Liudolf

Sohn von Otto dem Großen, Herzog von Schwaben

Liudolf war der erstgeborene Sohn von Otto dem Großen und dessen erster Frau Edgitha. Bei der Krönung seines Vaters Otto I. zum König der Ostfranken 936 in Aachen war Liudolf bereits fünf Jahre alt. Zunächst schien sein Lebensweg als Thronfolger vorgezeichnet - Otto hatte ihn als seinen Nachfolger bestimmt.
Doch der Kaiser entschied sich für seinen Halbbruder Heinrich, was Liudolf nicht so einfach hinnehmen wollte.

Liudolf unterwirft sich seinem Vater Otto dem Großen Quelle: AKG

Otto I. heiratete im Jahr 951 seine zweite Ehefrau Adelheid von Burgund. Seine erste Frau Edgitha von England und Mutter Luidolfs war 946 gestorben. Als Adelheid auch noch einen Sohn zur Welt brachte veränderte sich die Situation. Auf Adelheids Einfluss veränderte Otto die Thronfolge und zog Heinrich vor.

Konkurrenz um den Thron

Für Liudolf, der inzwischen erwachsen war, war dies nicht hinnehmbar. Unter den Herzögen des Reiches fand er Verbündete wie den Lothringische Herzog Konrad den Roten, die ebenfalls von Otto brüskiert worden waren. Das Reich der Ostfranken wurde abermals von einem Aufstand erschüttert.

Bedingungslose Unterwerfung

Ottos Sohn Liudolf Quelle: ZDF

Als das Gebiet 954 von den Ungarn heimgesucht wurde, paktierte Liudolf mit den Invasoren. Er wollte seinen Vater schwächen. Als bekannt wurde, dass Liudolf mit den Reiterhorden gemeinsame Sache machte, ging eine Sympathiewelle für den König durch das Land und Liudolf verlor seine Unterstützer. Mit einem Verräter, der seinen egoistischen Machtanspruch über das Wohl des Landes stellte, wollte niemand etwas gemein haben.
Otto zog gegen Liudolf zu Felde und vernichtete seine Machtbasis Regensburg. Liudolf, der nur mit knapper Not entkommen konnte, musste sich geschlagen geben. 954 trat er barfuss und im Büßergewand vor seinen Vater unterwarf sich.

Die bedingungslose Unterwerfung konnte von Otto aufgrund christlicher Traditionen nicht einfach ignoriert werden. Otto verzieh seinem Sohn, beendete die Streitigkeiten um die Thronfolge und zog, in seiner Macht gefestigt, gegen die Ungarn in die Schlacht. Den Traum von der Thronfolge musste Liudolf aufgeben. Auch an der Schlacht auf dem Lechfeld 955 nahm Liudolf nicht mehr teil. Zwei Jahre später starb er in Pombia am italienischen Lago Maggiore.

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