Auf der Flucht - das Experiment

Sechs Protagonisten begeben sich auf eine ungewöhnliche Reise. Sie machen sich auf den Weg in die Ursprungsländer Asylsuchender in Deutschland und erfahren am eigenen Leib, was es heißt, auf der Flucht zu sein. Sie reisen in zwei Gruppen. Eine machte sich auf den Weg in den Irak, die andere reist nach Eritrea.

Mit dabei sind Schauspielerin Mirja du Mont, Streetworkerin Songül Cetinkaya und Nazi-Aussteiger Kevin Müller, sowie Musiker Stephan Weidner, Bloggerin Katrin Weiland und Ex-Bundeswehrsoldat Johannes Clair. Begleitet werden sie von dem Journalisten und Nahost-Experten Daniel Gerlach. Sie übernachten im Asylbewerberheim, in den überfüllten Flüchtlingslagern in Athen und Rom und stehen in Tunesien vor der schwierigen Entscheidung, ob sie die Fahrt auf einem Schlepperboot wagen oder das Experiment abbrechen.

Im letzten Jahr suchten rund 65.000 Menschen Asyl in Deutschland - als Schutz vor Krieg, Verfolgung oder Armut. Viele von ihnen kamen aus den Krisenregionen Syrien und Afghanistan. Deutschland ist dank seiner Wirtschaftskraft und als Wohlfahrtsstaat eines der begehrtesten Ziele für Flüchtlinge aus aller Welt. Die Zahl der Erstanträge stieg damit um 41 Prozent von 2011 auf 2012. In Deutschland aber nehmen die Vorbehalte der Bevölkerung gegenüber Asylsuchenden zu. Interessant ist dabei, dass diese Abneigung umso größer ist, je weniger Wissen über Flüchtlinge existiert und je weniger unmittelbaren Kontakt es gibt.


Neue Perspektiven

Das ZDF nähert sich mit "Auf der Flucht - das Experiment" auf eine gänzlich neue Art dem Themenkomplex an. Sechs Deutsche, die alle eine klare Haltung zum Thema Einwanderung haben, gehen auf eine einmalige Reise, die ihre Meinung zu Asyl- und Flüchtlingsfragen grundlegend ändern könnte. 18 Tage sind sie selbst auf der Flucht und tauchen dabei Schritt für Schritt tiefer in die Lebenswelt der Migranten ein: Vom Asylbewerberheim, den überfüllten Flüchtlingslagern am Rande Europas über die oft lebensgefährliche Flucht auf einem Schlepperboot bis in die Ursprungsländer der Flüchtlinge.

Sie machen ihre eigenen Erfahrungen mit Ausgrenzung und werden nach und nach ihren Blick schärfen angesichts der Schicksale von Menschen, die in ihrer Heimat verfolgt und gefoltert werden, die alles hinter sich lassen und ins Ungewisse aufbrechen, die auf unbestimmte Zeit ihre Familie zurück lassen und in ihrer Ausweglosigkeit manchmal selbst den eigenen Tod in Kauf nehmen. "Auf der Flucht - das Experiment" ist ein Programm, das eine ganz unmittelbare und vorurteilsfreie Perspektive auf die Situation der Flüchtlinge in Deutschland ermöglicht und ihre Motive, das Heimatland zu verlassen, nachvollziehbar macht.

"Auf der Flucht" am 3. und 4. September um 23.45 Uhr im ZDF.
Zweiteilige Dokureihe von Patrick M. Sheedy und Inga Brandt .

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