Dem "Volto Santo" auf der Spur

ZDF-Expertentagung soll Licht ins Dunkel bringen

Bislang wurde der "Volto Santo" unter Verschluss gehalten. Die Kapuziner in Manoppello, die für die Reliquie zuständig sind, haben bisher die Zustimmung zu wissenschaftlichen Untersuchungen verweigert. Für das ZDF wurde jetzt eine Ausnahme gemacht.

Eine wissenschaftliche Untersuchung bedeutet für eine Reliquie wie den "Volto Santo" eine doppelte Gefahr: zum einen die mögliche physische Zerstörung durch Gewebeentnahmen oder andere Untersuchungsmethoden, zum anderen aber auch eine mögliche Entmythologisierung der dazugehörigen Legende.

Dem ZDF ist es gelungen, für seinen Film "Das Jesus-Foto" eine Reihe von Wissenschaftlern nach Manoppello einzuladen und die Genehmigung für eine Versuchsreihezu erhalten, die - ohne das Tuch aus der Verglasung nehmen zu müssen und es zu beschädigen - die Frage des Gewebes und der umstrittenen Farb- beziehungsweise Blutpartikel klären sollte.

Die wichtigsten Ergebnisse vorweg

Es konnte nachgewiesen werden, dass das Gewebe Farbpartikel enthält. Bisher wurde die Theorie vertreten, dass Byssos-Gewebe (Muschelseide) nicht gefärbt werden kann. Dass es sich dabei aber um Byssos handelt, wurde erneut bestätigt. Außerdem wurde deutlich, dass keine Blutspuren auf dem Gewebe sind.

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