Zur zweiten Staffel "Die Deutschen"

Infos und Sendetermin zur zehnteiligen Doku-Reihe

Nach dem großen Erfolg der zehnteiligen Doku-Reihe folgt nun die zweite Staffel: Vom 14. November bis 14. Dezember 2010 läuft "Die Deutschen II". Im Wechsel sonntags, 19.30 Uhr, und dienstags 20.15 Uhr zeigt das ZDF deutsche Geschichte für jedermann - von "Karl der Große und die Sachsen" bis "Gustav Stresemann und die Republik".

Mit zehn neuen Folgen setzt das ZDF ab November seine erfolgreiche Geschichts-Dokumentarreihe "Die Deutschen" fort. Im Mittelpunkt stehen wieder zehn historische Persönlichkeiten, deren Porträts das Tor zu verschiedenen Epochen der Deutschen öffnen.

Bedeutende Epochen und Personen


Die zweite Staffel spannt den Bogen chronologisch weiter als die erste - und zwar in beide Richtungen der Zeitachse. Am Anfang steht Karl der Große - nicht etwa um deutsche Geschichte vorzudatieren, sondern um wichtige Voraussetzungen späterer Entwicklungen auf deutschem Boden zu beschreiben, um vor Augen zu führen, dass viele europäische Völker Wurzeln in der Zeit des großen Frankenkaisers haben.


Die Kapitel über den Staufer Friedrich II. und den Luxemburger Karl IV. reflektieren, wie Dynastien deutsche und europäische Kultur überbrückten und miteinander verbanden. Die Biografie der Hildegard von Bingen wirft ein Schlaglicht auf die Rolle der Frau im Mittelalter - im Angesicht der Mächtigen. August der Starke von Sachsen, der zeitweise König von Polen war, sowie Ludwig II. von Bayern, der eine deutsche Einigung unter preußischer Regie zunächst verhindern wollte, stellen Herrschertypen dar, die zeigen, dass Deutschland stets ein Land der kulturellen und politischen Vielfalt war.

Revolutionäre

Thomas Müntzer, Karl Marx, Rosa Luxemburg markieren Etappen der sozialen Revolution. Es sind Persönlichkeiten, die in der DDR zum Kult erhoben wurden, aber stets auch gesamtdeutsch ausstrahlten. Auf Marx, der in mehreren europäischen Ländern lebte, wirkte und verfolgt wurde, berief sich später die gesamte sozialistische Welt, auch auf ihren totalitären Abwegen. Rosa Luxemburg stammte aus Polen, erwarb die deutsche Staatsbürgerschaft und focht gegen den Kaiserstaat und seinen Militarismus, nach dem Ersten Weltkrieg für eine deutsche Revolution - immer wieder zeigt sich, dass bedeutende Figuren nicht auf nationale Räume zu beschränken sind.

Der Reichskanzler und Außenminister Gustav Stresemann führt vor Augen, dass die erste deutsche Demokratie nicht zwangsläufig scheitern musste. Er bewältigte die schwersten Krisen der jungen Republik. Er war einer der ersten deutschen Staatsmänner, die erkannten, dass die deutsche Zukunft nur mit und nicht gegen Europa zu gestalten war. Es war ein Vermächtnis, auf dem die Gründerväter des geeinten Europa nach dem Zweiten Weltkrieg aufbauen konnten.

Zusätzliche Angebote


Auch dieses Mal wird die Reihe von einem aufwändigen multimedialen Online-Special begleitet. Darin werden unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Geschichtslehrerverband wieder Unterrichtsmaterialien zum Download angeboten.

Renommierte Fachberater begleiten auch die zehn neuen Folgen. Federführend für Konzept und Gestaltung sind die ZDF-Programmbereiche Kultur und Wissenschaft (Leitung Peter Arens) sowie Zeitgeschichte (Leitung Guido Knopp). Produzent ist die Kölner Produktionsfirma Gruppe 5.

Programmhinweise

Zur Einstimmung auf "Die Deutschen II" gibt es am Sonntag, 10.10.2010, einen Schwerpunkt im ZDF: Um 23.35 Uhr präsentiert das ZDF-Magazin "History: 'Die Deutschen' kommen" unter anderem eine Bestandsaufnahme historischen Wissens - welche Wendepunkte ihrer Vergangenheit sind den Deutschen noch bekannt? Um 0.25 Uhr beginnt dann eine "Lange Nacht der Deutschen" mit drei Filmen der ersten Staffel zur Geschichte des Mittelalters. Die weiteren Folgen der ersten Staffel können die Zuschauer am 17. und 24. Oktober noch einmal sehen.


Zum Sendestart der zweiten Staffel wird am Sonntag, dem 14. November, 11 Uhr, eine 90-minütige Dokumentation ausgestrahlt: Der "Weg der Deutschen". Der Film dient der historischen Verortung der zweiten Staffel. Als Tour d'horizon über die Epochen greift er Kapitel der ersten zehn Folgen auf, zeigt Wendepunkte und Kontinuitäten der deutschen Geschichte und spannt den Bogen bis ins 20. Jahrhundert - zur deutschen Wiedervereinigung. Anschließend, um 12.30 Uhr, bietet ein 30-minütiges "Making of" einen Blick hinter die Kulissen der neuen Dokumentarreihe - ein Werkstattbericht, der unter anderem zeigt, wie mit aufwändigen Inszenierungen und computergraphischen Elementen große historische Momente rekonstruiert werden.

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