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Gesundheit  | 12.10.2015  Fitness-Trend "Functional Training"

Intensiv und effektiv statt monoton trainieren

Gewichte stemmen und sich an Geräten abrackern – das war gestern: Heute dient der eigene Körper als Fitnessgerät. „Functional Training“ heißt der neue Fitness-Trend. Anstatt isoliert einzelne Muskelgruppen zu trainieren, wird mit den Übungen der Körper im Ganzen gestärkt und die Bewegungsabläufe optimiert. 

Mann macht Liegestütze

Beim Functional Training wird mit vollem Körpereinsatz trainiert.

(Quelle: imago/imagebroker)

Seinen Körper ganzheitlich fit zu machen, liegt voll im Trend. Vor allem ein Schlagwort fällt dabei immer öfter: „Functional Training“ verspricht alles andere als langweilige, monotone Kraftübungen mit endlosen Wiederholung. Stattdessen stehen bei den Übungen die Bewegung, Abwechslung und das Gruppenerlebnis im Vordergrund.

Trainiert wird mit dem eigenen Körpergewicht, aber auch spezielle Trainingsgeräte wie Kugelhanteln, Seile oder Gymnastikbälle kommen zum Einsatz – jedoch fernab von den klassischen Geräten, die sich in Fitness-Studios finden. Die Übungen sind kurz gehalten: Jede Übungen dauert zwischen 30 Sekunden und zwei Minuten oder es werden die Wiederholungen gezählt – bis zu 40 an der Zahl. Die Pausen dazwischen werden ebenfalls möglichst kurz gehalten. Das macht das Training nicht nur intensiv, sondern eine Trainingseinheit auch recht kurz: Nach 60 Minuten ist eine Einheit absolviert.

Stabilisationsmuskulatur gestärkt

Eine typische Übung ist zum Beispiel das so genannte Sling-Training, bei dem sich der Trainierende mit den Händen oder Füßen in zwei von einem Gerüst baumelnde Ringe hängt und den Körper ausbalanciert. Oder es kommen zum Beispiel Kugelhanteln zum Einsatz, die aus der Hocke heraus vor den Körper geschwungen werden. So verbessert das Training nicht nur die Kraft und die Koordination, auch die Ausdauer und Beweglichkeit werden gesteigert und das Körpergefühl insgesamt verbessert. Kein Wunder, schließlich stammt das Konzept aus der Sport- und Physiotherapie.

Ob mit oder ohne Zusatzgeräte: Ziel der Übungen ist es, insbesondere jene Muskeln, die für die Stabilisation des Körpers zuständig sind – etwa Bauch-, Hüft- und Schulterblattmuskulatur –, zu kräftigen. Das besondere an den Übungen ist, dass sie in der Gruppe absolviert werden, die anspornt und motiviert. Ein Trainer führt durch das Programm und passt die Übungen an das individuelle Leistungsniveau jedes Teilnehmers an. Somit eignet sich das Training auch für Einsteiger oder Ältere. Um den Effekt der Trainingseinheiten zu intensivieren, sollten jeweils ein bis zwei Tage dazwischen liegen, an denen nicht trainiert wird. Auch ein spezieller Ernährungsplan kann zu einem neuen Körpergefühl und gesteigerter Fitness beitragen.

12.10.2015

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