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Freiwilliger Einsatz für die Gesellschaft

Freiwillig und ehrenamtlich aktiv zu sein heißt, unsere Gesellschaft zu gestalten. Immer häufiger sind Vereine, kulturelle und soziale Einrichtungen auch auf freiwilliges Engagement angewiesen, denn viele öffentliche Mittel wurden gekürzt. Schätzungen zufolge sind etwa 23 Millionen Menschen in Deutschland ehrenamtlich tätig, zunehmend auch junge Leute. Doch auch Menschen mit Behinderungen wollen bürgerschaftliches Engagement zeigen und sich sozial engagieren.  

Soziales Engagement für die Gesellschaft
Soziales Engagement für die Gesellschaft (Quelle: ZDF)

So auch der 14-jährige Jascha. Er wusste ganz genau wo und wie er sich engagieren möchte: bei der freiwilligen Feuerwehr in seinem hessischen Wohnort. Seit zwei Jahren ist er bereits mit neun weiteren Jugendlichen dabei, denn sein großer Traum ist es, Feuerwehrmann zu werden. Jeden Donnerstag wird geübt. Jascha braucht zwar etwas mehr Unterstützung als die anderen, denn er hat das Down-Syndrom. Dass hindert ihn aber nicht daran, immer ganz vorne dabei zu sein.

Er soll alle Übungen selbständig ausführen lernen, und wenn er mal Unterstützung braucht, kann er sich auf seine Kameraden verlassen. Da Jascha Gefahren jedoch schwer einschätzen kann, ist immer ein Betreuer an seiner Seite. Ein ganz wichtiger Ansprechpartner ist auch sein Vater, der selbst Feuerwehrmann ist. Er ist Jaschas großes Vorbild, und in ein paar Jahren möchte er genauso wie sein Vater mit seinen Kameraden zu Einsätzen fahren.

Inklusion voranbringen

Soziales Engagement für die Gesellschaft
Anderen Zeit schenken 1 (Quelle: ZDF)
Was für Jascha und seine Kameraden bereits selbstverständlich ist, soll auch bundesweit ausgebaut werden. Deshalb startete die Deutsche Jugendfeuerwehr, unterstützt von der Aktion Mensch, das Projekt "Jugendarbeit mit Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung". Die Deutsche Jugendfeuerwehr ist mit zirka 240.000 Mitgliedern einer der großen Jugendverbände in Deutschland. Sie haben Vorbildcharakter und sollen verstärkt für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen sensibilisiert werden, damit auch hier Inklusion gelingt.
Caroline Dostel engagiert sich in einem Berliner Patenprojekt. Sie unterstützt die 23-jährige Franziska und ihren kleinen Sohn Elias. Die junge Mutter ist alleinerziehend, verbrachte ihre Kindheit im Heim. Ein soziales Netzwerk hat sie nicht und ihren Wunschberuf Altenpflegerin konnte sie wegen der Schichtarbeit nicht erlernen. Zeit für sich selbst hat Franziska nicht.

Gegenseitige Sympathie

Eigene Kinder haben Caroline Dostel und ihr Mann nicht, obwohl sie es sich wünschen. Über das Patenprojekt wurde der Kontakt zwischen Franziska und ihr aufgebaut. Seit einem dreiviertel Jahr kommt Elias jedes zweite Wochenende zu Caroline und ihrem Mann. Gemeinsam gehen sie in den Zoo, spielen oder lesen. Und Franziska bekommt Zeit für Erledigungen oder einfach nur für sich.

Über das Berliner Projekt werden Patenschaften vermittelt. In der Anfangsphase werden beide Seiten durch Mitarbeiter des Projektes intensiv begleitet und auf die Patenschaft vorbereitet. Ebenso finden Einzelgespräche, Hausbesuche und Schulungen der Paten statt, um den richtigen Umgang beispielsweise mit Konflikten zu erlernen. Eine wesentliche Voraussetzung für eine Patenschaft ist jedoch die gegenseitige Sympathie. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter begleiten langfristig Kinder, übernehmen einen Teil an Verantwortung und schenken vor allem Menschen wie Franziska eines: Zeit.

17.09.2011

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