Sie sind hier:

Rettung in letzter Sekunde

Titus' gefährliche Mission

Titus mit Flüchtling an Bord der Iuventa

37 Grad begleitet Titus (26) aus Berlin auf seiner ersten Mission an Bord eines Schiffes, das im Mittelmeer vor der Küste Libyens Flüchtlinge an Bord nimmt, die in Seenot geraten sind.

16.08.2017
16.08.2017
Verfügbarkeit:
Video leider nicht mehr verfügbar

Mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit setzen er und die Schiffsmannschaft sich einer Extremsituation aus: Hohe See, menschliches Leid und Tod erwarten sie im Mittelmeer. Der Grund für ihr Handeln: Sie wollen nicht länger tatenlos zusehen.

"Mayday!"

Titus wird als Schiffskoordinator zum ersten Mal eine Tour mitfahren. Mit neun anderen jungen Menschen gehört er zum Kernteam der Nichtregierungsorganisation "Jugend Rettet", die nach dem Unglück vor Lampedusa (2013) gegründet wurde. Ebenso wie andere Organisationen will er mit einem Schiff die Küste vor Libyen patrouillieren und Flüchtlinge aufnehmen, die von Schleusern in primitive Schlauchboote gesetzt werden. Nach der Rettung sollen die Flüchtlinge an die Schiffe der EU übergeben werden.

Das Rettungsschiff "Iuventa" machte am Ostermontag 2017 Schlagzeilen. Da hatte die Organisation mitgeteilt, dass das Schiff mit 400 aus dem Mittelmeer geretteten Flüchtlingen überladen gewesen sei. Hilfe blieb aus, man musste das Notsignal "Mayday" an die zuständige Seenotrettungsstelle MRCC in Rom senden. Die Hilfe kam gerade rechtzeitig, aber eine vergleichbare Notsituation hatte es zuvor noch nie gegeben.

37 Grad - "Rettung in letzter Sekunde" - ein Jahr danach 

37 Grad-Autorin Natalie Suthor hat 2017 Seenotretter begleitet, die im Mittelmeer vor der Küste Libyens Flüchtlinge an Bord ihres Schiffes nehmen. Eine umstrittene Mission. Wie ist der Stand der Dinge?

Videolänge
28 min · Doku

"Wir sind sehr stolz auf unseren Sohn."

Die Aktionen solcher Nichtregierungsorganisationen auf See stehen auch in der Kritik. Sie seien dafür verantwortlich, dass noch mehr Menschen versuchen, über das Mittelmeer von Afrika nach Europa zu flüchten. Titus will das nicht gelten lassen: "Das Geschäft der Schlepper schickt Tag für Tag etliche Menschen in den sicheren Tod. Die ganze Welt weiß davon und sieht zu. Ich kann nicht nur auf dem Sofa sitzen und entsetzt sein, ich möchte etwas tun."

Titus' Eltern haben damit gerechnet, dass er irgendwann mit an Bord gehen wird. "Er hat zwar immer gesagt, dass er sich vor allem im Organisationsteam engagieren möchte, aber er ist sehr sozial", so der Vater Josef (61). "Ich habe meine Kinder christlich erzogen, und von daher kann ich verstehen, dass Titus nicht zugucken kann, wenn hilflose Menschen ertrinken", sagt Mutter Cordula (63). In ihrem Bekanntenkreis stößt Titus' Engagement nicht bei allen auf Anerkennung. "Wir sind aber sehr stolz auf unseren Sohn", so der Vater. Doch beide machen sich auch große Sorgen, "vor allem vor Entführungen und Übergriffen auf See, wie es manche Schiffe schon erlebt haben", bekennt die Mutter.

37 Grad begleitet junge Menschen, die bereit sind, ihr Leben für die Rettung von Flüchtlingen aufs Spiel zu setzen. Was erwartet sie an Bord? Wie werden sie die traumatischen Erlebnisse verarbeiten? Und was sagen Familie und Freunde zu diesem Engagement?

Autorin Natalie Suthor über ihren Film

37 Grad - Menschen auf der Flucht 

362.753 Menschen sind 2016 mit dem Boot aus ihrer Heimat nach Europa geflohen. Wie die Situation in Europa ist, sehen Sie in unserem Video.

Videolänge
2 min · Doku

Themenschwerpunkt

Neue Heimat. Neue Zukunft

Neue Heimat. Neue Zukunft 

Angekommen: Erfolge und Hindernisse von Menschen auf dem langen Weg der Integration

Doku

Weitere Inhalte

Menschen auf Boot auf der Flucht

37 Grad - Menschen auf der Flucht 

362.753 Menschen sind 2016 mit dem Boot aus ihrer Heimat nach Europa geflohen. Wie die Situation in Europa ist, sehen Sie in unserem Video.

27.06.2017
Videolänge
2 min Doku
Samir (15) in seinem Zimmer

37 Grad - Ohne Eltern im fremden Land 

Jugendliche auf der Flucht: Weit weg von den Eltern, allein im fremden Land - das ist für die meisten Kinder und Jugendlichen schwer vorstellbar. Für viele junge Flüchtlinge ist es aber Realität.

16.02.2016
Doku
Andrea mit Baby, Burtugala und Aliaa

37 Grad - Fremde in meinem Haus 

  • Untertitel
  • Audiodeskription

Wenn die 19-jährige Franzi nach Hause fährt, freut sie sich nicht nur auf das Wiedersehen mit ihren Eltern, sondern neuerdings auch auf Basel (23) und Omar (22), ihre "neuen syrischen Brüder".

25.10.2016
Videolänge
28 min Doku
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.