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Die Pflege macht uns arm!

Wenn Angehörige zuhause betreut werden

Doku | 37 Grad - Die Pflege macht uns arm!

Aus Liebe nicht ins Heim: Diese Entscheidung kann teuer werden, denn Angehörige, die kranke Menschen zuhause pflegen, können in Geldnöte geraten. 37 Grad begleitet zwei Familien in ihrem Alltag.

Beitragslänge:
28 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 28.07.2018, 23:59

Aus Liebe nicht ins Heim: Diese Entscheidung kann teuer werden, denn Angehörige, die kranke Menschen zuhause pflegen, können in schwere Geldnöte geraten. Rund 1,25 Millionen Menschen werden laut Statistischem Bundesamt in Deutschland von ihren Angehörigen gepflegt. In extremen Fällen kann für diese am Ende der Gang zum Sozialamt oder zum Schuldenberater stehen.

Familie S. lebt im Vereinsheim eines Fußballclubs. Nicht aus Begeisterung für den Sport, sondern weil die Familie hier keine Miete zahlen muss. Sie übernimmt dafür die Platzwart-Aufgaben. Doch es ist eng in dem Heim. Die Familie hat fünf Kinder zwischen 21 und zwei Jahren. Die fünfjährige Tochter Enya ist schwerstbehindert und pflegebedürftig. Die Eltern haben sie aus dem Heim nachhause geholt, um sie besser zu versorgen. Enya wird zwar von Pflegekräften betreut, trotzdem sind die Eltern ständig gefordert. Aufgrund der ständigen Bereitschaft haben sie finanziell schwere Einbußen in ihren Berufen hinnehmen müssen.

Auch mit der Krankenkasse gibt es immer wieder Auseinandersetzungen um Leistungen, die Familie Siebert notwendig findet. Und so sind sie schon mehrfach auf hohen Kosten sitzengeblieben. Die finanziellen Sorgen gehen an die Nerven und belasten auch die Beziehung, gemeinsame Ferien gab es schon seit Jahren nicht mehr. Die kleine Enya wird ein Leben lang auf Pflege angewiesen sein - die Eltern wollen alles tun, damit ihre Tochter ein erfülltes Leben mit ihrer Familie verbringen kann. Doch manchmal wissen sie nicht, wie es weitergehen soll.

Unterstützung rund um die Uhr

Andrea kümmert sich aufopfernd um ihre 96-jährige Großmutter. Die hat die Enkelin großgezogen, auch deshalb will Andrea S. ihre "Omi" selbst pflegen und sie nicht in ein Heim geben. Die alte Dame hat Alzheimer und benötigt viel Unterstützung, rund um die Uhr. Einen Vollzeitjob schafft Andrea zeitlich nicht mehr. Nun bezieht sie Hartz IV., die Großmutter lebt von der schmalen Rente. Auch Andrea liegt in ständigem Kampf mit Krankenkassen - finanziell steht ihr das Wasser bis zum Hals. In ihrem Alltag versucht sie zu sparen, wo es geht - damit sie für ihre geliebte Großmutter da sein kann.

Ein Film über die Liebe zu Angehörigen, die zuhause gepflegt werden - und über den alltäglichen Kampf gegen Schulden und Armut.

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