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Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Eisbären

Tödlicher Countdown in der Arktis

Doku - Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Eisbären

Während Zoo-Eisbärenbabys wie Knut die Welt entzücken, läuft für die weißen Riesen in der Arktis ein tödlicher Countdown: Nur noch knapp 25 000 Exemplare gibt es auf unserem Planeten - Tendenz fallend.

Beitragslänge:
43 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 08.09.2019, 23:59

Die Hoffnung für die  Eisbären sinkt mit den steigenden Temperaturen. Der Klimawandel lässt den Tieren die Lebensgrundlage unter den Pfoten wegschmelzen. Jahr für Jahr verschwinden die Eismassen der Arktis schneller und endgültiger - und damit die Jagdreviere und Kinderstuben der Eisbären.

Doch nicht nur der Klimawandel macht den Tieren zu schaffen: noch immer werden  Eisbären gejagt, ihr Lebensraum wird verschmutzt, von Menschen besetzt und ausgebeutet. Als letztes Glied in der arktischen Nahrungskette bedrohen zudem auch Umweltgifte die Existenz der Eisbären.

Für seinen Einsatz reist Hannes Jaenicke zunächst in die kälteste und menschenfeindlichste Region dieser Erde - in die kanadische Arktis, nach Churchill - die selbsternannte "Eisbärenhauptstadt der Welt". Zusammen mit dem deutschen Eisbärenexperten und Arktisspezialisten Matthias Breiter untersucht Jaenicke vor Ort Bedrohungen und Ursachen für das Sterben der Tiere.

Bei seinen fast hautnahen Begegnungen mit wilden Eisbären verfolgt Jaenicke immer auch ein klares Ziel: Zusammenhänge aufdecken, Schuldige ausfindig machen, retten, was zu retten ist. Und vor allem die Schönheit, Einmaligkeit und Erhabenheit des "Königs der Arktis" der Welt ein Stückchen näher zu bringen, ein anderes Bild von der Situation zu schaffen, als wir es bisher kennen.

Weltweit leben hunderte Eisbären in Zoos oder Zirkussen. Allein in deutschen Zoos sind es ca. 40 Tiere. Die Haltung ist nicht unumstritten. Trotz aller Bemühungen der Zoofachleute zeigen viele Bären Verhaltensstörungen - so auch "Knut", der wohl prominenteste Eisbär der Welt. Bei einem Besuch im Berliner Zoo erlebt Jaenicke Knut als winkenden "Hofnarr", der wenig mit dem majestätischen Raubtier aus der Arktis zu tun hat. Und je mehr Jaenicke sich mit dem Schicksal der Eisbären auseinandersetzt, umso absurder werden die Fakten, die er erfährt. So wird trotz der alarmierenden Bedrohung immer noch Jagd auf den Eisbär gemacht - nicht aus Notwendigkeit, sondern aus purer Lust am Töten. In Kanada zum Beispiel dürfen die Bären ganz offiziell abgeschossen werden.

Das Geschäft mit dem Eisbär lockt - auch deutsche Veranstalter. Für 30 000 Euro kann man bei uns ganz legal eine Eisbärenjagd buchen. In Dortmund, auf der größten Jagdmesse Europas, stellt Jaenicke die deutschen Jagdveranstalter und Jäger zur Rede. Hannes Jaenicke wendet sich direkt an Umweltminister Sigmar Gabriel, um mit seinem politischen Einfluss die Einfuhr von Eisbärenprodukten nach Deutschland erheblich zu erschweren, und somit dem Jagdtourismus Einhalt zu gebieten. Doch am Ende sind wir alle gefragt. Jeder einzelne von uns kann etwas zur Rettung des Eisbären tun. Denn der Klimawandel ist eine globale Angelegenheit, die nicht nur den Eisbären, sondern uns alle massiv bedroht.

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