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Fernsehfilm der Woche  | 01.10.2012  Spreewaldkrimi - Eine tödliche Legende

Kommissar Krüger ermittelt in zwei Todesfällen, die sich bei und im Schloss Lübbenau ereignet haben. Der eine Tote scheint im Suff in einem Fließ ertrunken zu sein, der andere ist angeblich an Herzversagen im Hotel gestorben. Doch bald stellt sich überraschend heraus, dass die Ursache in beiden Fällen Schlangengift war. 

Die Verhöre führen Krüger tief zurück in die Geschichte Lübbenaus und in alte Familiengeschichten. In den Klagen von Alteigentümern auf Rückgabe des zu DDR-Zeiten verstaatlichten Grund und Bodens findet er einen vielversprechenden Ermittlungsansatz: Rache für erlittenes Unrecht.

Alte Mythen und Sagen

Die Geheimnisse der Vergangenheit verdichten sich, und gegenseitige Verdächtigungen prägen die Gegenwart in der Spreewaldgemeinde. Es gibt Morddrohungen. Kommissar Krüger hat alle Mühe, in den Verstrickungen alter Mythen und Sagen dem Täter auf die Spur zu kommen und die Morde aufzuklären.

Der mittlerweile vierte Spreewaldkrimi aus der Feder von Thomas Kirchner, wieder von Wolfgang Esser produziert, hatte im Juni seine Premiere auf dem Festival des Deutschen Films in Ludwigshafen.

Zitat aus dem Programmheft

"Die letzte Schlacht gegen das westslawische Einwanderervolk der Sorben fand vor mehr als 1.000 Jahren statt. Im Spreewald, an der heutigen Grenze zwischen Brandenburg und Polen, überlebte es als kleines assimiliertes Volk in Kleinstadtstärke. Überdauert haben Sprache und Legenden. Zum Beispiel die vom "Schlangenkönig", die auf die vielen Schlangen im Niedrigwasser der Lausitzer Sümpfe anspielt. Nebel wabern, manche Häuser sind nur mit dem Boot zu erreichen.

In diesem Milieu siedeln der Autor Thomas Kirchner und der Regisseur Torsten C. Fischer ihren Spreewaldkrimi an. Hinter den Morden in jüngster Zeit, die aufzuklären sind, stecken uralte Legenden ebenso wie korrupte Deals aus der Wendezeit der DDR. Republikflüchtigen hatte man damals ihre Grundstücke für einen Spottpreis abgenommen, später in juristisch abgesicherten Regelungen weitergegeben. Die Ungerechtigkeiten werden von Generation zu Generation weitervererbt.

Rätselhafte Zeichnungen bringen die Ermittler auf immer neue Spuren. Eine Tochter sucht nach dem, was ihr Vater zurückgelassen hat, und begegnet ihm wie einem Geist, der gerade noch vorbei gekommen ist. In dessen Skizzenbüchern schläft das Geheimnis des legendären Schlangenkönigs, dessen Erbe mit Ringelnattern an jedem Tatort von einem geheimnisvollen Täter offenbar wieder heraufbeschworen werden soll. Alte Zeiten, Magie und Märchen, Vergangenheit und Gegenwart verbinden sich und geben dem archaischen Spreewald sein Geheimnis zurück.

In wunderbaren Bildern beschwört Fischer einen Traum von Deutschland zurück, als es noch keine Groß- oder Mittelmacht war. Ein Film von solcher Intensität, dass er schon gar nichts mehr mit dem Krimi-Genre zu tun hat, wo er so offensichtlich angesiedelt ist. Wer der Mörder gewesen ist, ist am Ende des Films fast egal."

01.10.2012

ZDFmediathek: Der Fernsehfilm der Woche

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