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20-40-60: Unser Leben! Die Sechziger

Lebensabend oder Neustart

Doku | 37 Grad - 20-40-60: Unser Leben! Die Sechziger

20-40-60, Menschen aus drei Generationen: In einer Langzeitbeobachtung werden sie zwei Jahre lang begleitet. In Folge drei stehen die Sechziger vor der Frage: Lebensabend oder Neustart? Sie sind 60, was kommt jetzt noch?

Beitragslänge:
43 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 17.01.2020, 23:59
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2016

Sie sind 60, was kommt jetzt noch? Die Kinder von Hans und Ria sind aus dem Haus, jetzt planen sie ein riesiges Mehrgenerationen-Projekt. Kerstin startet trotz Brustkrebs noch einmal durch: als Miss 50plus Germany. Und Brigitte, deren Mann schwer dement ist, kämpft gegen das Vergessen.

Welche Träume und Hoffnungen haben sie? Was bewegt sie? Was wollen sie erreichen? Entschließen sie sich für einen Neustart oder möchten sie ihren Lebensabend genießen? Durch welche Höhen und Tiefen werden sie in dieser Zeit gehen? Diese drei unterschiedlichen Lebenssituationen geben spannende und  emotionale Einblicke in Lebensentwürfe unserer Zeit.

Nie mehr alleine

Hans und Ria stehen vor einem Haus und lächeln in die Kamera.
Ria hat seit 30 Jahren MS, lässt sich von der Krankheit aber nicht unterkriegen. Quelle: ZDF/Dominique Klughammer

Hans und Ria aus Dormagen wollen ihr Leben noch einmal komplett umstellen. Die drei Kinder sind aus dem Haus, es ist leer geworden und viel zu groß. Sie stellen sich ein Leben in Gemeinschaft vor und haben ein riesiges Mehrgenerationen-Wohnprojekt initiiert. Baugrund ist vorhanden, interessierte Mitbewohner auch; nun kann es losgehen.

Hans ist als freischaffender Journalist immer noch aktiv, Ria hat seit 30 Jahren Multiple Sklerose, aber von der Krankheit lässt sie sich nicht unterkriegen. "Alt werden ist ganz schön, aber man muss eine Vision für das Alter haben, man muss Ideen haben und darf nicht stehen bleiben“, sagt sie. Hans ist optimistisch, doch bei den Projekttreffen, den Diskussionen über Planung und Inneneinrichtung, gehen die Vorstellungen auseinander, der Baubeginn verzögert sich. Wird sich der  Traum vom generationenübergreifenden Wohnen erfüllen? Was passiert, wenn er scheitert?

Versprochen ist versprochen

Brigitte steht hinter dem Rollstuhl, in dem ihr Mann Helmut sitzt und lächelt.
Seit einer Unterschenkelamputation muss Hemut im Rollstuhl sitzen Quelle: ZDF/Dominique Klughammer

Brigitte hat einen Traum: eine Reise nach Paris. Doch dieser Traum scheint weit entfernt. Ihr Wecker klingelt morgens um 3:30 Uhr, dann steht die Kinderkrankenschwester auf, um pünktlich zu ihrer Schicht ins Krankenhaus zu kommen. Vorher jedoch, muss sie erst einmal ihren schwerkranken Mann Helmut versorgen.
Er ist an fortschreitender Demenz erkrankt. Sie muss ihn anziehen, waschen, Frühstück bereiten, alles ohne Hilfe - das ist Schwerstarbeit. Brigitte und Helmut sind seit 40 Jahren verheiratet und kinderlos. Sie haben sich Treue geschworen, in guten und schlechten Zeiten, dazu steht Brigitte.

"Bei der Demenz geht jeden Tag ein Stück Persönlichkeit verloren, eigentlich ein Sterben auf Raten. Aber aufgeben tut man bei der Post, das kommt für mich nicht infrage!" Manchmal erkennt Helmut seine Frau, das sind Glücksmomente. Doch wie wird es weitergehen? Wird Brigitte auch in Zukunft die Doppelbelastung aushalten können? Und wann wird sich Brigittes sehnlichster Wunsch erfüllen, nach Paris zu reisen?

Die Krankheit hält mich nicht auf

Kerstin in Nahaufnahme
Kerstin hat mit Erfolg eine Senior Model-Karriere begonnen. Quelle: ZDF/Waldemar Hauschild

"Alte Schachtel", sagt ihr Mann gern scherzhaft. Kerstin ist mit ihren 60 Jahren immer noch sehr attraktiv und legt großen Wert auf ihr Äußeres. Vor zwei Jahren ist sie Miss 50plus Germany geworden und arbeitet erfolgreich als Best Ager-Model. Aktiv zu sein ist ihr sehr wichtig.

Kerstin hatte Brustkrebs. Seit ihrer Erkrankung ist sie frühverrentet. "Ich bin sehr optimistisch und sehr lebensfroh“, sagt sie, “der Brustkrebs muss bekämpft werden und dann geht es weiter." Ihre Tochter lebt in London, der Sohn in Amberg. Ihre Mutter ist 86, lernt Englisch, Yoga und Tanzen - eigentlich ist sie Kerstins großes Vorbild. Nun ist auch die Mutter an Brustkrebs erkrankt. Doch beide wollen ihre Krankheit gelassen sehen.
Probleme gibt es eher in Kerstins Ehe. Ihr Mann hat eine eigene Firma und arbeitet zehn bis zwölf Stunden an sieben Tagen in der Woche. "Ich würde mir wünschen, dass er sich mehr für mich interessiert“, sagt Kerstin. Ihr Mann dagegen möchte, dass sie im Beruf kürzer tritt.
Wird Kerstin weiterhin als Model tätig sein können? Und wie wird sie mit ihrem Frust in der Ehe fertig? Wie werden Mutter und Tochter ihre Erkrankung verkraften und damit umgehen können?

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