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UV-Strahlen  | 08.06.2015  WISO-Test: Mängel bei UV-Schutzkleidung

UV-Schutzkleidung von namhaften Markenherstellern halten häufig nicht den angegebenen UV-Schutz ein. In einer Stichprobe des ZDF-Verbrauchermagazins WISO fallen von zehn getesteten Produkten vier durch. Der WISO-Test hat zu einer Rückrufaktion und zu einem Verkaufsstopp geführt. 

Wäscheleine

Sonnenschutz durch Kleidung

Wer sich viel in der Sonne aufhält, sollte sich gut schützen, vor allem Kinder und helle Hauttypen. Was viele nicht wissen, wie gut schützt eigentlich unsere Kleidung vor der Sonne? Wir probieren aus.

(08.06.2015)
Label UV-Schutzkleidung

UV-Schutzkleidung, schützende Schicht?

UV-Schutzkleidung soll vor der gefährlichen Strahlung schützen. Darauf verlässt sich der Verbraucher. Doch tut sie das wirklich? Wir machen eine Stichprobe.

(08.06.2015)

Sonne pur, Hitzewelle über Deutschland, erstes Wochenende mit Rekord-Temperaturen und Rekord-Besuchen in Schwimmbädern, Badeseen und an den Küsten. Riesengroß ist dann auch die Nachfrage nach Sonnenschutz-Kosmetik, um sich vor zuviel Sonne zu schützen. Viele machen sich kundig über die notwendige Höhe von Lichtschutzfaktor bei Sonnencreme & Co.

Puma ruft Ware zurück – Kaufhof stoppt Verkauf

Aber wie sieht es eigentlich mit der richtigen Kleidung bei brennender Sonne aus, also wie gut schützt eigentlich Spezialkleidung vor den gefährlichen UV-Strahlen? Das hat die WISO-Redaktion wissen wollen und UV-Schutzkleidung namhafter Hersteller getestet. Das Ergebnis ist ernüchternd: Die getestete UV-Schutzkleidung hält häufig nicht den angegebenen Schutz ein. In einer WISO-Stichprobe von namhaften Markenherstellern fallen von zehn getesteten Produkten vier durch.

Dabei handelt es sich um UV-T-Shirts von Puma und Boss sowie um Kindermützen mit UV-Schutz von Sterntaler und Döll. Puma hat inzwischen eine Rückrufaktion der betroffenen Kleidungsstücke gestartet. Bei einem weiteren WISO-Test wurde die Alltagstauglichkeit der UV-Schutzkleidung geprüft. Nach mehrmaligem Waschen und Gebrauch haben ein T-Shirt von Adidas sowie Kindermützen von Maximo und Fiebig Kaufhof den Alltagsbelastungen nicht standgehalten und an UV-Schutz verloren. Kaufhof hat die betroffenen Mützen nach eigenen Angaben bereits vom Markt genommen. Auf WISO-Nachfrage haben einige Hersteller erklärt, die Etiketten künftig transparenter gestalten und ihre Testverfahren überprüfen zu wollen.

Sendehinweis

Den ganzen Test sehen Sie am 8. Juni ab 19:40 Uhr in WISO im ZDF.

Auch positive Testergebnisse

Restlos überzeugt haben im Prüflabor die Mütze von JAKO-O sowie die T-Shirts von Nike und Jack Wolfskin. Alle drei haben nicht nur im Neuzustand den angegebenen UV-Standard eingehalten, sondern in Tests auch ihre Alltagstauglichkeit nachgewiesen.

WISO hatte in seiner Stichprobe zehn Produkte von bekannten Herstellern ausgewählt, die UV-Schutzkleidung anbieten. In einem Labor wurde getestet, ob sie den angegebenen UV-Schutz einhalten. Geprüft wurde je ein UV-T-Shirt der Marken Adidas, Nike, Puma, Jack Wolfskin und Hugo Boss, außerdem fünf Kindermützen mit UV-Schutz von den Marken Maximo, Sterntaler, Döll, JAKO-O und Fiebig Bob der Bär.

Zunächst wurde der angegebene UV-Schutz im Labor im Neuzustand nach einem von allen Herstellern akzeptierten australisch-neuseeländischen Standard geprüft. In einem zweiten Schritt wurde untersucht, wie der UV-Schutz Alltagsbelastungen standhält, indem man die Proben gewaschen, gedehnt und gerieben hat und so eine Alltagsabnutzung simuliert hat. Dieses Prüfverfahren nach dem UV-Standard 801 ist für die Hersteller bisher nicht verbindlich vorgeschrieben.

Service: Richtig vor Sonnenbrand schützen

Herrliches Sommerwetter lockt die Menschen nach draußen: Radfahren, Tennis oder der Besuch in Park und Schwimmbad stehen auf dem Programm. Doch viele vergessen bei den Freizeit-Aktivitäten für den richtigen Sonnenschutz zu sorgen oder halten sich zu lange in der prallen Sonne auf.

Bevor es in die Sonne geht, sollten Sie Ihren Hauttyp bestimmen. Dadurch erfahren Sie, welchen Eigenschutz Ihre Haut besitzt. Wer beispielsweise helle Haut, blaue oder grüne Augen oder Sommersprossen hat, trägt ein individuell höheres Risiko als andere. Hautärzte unterscheiden zwischen vier bzw. sechs Hauttypen. 

Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) bietet die kostenlose App "UV-Check" (iOS und Android) an, mit der Sie eine gute Orientierung für Ihre tägliche Sonnendosis bekommen können. Wichtig dabei ist auch der sogenannte  UV-Index (UVI). Er beschreibt den am Boden erwarteten Tagesspitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bietet online eine  3-Tages-Prognose für den UVI-Wert in Deutschland an.

So schützen Sie Ihre Haut im Sommer

#1 - Eigenschutzzeit & Hauttyp

Je nach Hauttyp hat Ihre Haut eine unterschiedliche Eigenschutzzeit in der Sonne. Die Eigenschutzzeit gibt an, wie lange Sie in der Sonne bleiben können, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Bestimmen Sie Ihren Hauttyp. 

Bei Kindern gelten andere Regeln, da der Eigenschutz noch nicht voll ausgeprägt ist. Sie sollten mit einem speziellen Sonnenschutzmittel geschützt werden. Die Haut von Kleinkindern bis zu einem Alter von einem Jahr sollte der Sonne gar nicht ausgesetzt werden. 

(Quelle der Tipps: DGUV, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung)

#2 - An die Sonne gewöhnen

Gewöhnen Sie die Haut langsam an die Sonne: Das tägliche Sonnenbad sollte in den ersten Tagen 10 bis 15 Minuten nicht überschreiten. Und nach der Eingewöhnung - je nach Hauttyp - nicht länger als 20 bis 30 Minuten dauern.

#3 - Mittagssonne meiden

Vermeiden Sie grundsätzlich einen Sonnenbrand. Meiden Sie die pralle Mittagssonne: Zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Strahlenbelastung am größten.

#4 - Sonnenschutz nutzen

Lässt sich ein längerer Aufenthalt in der Sonne nicht vermeiden, tragen Sie eine Kopfbedeckung und Körper bedeckende Kleidung. Schützen Sie freie Hautflächen durch Sonnenschutzmittel.

#5 - Sonnenschutzmittel

Verwenden Sie Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 15 und höher. Achten Sie darauf, dass alle freien Hautflächen eine ausreichende Menge an Sonnenschutzmittel abbekommen.

# 6 - Sonnenschutz regelmäßig erneuern

Nach dem Baden muss der Sonnenschutz erneuert werden. Es gibt speziellen Sonnenschutz für empfindliche und Kinderhaut. Lassen Sie sich in der Apotheke bzw. im Fachhandel beraten.

#7 - Nebenwirkungen bedenken

Kontrollieren Sie die Beipackzettel von Medikamenten und Kosmetika auf Nebenwirkungen, die die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen. Dementsprechend müssen Sie Ihren Sonnenschutz anpassen.

#8 - Augen schützen

Schützen Sie auch Ihre Augen mit Sonnenbrillen nach DIN EN 1836. Dabei sollte auch die Brillenfassung vor seitlichem Lichteinfall schützen. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin stellt die Broschüre Augen auf beim Brillenkauf! (pdf) zur Verfügung, die Tipps beim Sonnenbrillenkauf gibt.

08.06.2015

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