XXL: Die langen Nächte der Deutschen

Die erste Staffel in der Nachtwiederholung

Die zehn historischen Dokumentarfilme der ersten Staffel der Reihe "Die Deutschen" spannen einen Bogen über zehn wechselvolle Epochen unserer Geschichte, von den Anfängen unter Otto dem Großen im 10. Jahrhundert bis zur Ausrufung der ersten deutschen Republik durch Philipp Scheidemann im November 1918. Es sind tausend Jahre deutscher Vergangenheit, deren Spuren bis in unsere Gegenwart reichen. Die Filme können, wo Bedarf nach historischer Orientierung und Verortung herrscht, wesentliche Anhaltspunkte geben.

Die Deutschen (1/10) - Otto der Große Quelle: ZDF

Sonntag 10. Oktober


00.25 Uhr:


Er ist der Urvater Deutschlands, mit ihm beginnt die deutsche Geschichte: Otto der Große! Unter ihm sehen sich die vier Ur-Stämme auf deutschem Boden erstmals als eine Schicksalsgemeinschaft. Die Urform einer deutschen Nation.


01.10 Uhr:

Es ist ein Machtkampf, wie es ihn nie zuvor gegeben hat: König gegen Papst. Wer ist der Stärkere? Es geht um die Macht im Königreich der Deutschen und im christlichen Abendland. Als der deutsche König Heinrich IV. im Jahr 1077 in Canossa vor Papst Gregor VII. kniet, scheint er auf dem Tiefpunkt seiner Macht angekommen. Die nackte Angst vor dem Verlust der Krone hat den stolzen Herrscher zu diesem letzten Mittel greifen lassen. Nur der Papst kann seine Macht retten und ihn vom kirchlichen Bann lösen.


01.55 Uhr:

Er ist der König der Deutschen und will als Kaiser über das Abendland herrschen: der Staufer Friedrich Barbarossa. Sein Reich erstreckt sich bis Süditalien. Er gilt als glanzvoller, tatkräftiger und tugendhafter Herrscher. Doch seine Herrschaft ist umstritten. Mächtige Rivalen fordern den Monarchen heraus - auch sein einstiger Verbündeter Heinrich der Löwe.

Sonntag 17. Oktober


23.30 Uhr:

Es ist ein Kampf um die religiöse und politische Vorherrschaft im Reich und in Europa: Katholiken gegen Protestanten. Ein Mann soll für den Kaiser die Anhänger der Reformation besiegen: der Feldherr Albrecht von Wallenstein.


01.20 Uhr:

Viele Regenten herrschten im Deutschland des 18. Jahrhunderts. Doch zwei Monarchen ragen heraus: Preußens Friedrich und Österreichs Maria Theresia. Sie sind Rivalen, die unterschiedlicher kaum sein konnten: die lebensfrohe Habsburgerin Maria Theresia aus dem katholischen Wien und der verschlossene Hohenzollern-König Friedrich II. aus dem protestantischen Potsdam.


02.05 Uhr:

Ausgerechnet ein fremder Kaiser ist es, der Deutschland in ein nationales Zeitalter katapultiert: Frankreichs Jahrhundertherrscher Napoleon. Durch seine Eroberungen und Reformen finden die Deutschen mehr denn je zueinander. Was ihm gelingt, hatte zuvor niemand erreicht: die politische Erweckung der "deutschen Nation".


02.50 Uhr:

"Es gilt nur siegen oder sterben und wer das Erstere will, muss zeigen, dass er zum Letzteren bereit ist." Das schreibt Robert Blum drei Monate vor seiner Hinrichtung an seine Ehefrau Jenny. Der Revolutionär stirbt wie ein Märtyrer für seine Überzeugung: Freiheit und Einheit auf deutschem Boden. Aus heutiger Sicht wirkt der Freiheitsfreund wie ein Vorkämpfer der parlamentarischen Demokratie. Was für uns in Deutschland heute selbstverständlich ist, dafür hat Robert Blum mit seinem Leben bezahlt.

Sonntag 24. Oktober


23.50 Uhr:

Mitte des 19. Jahrhunderts: Noch immer sind die Deutschen nicht in einem Staat geeint. Der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck will das ändern. Nicht mit Parlamenten oder durch Mehrheiten, sondern - wie er sagt - "mit Blut und Eisen".


00.40 Uhr: Majestät brauchen Sonne - Wilhelm II.
"Majestät brauchen Sonne" war ein geflügeltes Wort am Hofe Wilhelm II., des letzten deutschen Kaisers. Wenn seine Majestät auf Reisen ging, Denkmäler einweihte oder Paraden abnahm, hatte Kaiserwetter zu herrschen. Aus gutem Grund: Nur bei Sonne ließ sich der wilhelminische Glanz und Prunk von Fotografen und Kameramännern ins rechte Licht setzen. Und da der Kaiser die Selbstdarstellung über alles liebte, sind seine Person und seine öffentlichen Auftritte auf Gemälden, Fotos und in bewegten Bildern des frühen Stummfilms vielfach festgehalten.

Das ZDF zeigt "Majestät brauchen Sonne" in der gegenüber der Kinofassung um 30 Minuten längeren Originalversion.


02.45 Uhr:

Das Deutsch Reich zu Beginn des 20. Jahrhunderts: zu klein, um über andere zu herrschen und zu groß für die Balance der Mächte in Europa. Weltmacht sein, das will Kaiser Wilhelm II. Viele im Volk halten diesen Kaiser für den idealen Repräsentanten. Es ist die Zeit der Pickelhauben und Paraden.

Sonntag 31. Oktober


23.50 Uhr:

Mit seinem Protest gegen die römische Kirche und seinem Einsatz für den Glauben einte und spaltete er die Deutschen gleichermaßen: Der Reformator Martin Luther. Als einfacher Augustinermönch stellt er sich gegen den damals mächtigsten Mann der Welt: Kaiser Karl V. Trotz des ungleichen Machtverhältnisses verteidigt Luther seine Schriften vor dem Reichstag in Worms: Der 17. April 1521 sollte einer der Schlüsselmomente in der deutschen Geschichte werden. Für Luther geht es um Leben und Tod.

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