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Sendung vom 08.07.2016 [Archiv] Die RAF

Die Geschichte der Roten Armee Fraktion

Bereits mit ihrer Namensgebung hat die Terrorgruppe "Rote Armee Fraktion" ihre Ideologie und Ziele offen gelegt: die Nähe zur Sowjetarmee und als Teil einer imaginären internationalen Bewegung. Die "Rote Armee Fraktion" schaffte es zeitweise, ihr eigenes Image in der Öffentlichkeit zu manipulieren: So wurden in manchen Kreisen die brutale terroristische Organisation als "soziale Protestbewegung" gesehen. Durch bewusste Nutzung der Medien hielten sich hartnäckig Mythen, die aus den Tätern Opfer machen sollten. 

Die Geschichte der RAF: RAF-Logo

Die Geschichte der RAF (1)

28 Jahre lang versetzte die Terror-Organisation Rote Armee Fraktion die deutsche Politik und Wirtschaft in Angst und Schrecken. In Teil 1 der Doku-Reihe geht es um die Entstehungsgeschichte der RAF.

(08.01.2015)
Die Geschichte der RAF: 2. Die Jagd auf die

Die Geschichte der RAF (2)

Bevor es zu politischen Taten kommt, sorgt die RAF mit Banküberfällen, Fahrzeug- und Dokumentendiebstählen für Aufsehen. In dieser Zeit entsteht einer der stärksten Mythen der RAF.

(08.01.2015)
Die Geschichte der RAF: Der Knast, der Prozess und die Sympathisanten: Die durch ein Feuer beschädigte deutsche Botschaft in Stockholm nach einem Überfall der RAF

Die Geschichte der RAF (3)

RAF-Leute werden oft als Opfer angesehen.In vielen deutschen Städten bilden sich Komitees zur Unterstützung der RAF-Gefangenen. Hier rekrutiert sich bald die zweite Generation der Terroristen.

(08.01.2015)
Die Geschichte der RAF Der deutsche Herbst - das Jahr 1977 Hanns Martin Schleyer auf einem Foto

Die Geschichte der RAF (4)

1977 geht als der Deutsche Herbst in die Geschichte ein und ist geprägt durch kaltblütige Morde. Wieder wird ein Mythos der RAF begründet: niemand in Politik und Wirtschaft kann sich sicher fühlen.

(08.01.2015)

Jacqueline Sand

Die Rote Armee Fraktion (RAF) stand seit den siebziger Jahren für Mord und Terror. Nach der Studentenrevolte Ende der 1960er Jahre war es zunächst die Baader-Meinhof-Gruppe,
die die Polizei in Atem hielt. Am Anfang stand eine Kaufhausbrandstiftung. Andreas Baader, einer der Täter, wurde 1970 verhaftet und wenige Wochen später von bewaffneten Gesinnungsgenossen befreit. Das war der Beginn des "bewaffneten antiimperialistischen Kampfes" im Untergrund.

Der blutige Weg des Terrors

unsere kombo aus archivbildern zeigt potraets der deutschen terroristen jan-carl raspe, gudrun ensslin und andreas baader, von links, aufgenommen im mai 1977 in der stuttgarter justizvollzugsanstalt stammheim.  vor fast 25 jahren, am 18. oktober 1977, nahmen sich die raf-haeftlinge baader, ensslin und raspe im hochsicherheitsgefaengnis stuttgart-stammheim das leben. (ap photo)
Die Terroristen Jan-Carl Raspe, Gudrun Ensslin und Andreas Baader (Quelle: ap)

Die Mitglieder der Gruppe folgten ideologisch dem Vorbild der lateinamerikanischen Stadtguerilla. Die RAF bezeichnete sich selbst gerne als "Stadtguerilla" oder soziale Protestbewegung. Ziel war, die Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik gewaltsam umzustoßen. Nachdem 1972 mit Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin, Jan Carl
Raspe und Holger Meins der "harte Kern" festgenommen worden war, trat neben dem
bewaffneten Untergrundkampf die Absicht in den Vordergrund, inhaftierte Gesinnungsgenossen zu befreien.

Morde an prominenten Persönlichkeiten wie Generalbundesanwalt Siegfried Buback, dem
Bankier Jürgen Ponto, Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer (alle 1977), MTU-Chef
Ernst Zimmermann (1985), dem Siemens-Manager Karl Heinz Beckurts und Ministerialdirektor Gerold von Braunmühl (beide 1986), dem Chef der Deutschen
Bank, Alfred Herrhausen (1989) sowie den Treuhand-Präsidenten Detlev Rohwedder (1991)
sind blutige Stationen dieses "Kampfes".

Ausgeliefert und verurteilt

Die RAF blieb gesellschaftlich isoliert, fand aber immer wieder Sympathisanten, die sich vor allem für die Forderung nach einer Zusammenlegung der RAF-Häftlinge
einsetzten. Einige RAF-Mitglieder wandten sich vom Terrorismus ab, fanden mit Hilfe
der Stasi Zuflucht in der DDR, wurden nach der Wende an Westdeutschland ausgeliefert und meist verurteilt.

08.07.2016, Quelle: Mit Material von dpa

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