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Sendung vom 12.08.2015 [Archiv] ZDFzoom: Aus Liebe zum Tier

Wie weit dürfen Aktivisten gehen?

Radikale Tierschützer wollen, dass kein einziges Tier durch Menschenhand benutzt wird, stirbt oder leidet. Im Namen der Tiere machen sie mobil - häufig auch mit illegalen Aktionen.
Über Monate tauchten die ZDFzoom-Reporter in die Welt der Aktivisten ab und begleiteten sie bei ihren meist nächtlichen Feldzügen. Ziel dieser Attacken: Bauern, Wissenschaftler und Geschäftsleute, die mit Tieren ihr Geld verdienen. 

2000 Straftaten in den letzten 10 Jahren gehen auf das Konto radikaler Tierschützer, weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit, meldet das Bundeskriminalamt. Meist sind es kleinere Delikte, mit denen angebliche Tierquäler zermürbt werden sollen. Auch wenn sie für ihre Ziele mit dem Gesetz in Konflikt geraten, sehen sich die Aktivisten im Recht, „…Tiere zu befreien und Dinge zu zerstören, um viel schlimmeres Unrecht, Tiere töten, zu verhindern“, sagt eine Aktivistin von der „Tierbefreiung Hamburg“.

Zu besonders militanten Aktionen bekennt sich häufig die internationale Aktionsgruppe „Animal Liberation Front“, die, wie sie es nennen, „Tier-Industrie“ weltweit mit Anschlägen attackiert. Eine Entwicklung, welche die europäische Polizeibehörde Europol mit Sorge beobachtet. Sie bestätigt den grenzüberschreitenden Anstieg von Straftaten. Die Opfer sprechen von „Bedrohungen für Leib und Leben“ und fürchten um ihre Existenz. „Der Markt verlangt nach Fleisch, ich produziere vollkommen legal und außerdem bezahlbares Fleisch, was wollen die von mir?“, beklagt sich ein Geflügelbauer, den ein Brandanschlag beinahe ruiniert hätte.

Auf der anderen Seite werden Tierrechte gesellschaftlich zunehmend akzeptiert, viele Auflagen verschärft, Tierschutz ist mittlerweile sogar im Grundgesetz verankert. Die Zahl der Vegetarier und Veganer steigt rapide – nicht zuletzt durch schockierende Bilder gequälter und misshandelter Tiere in der Massentierhaltung, die zum großen Teil auf Undercover-Recherchen der Tierrechtsaktivisten zurückgehen.
Prof. Peter Singer, Ethik-Professor an der Universität in Princeton, USA, und zentrale Figur der Tierrechtsbewegung, ist sich sicher: „Die vegane Bewegung ist nicht aufzuhalten, wir brauchen Industrien, die ohne Tierausbeutung auskommen; dieses Umdenken in der Gesellschaft findet bereits statt.“

12.08.2015

Sendungsinformationen

Mittwoch 12.08.2015, 22:45 - 23:15 Uhr

VPS 12.08.2015, 22:45 Uhr


Länge: 30 min.

Deutschland , 2015

Weitere Informationen

Buch: Michael Strompen, Ulrike Brödermann, Peter Ruppert

Kamera: Michael Strompen, Ulrike Brödermann, Peter Ruppert

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