Das Mahl des Lebens

Mit Nina Ruge im Heiligen Land

Der Abendmahlssaal in Jerusalem ist jedes Jahr Ziel von Millionen Touristen und christlicher Pilger aus der ganzen Welt. Hier wird an das Letzte Abendmahl Jesu Christi erinnert, das er am Abend vor seinem Tod mit seinen Jüngern gefeiert haben soll.

Nina Ruge in Jerusalem Quelle: ZDF,Jürgen Erbacher

Nach katholischem Verständnis begründete Jesus mit dem Letzten Abendmahl die Tradition der Eucharistie, der Feier der Heiligen Messe. Das Fronleichnamsfest erinnert an dieses Ereignis. Nina Ruge macht sich auf den Weg nach Jerusalem, um im Abendmahlssaal mehr über die Ereignisse vor 2.000 Jahren zu erfahren. Mit dem deutschen Pilgerseelsorger Ludger Bornemann spricht sie über die Bedeutung von Brot und Wein, die Jesus damals an seine Jünger verteilte mit den Worten "Das ist mein Leib" und "Das ist mein Blut".


Ruge ist dem Geheimnis des Abendmahls auf der Spur und fragt nach, wie es um die Historizität biblischer Orte steht. Dabei betont Bornemann, dass es im Orient "weniger ums Zählen als ums Erzählen" gehe. "Traditionen, Geschichten, die weitererzählt werden und die vor allen Dingen zum Wesentlichen führen, nämlich zur Wahrheit, was etwas Anderes ist als die Richtigkeit."

Fünf Brote und zwei Fische

Im Leben Jesu spielte das Mahl eine zentrale Rolle. In seinen Gleichnissen über das Himmelreich verwendet er oft das Bild vom Gastmahl. Eines der bekanntesten Ereignisse ist die so genannte "Brotvermehrung", die am Ufer des Sees Genezareth stattgefunden haben soll. Nachdem Jesus ein Gebet über fünf Brote und zwei Fische gesprochen hatte, soll nach den Berichten der Bibel 5.000 Männern, dazu Frauen und Kinder, satt geworden sein. Heute steht an der Stelle in Tabgha eine kleine Kirche, die von Benediktinern betreut wird.

Nina Ruge besucht das Begegnungszentrum "Beit Noah" (Arche Noah), das die Benediktiner neben der Kirche eingerichtet haben. Hier kommen Juden, Christen und Muslime zusammen, um sich gegenseitig kennenzulernen und Vorurteile abzubauen. Im Gespräch mit Nina Ruge erläutert Nicole Bader, die Leiterin von Beit Noah, wie trotz der politischen Spannungen in der Region die Begegnung von Palästinensern und Israelis gelingen kann.

Ruge im Heiligen Land

Die Sendung zu Fronleichnam ist Teil einer Reihe von insgesamt vier Feiertagssendungen 2010 mit Nina Ruge im Heiligen Land im ZDF-Programm. Die Moderatorin begibt sich auf Spurensuche zu den Ursprungsorten des christlichen Glaubens, um deren Geschichte und Bedeutung für die Menschen heute zu erkunden. Den Auftakt bildete die Sendung zu Dreikönig,"Das königliche Kind", aus Bethlehem. Zu Mariä Himmelfahrt (15.8.) wird Nina Ruge den Ort der Entschlafung Mariens in der Dormitio-Abtei der Benediktiner in Jerusalem besuchen und zu Allerheiligen (1.11.) auf den Spuren des ersten Märtyrers der Kirche, des heiligen Stephanus, unterwegs sein.

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