Bei der Verleihung des Deutschen Hörfilmpreises hat das ZDF zum vierten Mal in Folge gewonnen: Die ZDF/ARTE-Serie "Bad Banks" erhielt die Auszeichnung des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands als Bester Hörfilm in der Kategorie TV.
Bad Banks (1. Folge)
Der Thriller um eine junge ehrgeizige Bankerin hat schon viele Preise geholt (Bambi, Deutscher Fernsehpreis, Grimme-Preis). Jetzt auch den Hörfilmpreis: Temporeich inszeniert - mit einer komplexen Handlung aus dem Finanzsektor eine besondere Herausforderung für die Sprecherin Gabriele Brennecke und die Tonregisseure Volker Pannes und David Rusitschka ( Hörfilmfassung). (Deutschland 2018. Regie: Christian Schwochow, Drehbuch: Oliver Kienle, Jana Burbach, Jan Galli, Darsteller: Paula Beer, Desirée Nosbusch, Barry Atsma, Tobias Moretti, u.a.)
Quelle: ZDF
Karl Marx – Der deutsche Prophet
Nominiert war auch das Dokudrama, in dem Mario Adorf den Philosophen in seiner letzten Lebensphase verkörpert - gereift, aber auch voller Zweifel. Die anspruchsvolle Form, eine Mischung aus Spiel und Dokumentation versucht, sich den Figuren und der Zeit zu nähern, Spannung zu erzeugen und gleichzeitig historische Fakten zu vermitteln. Die Hörfilmfassung muss darüber hinaus Bilder im Kopf erzeugen. (Sprecherin Sonngard Dressler, Tonregie Jutta Dornbusch, Tonmischung Andreas Fuchs) Mit Mario Adorf, Sarah Hostettler, Nina Petri, Lutz Blochberger u.a. Drehbuch: Peter Hartl, Regie: Christian Twente, Deutschland 2018.
Was ist der Deutsche Hörfilmpreis?
Seit 2002 verleiht der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) den Deutschen Hörfilmpreis, um herausragende und hochwertige akustische Bildbeschreibungen von Filmen, Serien und Dokumentationen auszuzeichnen, die es blinden und sehbehinderten Menschen ermöglichen, Filmerlebnisse barrierefrei zu genießen.
Die Preisträger werden bei der Verleihung am Dienstag, 19. März 2019 in Berlin geehrt. Wie auch schon 2018 moderiert Steven Gätjen die Gala.
Was ist ein Hörfilm?
Ein Hörfilm ist eine akustische Bildbeschreibung und wird auch als Audiodeskription (AD) bezeichnet. Ein Sprecher beschreibt zwischen den Dialogen das, was im Film zu sehen ist, wo die Darsteller sich befinden, und was sie gerade tun. So haben auch sehbehinderte und blinde Nutzer die Möglichkeit, dem Film zu folgen. Für die Audiodeskription werden eigens Manuskripte verfasst, die dann vertont werden.
Audiodeskription im ZDF
Das ZDF hat in den letzten Jahren sein Angebot an Audiodeskription stetig ausgebaut. Vom Fernsehfilm der Woche (montags, 20.15 Uhr) über den Samstagskrimi (Samstag, 20.15 Uhr) bis hin zu den Vorabend- Serien um 18.00 Uhr, wie z. B. die „Soko“-Reihen und „Bettys Diagnose“, oder der beliebten Kindersendung „Löwenzahn“, werden zu immer mehr Produktionen Hörfilmfassungen ausgestrahlt.
Darüber hinaus stellt das ZDF zu vielen Live-Sport-Events, ob Fußball oder Biathlon, aber auch zu Live-Shows, wie dem ZDF-Fernsehgarten, eine Live-Audiodeskription zur Verfügung.