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Eine Handvoll Hoffnung

Frühchen kämpfen sich ins Leben

Menschliche Tragödien und Wunder liegen dicht beieinander, wenn Eltern ein Kind erwarten. Manchmal endet der Traum vom gesunden, wunderbar entwickelten Baby jäh, weil es zu früh zur Welt kommt.

Beitragslänge:
28 min
Datum:
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Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 10.03.2023

Im Jahr 2018 kamen insgesamt 64.417 Kinder vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche zur Welt. Ab der 28. Woche liegen die Überlebenschancen von Frühchen bei fünfundneunzig Prozent. Damit sind Frühgeborene die größte Kinderpatientengruppe in Deutschland. 37 Grad begleitet drei Familien mit ihren Frühgeborenen.

Eine Schwangerschaft dauert circa 40 Wochen. Wenn ein Baby vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche geboren wird, ist es ein sogenanntes "Frühchen". Die Situation wird für die Eltern und das Kind dann oft zu einer großen Belastung, wenn die Wehen einsetzen, obwohl das Kind im Mutterleib längst nicht voll entwickelt ist. Dann steht das Leben von Mutter und Kind auf dem Spiel und eine Mischung aus Hoffnung und Angst zermürbt die Paare.

Das Familienleben ändert sich dramatisch


Auch wenn die Überlebenschancen gut sind und die Babys drei, vier oder fünf Wochen zu früh auf die Welt kommen, ändert sich das Familienleben schlagartig. Der Beruf und die anderen Kinder können nur unter enormen Belastungen miteinander vereinbart werden. Wenn ein Frühchen aus dem Krankenhaus entlassen wird, beginnen meist vielfältige Therapien. Weil ein paar Wochen fehlen, muss manchmal ein Leben lang Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie betrieben werden.

Ariane und Dieter versuchten jahrelang, auf natürlichem Wege ein Kind zu bekommen. Schwanger wird Ariane aber erst nach einer künstlichen Befruchtung. Die 31-Jährige erwartet Zwillinge. Schon nach der Hälfte der Schwangerschaft geht sie mit Blutungen zum Frauenarzt. Der stellt fest, dass sich der Muttermund bereits geöffnet hat. Ariane wird sofort in die Klinik eingewiesen. Wenige Wochen später kommen die Kinder nach 23 Schwangerschaftswochen zur Welt: Ella und ihr Bruder Alexander sind 17 Wochen zu früh. Beide haben Hirnblutungen erlitten. Bei Alexander wird außerdem ein schwerer Herzfehler diagnostiziert.

Er hat so lange gelebt, bis er sicher sein konnte, dass seine Schwester es schafft.
Ariane


Alle vier Generationen der Familie haben mitgekämpft und Ella durchgebracht. In ihrem Fall war nur Krankengymnastik nötig. Ella ist eines der jüngsten Frühchen Deutschlands.

Außerdem berichtet die 37 Grad-Reportage über die Zwillingsmädchen Ava und Alexandra, die in der 26. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt geholt werden und zunächst beide in Lebensgefahr schweben.

37 Grad-Autorin Antje Diller-Wolff über ihren Film

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