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Sendung vom 23.05.2015 [Archiv] Reiseführer durch die Galaxie

Eine Reise zu unseren Nachbarplaneten

Mittlerweile gibt es Reiseführer für jedes Land auf Erden - höchste Zeit also, auch unsere Nachbarplaneten touristisch zu erschließen! Vom brütend heißen Merkur über den geheimnisvollen Mars und die Gasriesen mit ihren zahlreichen Monden führt die Serie bis an den äußersten Rand unseres Sonnensystems, zum Zwergplaneten Pluto und in den 4,5 Milliarden Kilometer entfernten Kuiper-Gürtel, wo sich aus planetarischem Staub unablässig neue Kometen bilden. 

Abenteuerurlaub auf dem Mars, ein verlängertes Wochenende auf dem Jupiter oder Flitterwochen auf der Venus. Wer weiß, was in Zukunft möglich sein wird? Fest steht: Den Reiseführer für interplanetare Fernreisen gibt es schon heute - in Form der sechsteiligen Reihe "Reiseführer durch die Galaxie". Mit Hilfe fotorealistischer Computertricks werden die Sehenswürdigkeiten des Sonnensystems vorgestellt. Hinzu kommen zahlreiche Tipps für das menschliche Überleben vor Ort.

Mars

Schon die alten Römer kannten den Mars, der von der Erde aus gut sichtbar ist - und benannten ihn aufgrund seiner blutroten Farbe nach ihrem Kriegsgott. Seitdem mit dem Aufkommen von Fernrohren im 17. Jahrhundert genauere Beobachtungen entfernter Gestirne möglich wurden, beflügelte der Mars auch die Phantasie von Schriftstellern, die den Roten Planeten mit allerlei mehr oder minder intelligenten Bewohnern bevölkerten. Heute wissen wir dank zahlreicher Raumsonden, dass der Mars eine kalte und wüste Einöde ist - wenn es hier irgendwo Leben gibt, muss es sich tief in den Boden zurückgezogen haben.

Aber was dem Mars an Fauna und Flora fehlt, macht er mit atemberaubenden Landschaften wieder wett: Vom größten Vulkan des Sonnensystems, dem Olympus Mons, bis zum weit verzweigten, spektakulären Canyon-System Valles Marineris reicht das Spektrum an Sehenswürdigkeiten, das "Reiseführer durch die Galaxie" in dieser Folge vorstellt. Und natürlich kommen die praktischen Tipps für zukünftige Weltraum-Touristen nicht zu kurz: so etwa der Hinweis auf die geringe Schwerkraft auf dem Mars, die auch ungeübten Athleten Supersprünge ermöglicht. Bis dieser Freizeitsport allerdings wirklich in Mode kommt, dürften noch einige Jahrzehnte vergehen.

Venus und Merkur

Wer Bleigießen zu seinen Hobbys zählt, ist hier genau richtig: Stattliche 427 Grad Celsius beträgt die Höchsttemperatur auf dem sonnennächsten Planeten Merkur - 99 Grad mehr, als zum Schmelzen von Blei notwendig sind. Auch auf der wolkenverhangenen Venus erwartet etwaige Besucher ein Hitzeschock: Die Atmosphäre besteht zu 96,5 Prozent aus Kohlendioxid und beschert dem Planeten eine Durchschnittstemperatur von 460 Grad Celsius.

Der Luftdruck entspricht in etwa dem 90-fachen des irdischen. "Reiseführer durch die Galaxie" stellt die touristischen Hotspots der beiden heißesten Planeten unseres Sonnensystems vor: Wer spektakuläre Sonneneruptionen aus nächster Nähe beobachten will, sollte einen hitzefesten Liegestuhl auf dem Merkur reservieren. Wem dagegen der Sinn nach einem wahrhaftigen Höllenritt steht, sollte einen Tauchgang in die Venus-Atmosphäre buchen, wo den Besucher neben extremer Hitze auch dichte Wolken aus Schwefelsäure erwarten.

Der Saturn

1610 beobachtete Galileo Galilei bei Fernrohrstudien des Saturn zwei merkwürdige Ausbuchtungen zu beiden Seiten des Planeten. Aufgrund der geringen Auflösung seines optischen Instruments waren diese "Henkel", wie Galilei sie taufte, für ihn nur schwer zu deuten. Als er die Beobachtung später nicht verifizieren konnte, verfolgte der berühmte Astronom und Mathematiker die rätselhafte Erscheinung nicht weiter. Erst mit dem Aufkommen verbesserter Fernrohre ließ sich das Rätsel lösen: 1659 veröffentlichte der niederländische Gelehrte Christiaan Huygens nach eingehenden Beobachtungen seine Theorie über die Ringe des Saturn.

Heute wissen wir sehr genau über die Zusammensetzung der Ringe Bescheid, die aus Stein- und Eispartikeln bestehen und in einem komplizierten System aus über 100.000 Einzelringen angeordnet sind. Zusammengehalten werden sie durch das Zusammenspiel ihrer eigenen Schwerkraft mit den Gravitationskräften der mehr als 60 Saturnmonde. "Reiseführer durch die Galaxie" besucht einen der faszinierendsten Orte unseres Sonnensystems und holt die Ringe und Monde des Saturn dank photorealistischer Computeranimationen zum Greifen nah auf den Bildschirm.

Der Jupiter

Jupiter ist das Schwergewicht unter den Planeten unseres Sonnensystems: Sein Durchmesser von 143.000 Kilometern entspricht dem elffachen des irdischen, seine Masse sogar dem 318-fachen unseres Heimatplaneten. "Reiseführer durch die Galaxie" bricht zu einer packenden Forschungsreise zu diesem beeindruckenden Gasriesen auf: Es geht tief hinab in die dichten Wolken, wo gigantische Stürme toben - allen voran der Große Rote Fleck, ein seit Jahrhunderten bestehendes Hochdruckgebiet mit charakteristisch orangeroter Färbung, in das die Erde gleich zweimal hineinpassen würde.

Doch nicht nur Jupiter selbst stattet die Serie einen Besuch ab, sondern auch einigen seiner 63 Monde: Darunter sind so unterschiedliche Welten wie Io, dessen von riesigen Vulkankesseln und Seen aus geschmolzenem Schwefel geprägte Landschaften ihm den Spitznamen "Pizzamond" eintrugen, oder die eisige Europa. Unter deren kilometerdicker Eiskruste vermuten Experten einen Wasserozean, in dem sich vielleicht sogar Leben entwickelt haben könnte.

23.05.2015

ZDFmediathek: ZDFinfo

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