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Top-Thema  | 23.10.2014  Identitätkslau im Internet

So schützen Sie Ihre Daten

Immer wieder fallen Zugangsdaten von E-Mail-Accounts Kriminellen in die Hände. Das heißt: Kriminellen sind E-Mail-Adressen mitsamt der dazugehörigen Passwörter bekannt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat die entsprechenden Adressen bekommen, um Betroffene warnen zu können. 

So schützen Sie Ihre Daten im Internet

Wer regelmäßig online einkauft, muss damit rechnen, dass seine Online-Identität von Verbrechern missbraucht wird. Experte Michael Terhaag erklärt, wie Sie Ihre Daten besser schützen können.

(23.10.2014)
Passwort

Passworteingabe

Wer kennt Ihre Zugangsdaten noch?

(Quelle: imago/Sven Simon)

Gestern schlug das BSI Alarm: 16 Millionen Email-Passwörter wurden geknackt. Wie Sie überprüfen können, ob Sie betroffen sind und wie Sie künftig ihre Daten sichern können, erklärt Götz Schartner.

(22.01.2014)

Nicht zum ersten Mal schlägt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Alarm: Bereits im Januar dieses Jahres wurden 16 Millionen Datensätze mit Zugangsdaten für Online-Dienste gestohlen. Besonders gefährdet für Hackerangriffe sind Nutzer, die ihr E-Mail-Passwort auch für andere Dienste verwenden, zum Beispiel für Online-Netzwerke wie Facebook oder bei Shopping-Seiten. Wenn Kriminelle einen Dienst geknackt haben, können sie sich so Zugang zu weiteren Profilen verschaffen.

Betroffene sollten ihren Computer digital säubern und Zugangsdaten für sämtliche Online-Profile ändern. Bevor Sie Ihre Passwörter ändern, muss der Rechner aber auf jeden Fall sauber sein. Verschiedene Firmen bieten kostenlose Viren-Software an. Am besten ist es, die Änderungen von einem Zweitrechner durchzuführen.

Sichere Passwörter

Eine grundlegende Regel lautet: Jeder Account bekommt ein eigenes Passwort. Ein sicheres Passwort besteht aus einer Kombination aus Zahlen, Sonderzeichen und Buchstaben in Groß- und Kleinschreibung. Es hat mindestens acht Stellen und sollte nicht in Wörterbüchern vorkommen. Namen von Familienmitgliedern, Freunden, des Haustiers, Lieblingsstars oder deren Geburtstage sind tabu.

So könnte man sich zum Beispiel einen Satz ausdenken, von dem die Anfangsbuchstaben der Wörter in das Passwort einfließen: Md10Rsis&r (Mit diesen 10 Regeln surfe ich sicher & risikolos). Benutzen Sie keine gängigen Wiederholungen wie „asdfg“ (alle Buchstaben liegen nebeneinander auf der Tastatur) oder „1234abcd“.

Regelmäßig ändern

Ändern Sie Ihr Passwort regelmäßig. Auf vielen Portalen werden Sie daran erinnert, das Passwort zu ändern. Klicken Sie die Aufforderung nicht einfach weg, sondern kommen sie ihr am besten direkt nach.

Passwort-Manager

Um den Überblick über die verschiedenen Passwörter zu behalten, kann man spezielle Passwort-Manager verwenden, die die Passwörter wie in einem Safe verwalten. Die Schwachstelle dabei ist allerdings: Wird dieser „Safe“ geknackt, haben die Hacker sämtliche Passwörter in der Hand.

Ebenso gut kann man sich das Passwort auf einem Zettel notieren und zur Sicherheit davor und danach noch ein paar Stellen hinzufügen. Sollte der Zettel verloren gehen, wissen die Finder nicht, wo das eigentliche Passwort beginnt und wo es endet.

23.10.2014, Quelle: ZDF, dpa

Passwörter & Co. - Tipps zur Sicherheit

Passwort

Hand auf einer Tastatatur

Der umsichtige Umgang mit dem Computer beginnt bei der Wahl des Passworts. Wählen Sie stets einen Code, der nicht zu erraten ist und immer eine Kombination aus Ziffern, Zahlen und Sonderzeichen.

Verschicken Sie niemals Passwörter per E-Mail. E-Mails gelten allgemein als unsicher, weshalb der Versand vertraulicher Informationen ein hohes Sicherheitsrisiko birgt. Seriöse Unternehmen werden Sie niemals darum bitten, Ihr Passwort preiszugeben.

Anti-Virus-Software

Installieren Sie eine Anti-Virus-Software oder eine anerkannte Internet-Sicherheitssoftware und aktualisieren Sie diese auch täglich. Vergessen Sie dabei nicht, auch an Ihrem Smartphone dieselben Sicherheitsvorkehrungen und Schutzmaßnahmen wie beim PC vorzunehmen.

Sicherheitspatches

Installieren Sie regelmäßig die vom Hersteller des Betriebssystems angebotenen Sicherheitspatches. Dadurch werden Sicherheitslücken im Betriebssystem geschlossen. Auch bei Ihrem Smartphone sollten Sie regelmäßig Updates einspielen, um eventuelle Sicherheitslücken zu schließen.

Dateianhänge

Öffnen Sie niemals Dateianhänge (EXE-Dateien, PDF-, Word- oder Excel-Dateien) an E-Mails von Absendern, die Ihnen unbekannt sind, oder Anhänge, die sie nicht erwarten. Sie könnten Trojaner enthalten.

Links

Klicken Sie nicht auf Links, die in E-Mails enthalten sind. Das gilt auch für Nachrichten im Chat oder in sozialen Netzwerken, zum Beispiel Facebook. Dahinter kann sich Schadsoftware verbergen. Prüfen sie auch auf dem Smartphone sorgfältig, welche Anwendungen Sie installieren.

Datensicherungen

Führen Sie regelmäßig Datensicherungen auf externen Datenträgern (wie zum Beispiel auf externen Festplatten) durch. Damit können Ihre Dateien im Falle einer Beschädigung oder Verschlüsselung durch ein bösartiges Programm wieder zurückkopiert werden.

Öffentliche Computer

Erledigen Sie Ihre Bankgeschäfte nicht von öffentlichen Computern aus, zum Beispiel in Internet-Cafés. Denn Browser speichern die Daten der letzten Verbindungen in einem Zwischenspeicher ab – dem so genannten Cache. Kriminelle können dann später diese Informationen im Cache auslesen. Können Sie nicht vermeiden, fremde Rechner zu nutzen, sollten Sie den Cache des Browsers in jedem Fall im Anschluss an Ihre Sitzung löschen.

Auch bei Hotspots und offenen WLAN-Netzen sollten Sie keine Bankgeschäfte erledigen. Dort ist es besonders einfach Daten und Passwörter abzufangen.

Mobile Geräte

Speichern Sie auf Ihren mobilen Geräten keine PINs und TANs ab. Bei Diebstahl gelangen ansonsten die gespeicherten Informationen in den Besitz von Kriminellen. Unbemerkten Zugriff auf Ihr Smartphone verhindern Sie mit einer Tastensperre und Passwortschutz.

Informationen des BSI

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