3D in allen Facetten

Erste 3D-Eigenproduktion des ZDF im Internet

Die Herausforderungen für eine 3D-Produktion mögen bei den ersten konzeptionellen Überlegungen zum Film beginnen - nach dem letzen Tag im Schnitt enden sie aber noch lange nicht. Mit der fertigen Dokumentation in der Hand stellt sich nämlich beispielsweise die Frage, wie sie zu den Zuschauern kommt.

Zwar wächst der Anteil der 3D-fähigen TV-Geräte rasant, doch immer noch sind es insgesamt verhältnismäßig wenige Haushalte, die Stereo-3D im Fernsehen empfangen können. Wer nur herkömmliches Fernsehen empfängt, sieht für die Dauer einer 3D-Ausstrahlung lediglich ein geteiltes Bild.

2D im TV, 3D im Netz

Die Huberbuam sichten mit ihrem Team das Bildmaterial
Die Huberbuam sichten mit ihrem Team das Bildmaterial Quelle: ZDF,Peter Borig

Deshalb zeigt das ZDF die Dokumentation "Die Huberbuam" in einer 2D-Fassung im TV und die 3D-Fassung im Internet. Tina Kutscher, Leiterin der Zentralredaktion HR Neue Medien im ZDF, beschreibt die Lösung für die Zuschauer: "Da moderne 3D-Fernseher in vielen Fällen auch über das so genannte HbbTV verfügen, kann darüber auch die Mediathek des ZDF abgerufen werden." Für diesen Fall bietet das ZDF in der HbbTV-Version der Mediathek die Dokumentation im Side-by-Side-Verfahren an, das heißt die Bilder für das linke und das rechte Auge werden zeitgleich gestaucht nebeneinander ausgespielt.

Messe mit 3D-Bildschirmen
Messe mit 3D-Bildschirmen Quelle: dpa

Bei HbbTV handelt es sich um eine technische Funktion, bei der zusätzlich zum herkömmlichen TV-Bild auch bestimmte Internetinhalte auf dem Fernsehschirm dargestellt werden können. "Da Geräte mit HbbTV noch nicht sehr lange auf dem Markt erhältlich sind, dürften allerdings die wenigsten 3D-Fernseher mit dieser bequemen Funktion ausgestattet sein", so Kutscher weiter. Deshalb legte das ZDF Wert darauf, dass auch die älteren Geräte oder Zuschauer mit langsameren Internet-Verbindungen nicht außen vor bleiben. Daher wird die 3D-Videodatei der Dokumentation zusätzlich als Download angeboten. Diese kann dann beispielsweise auf einen USB-Stick überspielt und so an den Fernseher weitergegeben werden, wenn das TV-Gerät diese Funktion unterstützt.

Rot-Grün-Variante für alle Geräte

Zusätzlich wird die Dokumentation auch in anderen 3D-Formaten zu sehen sein, darunter zum Beispiel in einer anaglyphen Fassung, die mit den weit verbreiteten Rot-Cyan-Brillen betrachtet werden kann. Dafür braucht man noch nicht einmal einen 3D-fähigen Fernseher oder Laptop. Anaglyph kann mit jedem herkömmlichen Farbbildschirm betrachtet werden.

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