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Ab 18! - Skater Girls

"Ab 18! - Skater Girls": Eine Gruppe junger Frauen steht vor einem rosa Bus.

Skaten auf dänisch: Eine ungewöhnliche "Mädchengang" aus Roskilde bei Kopenhagen mischt die männlich dominierte Szene-Kultur auf.

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04.11.2019
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Um sich selbst und den anderen die Angst vor dem Parcours zu nehmen, gründete Sofie vor drei Jahren die "Girls Skate Night". Und nun starten die Mädchen in einem rosaroten Bus zu einem Dänemark-Trip.

Nicht ohne Grund wird die 27-jährige Sofie von ihren Freundinnen liebevoll "Mamabär" genannt. Sie ist das Kraftzentrum der Skater-Crew "Don't Give a Fox", die sich als Hort weiblicher Solidarität versteht. Dass sich ausgerechnet Sofie den Fuß bricht und nicht mehr skaten kann, ist nichts weniger als ein Drama. Doch auch hier gibt es eine Lösung: Ein alter rosa Bus wird aufgemotzt, und mit ihm erleben die jungen Frauen auf einem Roadtrip durch ihr Land eine Art unendlichen Sommer. Das Erwachsenwerden wird erst einmal auf den Winter verschoben. Gestärkt kehren alle Mädchen aus diesen Ferien zurück: Sofie traut sich wieder auf das Skateboard, Line wird als Sängerin und Sologitarristin ihren ersten Auftritt in einem Club haben, und Signe, die Frauen liebt, wird endlich ihrem Vater ihre neue Flamme vorstellen.

"Skater Girls" ist eine Coming-of-Age-Story über einzigartige Freundschaften, Feminismus, weibliche Rollenbilder und Skaten. Der dänische Filmemacher und Skater Kaspar Astrup Schröder begleitet die jungen Frauen, die mehr und mehr lernen, zu ihrer Verletzlichkeit zu stehen.

Der Skater-Film "Don't Give a Fox" (Originaltitel) wurde ursprünglich als Serie für das dänische Fernsehen konzipiert. Als langer Dokumentarfilm lief 2019 eine weitere Fassung auf dem renommierten Dokumentarfilmfestival CPH:DOX in Kopenhagen, die auch in den deutschen Kinos gezeigt wurde. Für 3sat erstellte Schröder diesen mittellangen Film.

Kaspar Astrup Schröder wurde 1979 in Dänemark geboren und lebt in Kopenhagen. Er versteht sich als sogenannter Multi-Artist und ist Filmemacher, Grafikdesigner, Fotograf und Musiker in einer Person. Mit seinem Film "Rent a Family" gewann er 2013 auf dem Filmfestival Zürich den Golden Eye Award für den Besten internationalen Film.

Stab

Regie: Kaspar Astrup Schröder

"Skater Girls"-Filmemacher Kaspar Astrup Schröder
Regisseur Kaspar Astrup Schröder

Fragile Seelen

Fünf Fragen an Kaspar Astrup Schröder zu seinem Film "Skater Girls"

Wie haben Sie die Skater-Girls kennengelernt?

Ich bin selbst  Skater und habe sie innerhalb der dänischen Skater-Szene kennengelernt. Irgendwann kamen wir ins Gespräch und haben viel Zeit zusammen verbracht.

Wie haben Sie ihr Vertrauen gewonnen?

Ihr Vertrauen zu gewinnen, war leicht für mich, weil ich ja selbst Skater bin. Ich habe viel mit ihnen abgehangen. Auch ohne Kamera und die Idee, einen Film über sie zu machen. Das war wahrscheinlich der Grund, warum sie mich in ihren Kreis gelassen haben.

Mittlerweile haben es die Mädchen in Dänemark zu einer gewissen Berühmtheit gebracht, es gibt ja auch eine Serie über sie im dänischen Fernsehen. Skaten sie noch zusammen?

Aber ja, sie skaten immer noch zusammen und haben es als Teil einer dänischen Doku-Fernsehserie wirklich zu ein bisschen Ruhm gebracht. Und obwohl sie mittlerweile viel Zulauf von anderen Mädchen haben, die auch in die Gruppe wollen, haben sie es geschafft, auf dem Boden zu bleiben und weiterzumachen wie bisher.

Sophie, die Führerin der Gruppe, ist mittlerweile zur Vorsitzenden von "Halle 12" ernannt. Was bedeutet das für sie?

Ich glaube, dass sie damit die "Don’t Give a Fox”-Initiative noch besser verfolgen kann. Sie kann ein noch größeres Bewusstsein schaffen für Mädchen, die skateboarden, und vor allem kann sie weiterhin das machen, was sie wirklich drauf hat: Mädchen zusammenbringen, die sich ausgeschlossen fühlen von der so genannten normalen Gesellschaft.

Welches Fazit ziehen sie persönlich aus diesen Begegnungen?

Für mich war es großartig, sowohl die Serie als auch den Film zu machen, weil ich einer Gruppen von Mädchen eine Stimme geben konnte, die man sonst oft nicht hört. Ich kam in Kontakt mit fragilen Seelen und konnte helfen, ihnen bewusst zu machen, dass es okay ist, anders zu sein. Und dass es vielleicht noch mehr Menschen gibt, die sich ebenfalls anders und zerbrechlich fühlen, und dass man in einer Gemeinschaft alles erreichen kann.

(Interview: Nicole Baum)

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