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Die Dreckwegmacher

Knochenjob Müllabfuhr

Doku | 37 Grad - Die Dreckwegmacher

Harte Arbeit, schlechte Gerüche, bescheidenes Gehalt. Sie machen unseren Dreck weg, ihr Job geht auf die Knochen. "37 Grad" begleitet eine Müllwerkerin und zwei Müllwerker in ihrem Alltag.

Beitragslänge:
28 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 20.07.2019, 13:00
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2018

Traumjob Müllentsorgerin?

Was sind das für Menschen, die Hinterlassenschaften unseres Daseins beseitigen? Wie kommen sie damit zurecht, dass ihre Arbeit gesellschaftlich wenig Ansehen genießt? Stimmt der Spruch, dass Müllwerker ein Job für Leute ist, die sonst nichts gelernt haben?

Janine ist 38 und alleinerziehende Mutter einer siebenjährigen Tochter. Die lebenslustige Müllwerkerin ist gelernte Zahntechnikerin, hat vier Jahre als Kinder-Animateurin im Ausland gearbeitet und war Kundenberaterin bei der Telekom. 2015 hat sie ihren Traumjob gefunden, als Müllentsorgerin bei der Stadt Münster. Schwere körperliche Arbeit, Gestank und 25 Kilometer zu Fuß pro Tag machen ihr nichts aus. Nur an das Aufstehen um 4:30 Uhr kann sie sich auch nach Jahren nicht richtig gewöhnen.

Ein Knochenjob zum Aufwärmen für den Sport

Auch der 28-jährige Roy aus Kassel ist Müllwerker aus Leidenschaft. Bis zu seiner Rente kann er sich kein anderes Berufsleben vorstellen. Roys Schwiegervater Wolfgang arbeitet schon seit 26 Jahren bei der Müllentsorgung und liebt seinen Beruf noch immer. Auf dem Recyclinghof nimmt er täglich Sperrmüll entgegen und erlebt nicht selten kuriose Geschichten. Wenn Roy Dienstschluss hat, geht er viermal pro Woche zum Fußballtraining. Sein Beruf als Müllwerker ist für ihn wie ein Aufwärmprogramm für den Sport. Wenn er am Wochenende in der Hessenliga spielt, ist die ganze Familie zum Anfeuern dabei. Roy liebt die Abwechslung in seinem Beruf. Doch manchmal wird es auch ihm zu viel. Vor wenigen Monaten entdeckte er einen schlafenden Flüchtling in der Mülltonne, gerade noch rechtzeitig.

Christian hat sich mit dem Beruf Müllwerker einen Kindheitstraum erfüllt. Täglich Mülltonnen zu laden ist aber auch ein Knochenjob. Zudem reicht das Geld für seine sechsköpfige Familie kaum bis zum Monatsende. Und immer wieder sehen sich vor allem seine Kinder mit Vorurteilen konfrontiert, unter denen die ganze Familie leidet.

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