-Diensten hat die Umstrukturierung zunächst keine Konsequenzen. Google scheint neuerdings jedoch darum bemüht, die Datenschutzeinstellungen übersichtlicher und einfacher zu gestalten und startete in jüngster Vergangenheit eine Transparenzoffensive. Dies geschah nicht zuletzt auf Druck von Datenschützern, die die Daten-Sammelwut von Google immer schärfer kritisieren.

Waren viele Einstellungen vormals in diversen Untermenüs versteckt, so befinden sie sich inzwischen auf der Einstiegsseite zum Google-Nutzerkonto – „Mein Konto“. Dort können die Nutzer inzwischen leichter einsehen, welche Daten Google in seinen verschiedenen Diensten über sie gespeichert hat und sie können den Umfang festlegen, in dem Daten gesammelt werden. So ist es zum Beispiel möglich, das Erfassen eingetippter Suchbegriffe oder angesehener Videos zu unterbinden. Außerdem ist es möglich, personalisierte Werbung zu deaktivieren oder die Aufzeichnung der Standortbestimmung über Google Maps zu unterbinden, wenn der Dienst über ein Smartphone verwendet wird. Auch Internetnutzer ohne Google-Konto können Einschränkungen vornehmen, etwa beim Suchverlauf oder den Werbeeinstellungen.

Recht auf Vergessen

Wer Ergebnisse der Google-Suche löschen lassen möchte, etwa weil sie veraltet sind oder sensible Daten enthalten, kann einen Antrag bei Google stellen:
Google-Suche: Löschantrag (Das ZDF ist für Inhalte externer Internetseiten nicht verantwortlich)
Allerdings: Die Löschung der Inhalte erfolgt nur auf dem europäischen Markt, Nutzer außerhalb Europas können die Suchergebnisse weiter einsehen.

19.08.2015, Quelle: ZDF, dpa

Alternative Suchmaschinen

unbubble.eu: europäische Suchmaschine, die ungefilterte Ergebnisse liefern will.

duckduckgo.com: eine datensensible Suchmaschine

startpage.com: Suchmaschine, die von einem niederländischen Unternehmen betrieben wird. Die Suchmaschine bedient sich bei Google, sorgt aber dafür, dass Nutzer auch anonymisiert suchen und Webseiten besuchen können.

(Das ZDF ist für Inhalte externer Internetseiten nicht verantwortlich)

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