Das verwundete Land

Pakistan nach der Flut

In Teilen Pakistans bricht in diesen Wochen der harsche Winter ein. Auch dort, wo hunderttausende Menschen nach der zerstörerischen Flut im August noch kein festes Dach über dem Kopf haben. Hilfsorganisationen warnen vor Hunger und Durst, sobald die Versorgung aus Spendengeldern zur Neige geht. Im Eiltempo werden winterfeste Behausungen für die obdachlos gewordenen Menschen entlang des Indusflusses gebaut.

Pakistan bleibt ein dem Untergang geweihtes Land. Auch, nachdem der Strom sich wieder weitgehend in sein Bett zurückgezogen hat. Der politisch instabile Staat ist nach den Folgen des Monsuns zusätzlich angeschlagen.

Fast die gesamte Infrastruktur ist zerstört

Ein großer Teil der Infrastruktur muss wiederaufgebaut werden, hunderte Kilometer Straße wurden weggeschwemmt. Pakistanische Behörden und Institutionen werden mit dieser Situation allein nicht fertig. Sie bleiben auf internationale Hilfe angewiesen.




Unter anderem durch die ausführliche ZDF-Berichterstattung kamen Spendengelder in zweistelliger Millionenhöhe zusammen, die für Versorgung und Wiederaufbau verwendet werden. Peter Kunz, Südasienkorrespondent des ZDF, ist mit seinem Team noch einmal in die verwüsteten Orte gefahren. Wie gehen die Betroffenenen mit dem Verlust geliebter Menschen um? Wie mit dem Verlust ihres Zuhauses?

Pakistan hat bisher allen düsteren Voraussagen zum Trotz als Staat überlebt. Auch deshalb, weil die Menschen dort kraftvoll mit Chaos und Ungewissheit umgehen. Wo Brücken weggeschwemmt wurden, betreiben findige Kleinunternehmer jetzt mit einem Lieferwagenmotor betriebene Kabinenbahnen.

Sie klagen nicht, sondern packen an

Obstbauern, die das Team im Swattal trifft, wurden innerhalb der letzten Jahre zwei Mal von ihren Gehöften vertrieben. Erst durch die Taliban, dann durch die Flut. Doch sie klagen nicht, sondern packen an. Der Film berichtet vom Zorn über Feudalherren, die die Dörfer der ärmeren Leute bewusst fluten ließen, um ihre eigenen Äcker zu retten. Von den Kindern, die in die Zeit nach der Flut hineingeboren werden, und dem Leben, das sie erwartet.




Das Team besucht auch Projekte, die mit Hilfe von Spendengeldern der ZDF-Zuschauer entstanden sind. Dort, wo Bauern mit der Hilfe aus Deutschland wieder neu aussäen können, nachdem die Ernte dieses Jahres verloren ist. Wo in mobilen Schulen manches Mädchen und mancher Junge jetzt tatsächlich zum ersten Mal lernen darf. Wo Traumatherapeuten den Familien helfen, den schwierigen Alltag nach der Flut zu bewältigen.

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