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Margot Käßmann  | 17.05.2012  Tor zum Himmel

Das Fest Christi Himmelfahrt

40 Tage nach Ostern feiern die Christen aller Konfessionen das Fest Christi Himmelfahrt. Das Geschehen ist sowohl im Lukas-Evangelium als auch in der Apostelgeschichte festgehalten. Nachdem Jesus mit seinen Jüngern gesprochen hatte, so heißt es in der Bibel, "wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken". 

von Silvia Schmidt-Kahlert und Charlotte Magin

Collage vom Himmel
Collage vom Himmel (Quelle: ZDF)

Im christlichen Kirchenkalender hat Christi Himmelfahrt 40 Tage nach Ostern seinen "Sitz im Leben". Die Erzählung von der Himmelfahrt Christi findet sich im Neuen Testament in der Apostelgeschichte und im Lukasevangelium. Die beiden biblischen Texte beschreiben, wie der Sohn Gottes die Erde verlässt und zu seinem Vater zurückkehrt. Jesus hatte sich nach seiner Auferstehung vom Tod für einen kurzen Zeitraum seinen Jüngern mehrmals gezeigt, sich schließlich von ihnen verabschiedet und schwebte am 40. Tag zu Gott empor. Es ist der Abschied von seinen Jüngern.

Doch nach christlichem Verständnis ist das kein Abschied auf ewig. Denn der in den Himmel auffahrende Christus hinterlässt ihnen ein tröstliches Versprechen, nämlich durch die Kraft aus der Höhe bei ihnen zu bleiben und sie zu stärken. Die Gewissheit eines höheren Beistandes hat die ersten Christen dann auch ermutigt das Evangelium weiter auszubreiten und neue Gemeinden zu gründen. Der Glaube an die Himmelfahrt Christi findet bis heute seinen Ausdruck im apostolischen Glaubensbekenntnis, das in allen christlichen Gottesdiensten gebetet wird.

Von Himmelfahrt und Vatertag

Zu Beginn des Christentums war die Feier der Himmelfahrt mit Pfingsten verbunden. Erst seit dem vierten Jahrhundert entwickelte sich daraus ein eigenständiges Fest. In Deutschland ist Christi Himmelfahrt gesetzlicher Feiertag. In manchen Gegenden ist es Tradition, an diesem Tag in der Kirche eine Christusstatue zur Decke hinaufzuziehen.

Mit dieser sehr anschaulichen Auffahrt sollte in früheren Zeiten auch denen, die nicht lesen konnten, das biblische Geschehen nahe gebracht werden. Oft finden auch Prozessionen durch Felder oder Weinberge statt, in denen die Gläubigen für ein gutes Erntejahr beten. Volkstümlich ist Christi Himmelfahrt zum Vatertag mutiert, in der ehemaligen DDR gar zum Herrentag. Obwohl der Tag sinnentleert erscheint, gibt es bei vielen Zeitgenossen dennoch eine Ahnung von einem größeren Kosmos, als dies die Schulbücher vermitteln. Christi Himmelfahrt - ein Urbild menschlicher Hoffnung.

17.05.2012

Margot Käßmann - mitten im Leben im ZDF

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