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Das Luther-Tribunal

Zehn Tage im April

Doku - Das Luther-Tribunal

Was sich in Worms im April 1521 ereignete, zählt zu den Schlüsselmomenten deutscher Geschichte: Martin Luther sollte vor Kaiser und Reich seine Lehren widerrufen.

Beitragslänge:
88 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 31.10.2022, 23:59
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2017

Vom einfachen Mönch zur Figur einer Zeitenwende

Zunächst war er nur ein einfacher Mönch und Gelehrter. Er verurteilte die römische Amtskirche, betonte, dass keine Macht der Welt zwischen Gott und dem Menschen stehe. Er wetterte gegen klerikale Anmaßung, erklärte die Heilige Schrift zum alleinigen Maßstab. Damit legte er die Axt an die bestehende Ordnung und forderte die Herrschenden heraus. In Worms sollte er 1521 widerrufen, vor Kaiser und Reich. Das Dokudrama lädt den Zuschauer ein, den historischen Moment nachzuerleben und seine Bedingungen zu verstehen.

Der Film rekonstruiert nicht nur die dramatischen Stunden vor der Versammlung der Mächtigen, er führt auch vor Augen, warum der ungleiche Kampf ausging wie er ausging, wie Luther zur Figur einer Zeitenwende wurde. "Das Luther-Tribunal - Zehn Tage im April" lädt die Zuschauer ein, den historischen Moment nachzuerleben und seine Bedingungen zu verstehen. Gleichzeitig ist es eine moderne Geschichte. Denn es ist der Einzelne, der sich von Zwängen befreit und für seine Überzeugung einsteht. Dabei beruft er sich auf sein Gewissen und seinen Glauben.

Historisch belegter Prozess auf neuestem Forschungsstand

Frauen und Männer auf dem Marktplatz von Worms jubeln über das Ergebnis der Verhandlung gegen Luther
Die Wormser Bevölkerung jubelt über die Nachricht, dass Luther keine seiner Schriften widerrufen hat. Quelle: ZDF/Julie Vrabelova

Der zeitliche Rahmen des Films wird durch Ankunft und Abreise Luthers gesetzt, jene zehn Tage im April 1521 bilden den dramaturgischen Leitfaden. Mittelpunkt der Inszenierung ist der Prozess selbst, der historisch hervorragend belegt ist. Die Innenstadt von Worms füllte sich zur Zeit des Reichstags mit Tausenden Menschen, mehr als doppelt so viele, wie die Stadt Einwohner hatte. Die Szenerie wird als räumliches Computermodell rekonstruiert. Virtuelle Kameraflüge führen zu den Schauplätzen des Geschehens. Führende Luther-Experten bringen den neuesten Forschungsstand in das Projekt ein.

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