Der Alte Fritz im neuen Glanz

Preußens Pracht wird aufpoliert

Es ist ein ganz besonderer Geburtstag, der da nächstes Jahr in Potsdam gefeiert wird. Es ist ein Geburtstag von königlichem Range. Vor 300 Jahren wurde Friedrich II. geboren. Als König führt er Preußen zur Großmacht in Europa, was ihm den Titel "Friedrich der Große" einbringt. Für sein Volk ist er "der Alte Fritz".

der Alte Fritz
der Alte Fritz Quelle: ZDF

Zum Jubiläum soll alles besonders glänzen, sollen Preußens Schlösser und Gärten mit neuem Leben erfüllt werden. Die Vorbereitungen für das "Friedrichjahr" laufen auf Hochtouren und das ZDF darf exklusiv hinter viele Kulissen schauen.

Zum ersten Mal öffnen sich die Türen

Zum ersten Mal öffnen sich 2012 Türen zu Königsgemächern, die seit Jahrzehnten verschlossen waren. Es werden Möbelstücke restauriert, die der "Alte Fritz" selbst nutzte, Kunstwerke heimgeholt, Wandbehänge nachgewebt, der Park von Sanssouci in Teilen wie früher gestaltet.

der Alte Fritz
DerAlte Fritz 2 Quelle: ZDF




In ihrer Reportage zeigt die Autorin Britta Hilpert, wie preußische Pracht aufpoliert wird, welche Mühe das kostet und welche Menschen die auf sich nehmen und warum. Zum Beispiel Thomas Kühn. Er renovierte schon zu DDR-Zeiten alte Möbel im Schloss von Sanssouci. Dass er nun die Armlehnstühle und das Sofa des Alten Fritz aufarbeiten darf, ist einer der Höhepunkte seines Berufslebens. Monate braucht er für ein einzelnes Stück, denn alles wird original nach der damaligen Methode aufgearbeitet.

Zwei Jahre für das Tassenkopfzimmer

Die Restauratorin Uta Göttel hat zwei Jahre ihres Lebens in ein einziges Zimmer, in das "Tassenkopfzimmer", gesteckt. Dieser Raum ist außergewöhnlich: Oval im Grundriss und auch oval die Decke, die alten Latten wurden eigens gebogen, um eine Gartenlaube nachzuahmen. 2012 darf die Öffentlichkeit erstmals einen Blick darauf werfen.

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Der Alte Fritz 3 Quelle: ZDF




Und auch die Unterhaltung aus der Zeit von Friedrich erlebt eine Renaissance. Reiterfestspiele nach barocker Art, mit Kostümen und voltenspringenden Dressurpferden sollen den Schlosspark im nächsten Jahr erfüllen. Wie Friedrich lebte, arbeitete und sich amüsierte war und ist opulent, teuer und großartig. Doch die Menschen, die sich 300 Jahre nach der Geburt "Friedrich des Großen" in seinen Dienst stellen sind überzeugt: Die Mühe lohnt sich.

Gedreht hat den Film Kameramann Hannes Zeh, Alexander Laschet ist für den Ton zuständig

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